Robinhood-CEO Vlad Tenev drängt die USA, den Weg für tokenisierte Aktien zu ebnen, während ausländische Märkte voranschreiten
Wichtige Erkenntnisse
- •Vlad Tenev, CEO von Robinhood, drängt die US-Aufsichtsbehörden, den Weg für tokenisierte Aktien freizumachen, und argumentiert, dass die Vereinigten Staaten Gefahr laufen, die Finanzmarktinfrastruktur der nächsten Generation an ausländische Märkte zu verlieren.
- •Robinhood hat tokenisierte US-Aktien bereits international eingeführt und verschafft Nutzern in mehr als 120 Ländern wirtschaftliche Exposition gegenüber über 190 US-Aktien, einschließlich Dividenden.
- •Robinhoods tokenisierte Aktien sind im Verhältnis 1:1 durch die zugrunde liegenden Aktien gedeckt, doch die Inhaber besitzen diese nicht direkt.
- •Tenev verwies auf die GameStop-Trading-Welle 2021, als gestiegene Besicherungsanforderungen der Clearingstellen Robinhood zur Einschränkung von Käufen zwangen, als Beleg dafür, dass Echtzeit-Abwicklung das Risiko in Zeiten von Marktstress senken würde.
- •Die Abwicklung von US-Aktien erfolgt heute nach dem T+1-Standard; Tenev argumentiert, dass Tokenisierung die Abwicklung weiter verkürzen, den 24/7-Handel nativ machen und Assetübertragungen vereinfachen könnte.

Vlad Tenev, CEO von Robinhood (HOOD), drängt die US-Aufsichtsbehörden, den Weg für tokenisierte Aktien freizumachen, und argumentiert, dass die Vereinigten Staaten Gefahr laufen, die Finanzmarktinfrastruktur der nächsten Generation an Märkte im Ausland abzutreten.
In einem Beitrag auf X erklärte Tenev, das Finanzsystem befinde sich in den frühen Stadien eines globalen „Tokenisierungs-Superzyklus“ – womit er an seine Vorhersage vom vergangenen Jahr anknüpfte, die Technologie werde zu einem „Güterzug“, der die traditionelle Finanzwelt umgestalten könne. Seine Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Tokenisierung in den Märkten zunehmend Aufmerksamkeit erhält, da sie an der Schnittstelle von Handel, Abwicklung und Assetübertragung liegt – der Grundinfrastruktur, die im Hintergrund bestimmt, wie Wertpapiere bewegt werden.
Robinhood hat tokenisierte US-Aktien bereits außerhalb des Landes verfügbar gemacht und bietet Nutzern in mehr als 120 Ländern damit wirtschaftliche Exposition gegenüber mehr als 190 US-Aktien, einschließlich Dividenden.
„Es geht bei der Tokenisierung nicht darum, Aktien einfach um der Sache willen auf eine Blockchain zu legen“, sagte Tenev. „Vielmehr bauen wir die Infrastruktur unterhalb des Eigentums neu auf, damit Vermögenswerte sich so frei bewegen können wie Informationen im Internet. Für amerikanische Anleger erschließt diese Infrastruktur drei unmittelbare Vorteile.“
Robinhoods tokenisierte Aktien sind im Verhältnis 1:1 durch die zugrunde liegenden Aktien gedeckt, doch die Inhaber besitzen diese Aktien nicht direkt – eine Unterscheidung, die zum Kern der Debatte darüber geworden ist, was tokenisierte Aktien tatsächlich darstellen.
Tenev argumentierte, dass eine Fokussierung allein auf die Eigentumsstruktur den umfassenderen Wandel der Marktstruktur verkenne. Tokenisierte Vermögenswerte könnten potenziell rund um die Uhr gehandelt, in Echtzeit abgewickelt und zwischen kompatiblen Wallets und Plattformen übertragen werden, ohne auf die Übertragungssysteme traditioneller Broker angewiesen zu sein.
Den stärksten Anwendungsfall sieht Tenev in der Abwicklung. Er verwies auf die Trading-Euphorie um GameStop (GME) im Jahr 2021, als Robinhood nach sprunghaft gestiegenen Besicherungsanforderungen der Clearingstellen den Kauf einiger Aktien einschränkte – eine Episode, die bis heute im Zentrum seines Arguments steht, dass veraltete Abwicklungsinfrastruktur in Phasen von Marktstress akuten Druck erzeugen kann.
„Auf der Blockchain können Stock Tokens in Echtzeit gehandelt, abgewickelt und bewegt werden. Echtzeit-Abwicklung bedeutet deutlich weniger Risiko und Druck für das System, insbesondere in Zeiten schweren Marktstresses“, sagte Tenev.
Die Abwicklung von US-Aktien ist seitdem von zwei Geschäftstagen auf einen verkürzt worden, ein Standard, der als T+1 bekannt ist. Tenev argumentierte, dass Tokenisierung diese Verzögerung weiter verringern und dadurch das Risiko sowie die Besicherungsanforderungen senken könnte, die zwischen einem Handel und seiner Abwicklung entstehen.
Er sagte außerdem, Tokenisierung könnte zwei weitere langjährige Reibungspunkte in traditionellen Märkten adressieren: begrenzte Handelszeiten und umständliche Assetübertragungen. Robinhood bietet in den USA derzeit 24/5-Aktienhandel an, doch Tenev sagte, Blockchain-Infrastruktur könnte den 24/7-Handel nativ ermöglichen, anstatt dass Broker mehrere Börsen und alternative Handelssysteme anbinden müssten.