Roundhill reicht Antrag für Samsung Group ETF ein, um US-Anlegern Zugang zum koreanischen Markt zu eröffnen
Wichtige Erkenntnisse
- •Roundhill Investments reichte am 12. August 2026 einen Antrag für einen Samsung Group ETF ein, der US-Anlegern Exposure zu mehreren mit Samsung verbundenen Unternehmen über Samsung Electronics hinaus bieten soll.
- •Die meisten börsennotierten Tochtergesellschaften der Samsung Group werden ausschließlich an der Korea Exchange ohne ADRs gehandelt, was sie über Standard-US-Maklerkonten unzugänglich macht.
- •Der neue ETF verfolgt einen breiteren Ansatz als Roundhills Antrag aus dem Jahr 2022 für den TRAX Samsung Shares ETF, der nur Samsung Electronics durch Swaps und Derivate trackte.
- •Roundhills DRAM Memory ETF, der am 2. April 2026 startete, überschritt innerhalb von 10 Handelstagen die Marke von 1 Milliarde Dollar an Vermögenswerten und ordnet rund 25 % seiner Exposure Samsung zu.
- •Der Antrag befindet sich in einem vorläufigen Stadium, und es wurden weder ein bestätigtes Startdatum noch endgültige strukturelle Details bekannt gegeben.

Roundhill Investments hat einen Antrag für einen Samsung Group ETF eingereicht, mit dem Ziel, US-Anlegern Zugang zum breiten Ökosystem der mit Samsung verbundenen Unternehmen zu verschaffen, die über herkömmliche inländische Maklerkonten weitgehend unerreichbar bleiben.
Der am 12. August 2026 datierte Antrag befasst sich mit einem strukturellen Hindernis: Die Mehrheit des Unternehmensnetzwerks von Samsung wird ausschließlich an koreanischen Börsen gehandelt, ohne American Depositary Receipts (ADRs), die die Lücke für in den USA ansässige Käufer schließen könnten. Für Anleger, die über Samsung Electronics hinaus Exposure zur Samsung Group suchen, gab es praktisch keine gangbaren Optionen.
Die Samsung Group ist eines der größten Jaebols Südkoreas – familienkontrollierte Konglomerate, die die Wirtschaft des Landes dominieren – und erstreckt sich über Elektronik, Batterien, IT-Dienstleistungen, Engineering, Lebensversicherungen und Wertpapiere. Doch trotz der globalen Präsenz der Gruppe werden die weitaus meisten ihrer börsennotierten Tochtergesellschaften nur an der Korea Exchange gehandelt, was US-Anlegern nur begrenzte Möglichkeiten lässt, am Wachstum der Gruppe über ihren Flaggschiff-Elektronikbereich hinaus zu partizipieren.
Erweiterung über einen einzelnen Emittenten hinaus
Der vorgeschlagene ETF würde über ein einzelnes Unternehmen hinausgehen und potenziell mehrere mit Samsung verbundene Unternehmen abdecken, die am koreanischen Markt gehandelt werden.
Dies stellt eine Abkehr von Roundhills früherem, auf Samsung fokussiertem Vorhaben dar. Im August 2022 reichte das Unternehmen den Antrag für den Roundhill TRAX Samsung Shares ETF (Ticker: SAMS) ein, der speziell darauf ausgelegt war, Samsung Electronics durch Swaps und Derivate zu tracken. Der neueste Antrag verfolgt einen anderen Ansatz, indem er einen breiteren Teil der Samsung-Unternehmensfamilie ins Visier nimmt.
Roundhills Schwung im Halbleiterbereich
Roundhill hat bei Produkten mit Fokus auf Halbleiter an Zugkraft gewonnen. Der DRAM Memory ETF des Unternehmens, der am 2. April 2026 startete, überschritt innerhalb von nur 10 Handelstagen nach seinem Debüt die Marke von 1 Milliarde Dollar an Vermögenswerten. Samsung ist eine bedeutende Position in diesem Fonds, wobei rund 25 % der gesamten Exposure des DRAM ETF dem Unternehmen zugeordnet sind.
Das Zugangsproblem
Während Samsung Electronics über einen weit gehandelten ADR verfügt, gilt dies für die meisten anderen Unternehmen innerhalb der Samsung Group nicht. Der Erwerb von Aktien der Samsung SDI (der Batteriesparte), Samsung SDS (dem IT-Dienstleistungsbereich) oder Samsung Engineering erfordert ein Maklerkonto mit direktem Zugang zur Korea Exchange – etwas, das den meisten US-Privatanlegern fehlt.
ETFs, die mit swap-basierten oder derivativen Instrumenten strukturiert sind, können einen Ausweg bieten und Exposure vermitteln, ohne dass Anleger direkt an ausländischen Börsen handeln müssen. Südkoreanische Aktien haben in der Vergangenheit auch mit einem Abschlag gegenüber globalen Vergleichswerten gehandelt – ein Phänomen, das weithin als „Korea Discount“ bezeichnet wird –, angetrieben durch Faktoren wie komplexe Querverflechtungen innerhalb von Jaebols und relativ niedrige Dividendenausschüttungen. In den letzten Jahren haben koreanische Entscheidungsträger Initiativen verfolgt, die darauf abzielen, die Renditen für Aktionäre zu verbessern und diese Bewertungslücke zu verkleinern, was dem Anlegerinteresse am Markt eine makroökonomische Dimension hinzufügt.
Antrag in früher Phase
Der Antrag befindet sich noch in einem vorläufigen Stadium. Es wurden weder ein bestätigtes Startdatum noch endgültige strukturelle Details bekannt gegeben.