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Ripple geht Partnerschaft mit der Jeonbuk Bank ein und führt Ripple Payments in Südkorea ein

Autor: BitcoinKE·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Jeonbuk Bank ist die erste Regionalbank in Südkorea, die Ripples Payments-Plattform für grenzüberschreitende Transfers einführt.
  • Die Bank verfügte Ende des ersten Quartals 2026 über Vermögenswerte von 26,8 Billionen Won (19 Mrd. US-Dollar) und hält 21,3 % der Einlagen sowie 17,3 % der Kredite in der Provinz Nord-Jeolla.
  • Der Service bietet Geschäftskunden, darunter Im- und Exportunternehmen, Technologie-Start-ups und Online-Content-Ersteller, internationale Transfers rund um die Uhr, die in Sekunden bis Minuten statt in Tagen abgewickelt werden.
  • Die Partnerschaft ist Ripples dritter großer Institutionen-Deal in Südkorea im Jahr 2026, nach Abkommen mit Kyobo Life Insurance und Kbank.
  • Ripples Expansion erfolgt, während Korea seine Regulierung digitaler Assets weiterentwickelt, und folgt auf den Abschluss von Ripples US-Wertpapierverfahren über XRP-Verkäufe im Jahr 2025.
Ripple geht Partnerschaft mit der Jeonbuk Bank ein und führt Ripple Payments in Südkorea ein

Ripple ist eine Partnerschaft mit der südkoreanischen Jeonbuk Bank eingegangen, um seine Ripple-Payments-Plattform für grenzüberschreitende Transfers einzuführen – es ist das erste Mal, dass eine koreanische Regionalbank diesen Service nutzt.

Der Deal ist bemerkenswert, weil die Jeonbuk Bank weit mehr als ein kleiner lokaler Kreditgeber ist. Die Bank verfügte Ende des ersten Quartals 2026 über Vermögenswerte von 26,8 Billionen Won (19 Mrd. US-Dollar) und hält in ihrem Heimatmarkt eine dominante Stellung mit 21,3 % der Einlagen und 17,3 % der Kredite in der Provinz Nord-Jeolla. Sie betreibt 82 Filialen und ist Teil der JB Financial Group, einer der großen regionalen Finanzgruppen Südkoreas.

Die Jeonbuk Bank wird Ripples Blockchain-basierte Zahlungsinfrastruktur nutzen, um Geschäftskunden – darunter Im- und Exportunternehmen, Technologie-Start-ups und Online-Content-Ersteller – internationale Transfers rund um die Uhr anzubieten. Nach Angaben von Ripple können Transaktionen in Sekunden bis Minuten abgewickelt werden, während traditionelle Überweisungen über Korrespondenzbanken mehrere Tage dauern können. Der Geschwindigkeitsunterschied ist besonders relevant für koreanische Unternehmen: Da der Won offshore nicht frei konvertierbar ist, wurden grenzüberschreitende Zahlungen aus Südkorea üblicherweise über US-Dollar und Korrespondenzbanken abgewickelt, was jede Überweisung um Zwischenschritte und Abwicklungszeiträume verlängerte. Der Betrieb rund um die Uhr hebt zudem die Annahmeschlusszeiten herkömmlicher Banköffnungszeiten auf. Ripple Payments selbst ist nach einem Rebranding im Jahr 2024 der Nachfolger des früheren RippleNet-Netzwerks des Unternehmens.

Die Partnerschaft ist nach den Abkommen mit Kyobo Life Insurance und der reinen Internetbank Kbank bereits Ripples dritter großer Institutionen-Deal in Südkorea im Jahr 2026 und unterstreicht das Bestreben des Unternehmens, seine Blockchain-Infrastruktur tiefer im Mainstream-Finanzsektor des Landes zu verankern. Das institutionelle Engagement in Korea geht mit einem zunehmend gereiften regulatorischen Umfeld einher: Das Digital Asset User Protection Act, das erste eigenständige Kryptowährungsgesetz des Landes, trat im Juli 2024 in Kraft, und nationale Gesetzgeber arbeiten seitdem an umfassenderen Regeln für digitale Assets und Stablecoins. Ripples globale Präsenz hat sich außerdem seit dem Abschluss seines mehrjährigen US-Wertpapierverfahrens über XRP-Verkäufe im Jahr 2025 vergrößert, als Ripple und die Securities and Exchange Commission ihre jeweiligen Berufungen zurückzogen.

„Mit dieser Partnerschaft mit Ripple ist die JB Jeonbuk Bank bereit, über ihre Rolle als Regionalbank hinazuwachsen und sich als digitale Finanzführungskraft nach globalen Standards zu etablieren“, sagte Park Choon-won, Präsident der Jeonbuk Bank.

Der Schritt ist für Ripple bedeutsam, weil der Gewinn einer Bank mit substanzieller Dominanz in einem regionalen Markt eine stärkere institutionelle Bestätigung seiner Zahlungstechnologie darstellt als ein Pilotprojekt mit einem kleinen Fintech, und weil er dem Unternehmen zugleich einen weiteren Standpunkt in einem der aktivsten Digitalkapitalmärkte Asiens verschafft. Da Jeonbuk die erste Regionalbank des Landes ist, die den Service einführt, wird ein wichtiger Indikator für die Zukunft sein, ob andere Institute diesem Beispiel folgen und ob der anfängliche Fokus auf Geschäftskunden später auf andere Kundensegmente ausgeweitet wird.