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Russland weitet Krypto-Mining-Verbot auf Moskau und Teile der Region Kursk ab dem 15. August aus

Autor: Tron Weekly·

Wichtige Erkenntnisse

  • Russlands ausgeweitetes Mining-Verbot umfasst Moskau, die Region Moskau und acht Bezirke der Region Kursk sowie die Stadt Lgow, gültig vom 15. August 2026 bis zum 31. Dezember 2032.
  • Der Erlass verbietet sowohl unabhängige als auch gemeinschaftliche digitale Währungs-Mining-Aktivitäten in allen betroffenen Gebieten.
  • Beamte des Energieministeriums nannten den zunehmenden Druck auf die Strominfrastruktur als Grund, wobei das Stromsystem Moskaus derzeit einen Mining-Bedarf von etwa einem Gigawatt aufweist.
  • Betroffene Mining-Unternehmen müssen ihre lokalen Aktivitäten bis zur Compliance-Frist am 15. August 2026 einstellen oder ihre Ausrüstung umlocieren.
  • Die Maßnahme ist kein bundesweites Verbot, und registrierte Mining-Betreiber können in Regionen ohne dokumentierte Versorgungsengpässe weiterarbeiten.
Russland weitet Krypto-Mining-Verbot auf Moskau und Teile der Region Kursk ab dem 15. August aus

Russland wird sein Krypto-Mining-Verbot ab dem 15. August 2026 auf Moskau, die Region Moskau und ausgewählte Gebiete der Region Kursk ausweiten. Die Beschränkungen, die gemäß Resolution Nr. 936 erlassen wurden, gelten bis zum 31. Dezember 2032.

Ministerpräsident Michail Mischustin unterzeichnete den Erlass am 25. Juli 2026, und die Regierung veröffentlichte ihn am 31. Juli auf Russlands offiziellem Rechtsinformationsportal (publication.pravo.gov.ru). Die Maßnahme ändert die Resolution Nr. 1869, die ursprünglich im Dezember 2024 erlassene territoriale Mining-Beschränkungsverordnung, die wiederum auf das russische Bundesgesetz zur Legalisierung des Kryptowährungs-Minings folgte, das im November 2024 in Kraft trat. Dieses Gesetz etablierte den ersten umfassenden regulatorischen Rahmen für Mining in Russland und schuf die rechtliche Grundlage für sowohl das Betreiberregister als auch die nun ausgeweiteten territorialen Beschränkungen.

Umfang des ausgeweiteten Verbots

Der Erlass verbietet alle digitalen Währungs-Mining-Aktivitäten in Moskau und der Region Moskau. Er untersagt den Minern auch die Teilnahme an Mining-Pools in diesen Gebieten, was bedeutet, dass das Verbot sowohl unabhängiges als auch gemeinschaftliches Mining erfasst.

JUST IN: 🇷🇺 Russia has officially banned crypto mining in Moscow and parts of the Kursk Region from August 15, 2026, to December 31, 2032. — ChainDesk (@ChainDesk_) August 1, 2026

In der Region Kursk gelten die Beschränkungen für acht Munizipalbezirke — Belowski, Bolschesoldatski, Gluschkowski, Korenewski, Lgowski, Rylski, Sudschanski und Chomutowski — sowie für die Stadt Lgow. Mehrere dieser Bezirke grenzen an die Ukraine, wo der anhaltende Konflikt zusätzliche Belastungen für die regionale Infrastruktur verursacht hat. Diese drei neuen Rechtsgebiete erscheinen als Einträge 14 bis 16 in der geänderten Verordnung.

Die Maßnahme stellt kein bundesweites Verbot dar. Mining bleibt in bestimmten Republiken des Nordkaukasus und anderen Gebieten unter bestehenden Vorschriften eingeschränkt, die bis zum 15. März 2031 gültig bleiben. Russland zählt zu den weltweit größten Bitcoin-Mining-Rechtsgebieten nach Hash-Rate, alongside den Vereinigten Staaten, obwohl genaue aktuelle Zahlen schwer unabhängig zu verifizieren sind.

Bedenken hinsichtlich der Energieinfrastruktur treiben die Entscheidung voran

Beamte des Energieministeriums verknüpften die Ausweitung mit dem zunehmenden Druck auf die Strominfrastruktur. Laut dem Ministerium birgt uneingeschränktes ganzjähriges Mining Risiken für Kapazitätsengpässe in regionalen Stromsystemen. Die Energiebehörden der Region Moskau hatten vor der Verabschiedung formell um das Verbot gebeten. Russlands Ansatz spiegelt Spannungen wider, die auch in anderen großen Mining-Rechtsgebieten zu beobachten sind, wo Regierungen Maßnahmen ergriffen haben, um Mining-Aktivitäten einzuschränken oder umzuleiten und so die residential und industrielle Stromversorgung zu schützen.

Regionale Schätzungen beziffern den aktuellen Mining-Bedarf im Stromsystem Moskaus auf etwa einen Gigawatt. Offizielle Prognosen, die von Interfax gemeldet wurden, deuten darauf hin, dass die lokale Rechenzentrums-Kapazität bis 2032 3,6 Gigawatt erreichen könnte, was etwa 17 % der maximalen Systemauslastung entspricht. Diese Zahl für 2032 stellt eine Regierungsprognose und keinen aktuellen Verbrauchswert dar.

Beamte in der Region Kursk äußerten ähnliche Bedenken hinsichtlich der Belastung der lokalen Strominfrastruktur. Ihr Antrag an die Bundesregierung umfasste dieselben acht Bezirke sowie die Stadt Lgow, die alle in den endgültigen Erlass aufgenommen wurden.

Russland führt ein Register von Mining-Betreibern und -Ausrüstung. Der Rahmen unterscheidet zwischen registrierten und nicht registrierten Mining-Betrieben und erlaubt registrierten Einheiten, ihre Geschäfte in Regionen ohne Versorgungsengpässe fortzuführen.

Compliance-Frist und Auswirkungen auf die Branche

Betroffene Mining-Unternehmen müssen ihre lokalen Aktivitäten bis zum 15. August 2026 entweder einstellen oder ihre Ausrüstung umlocieren — eine Frist, die 15 Tage nach der Veröffentlichung des Erlasses festgelegt wurde. Das Verbot verlangt von allen Teilnehmern, die Beteiligung an lokalen Mining-Pool-Aktivitäten einzustellen.

Diese Beschränkungen bleiben bis zum 31. Dezember 2032 in Kraft, sofern die Regierung die Verordnung nicht ändert. Der Erlass enthält keine Schätzungen der betroffenen Mining-Kapazität, des Umfangs der umzulokalisierenden Ausrüstung oder von Prognosen hinsichtlich der Auswirkungen auf die nationale Kryptowährungsproduktion. Behauptungen, dass die Maßnahme die globale Hash-Rate von Bitcoin wesentlich verändern wird, bleiben unbewiesen.