NachrichtenAktienUS-Privatanleger bleiben investiert, warten aber auf eine stärkere Wirtschaft, bevor sie ihre Aktienallokation erhöhen – ergibt eine eToro-Umfrage

US-Privatanleger bleiben investiert, warten aber auf eine stärkere Wirtschaft, bevor sie ihre Aktienallokation erhöhen – ergibt eine eToro-Umfrage

Autor: LeapRate·

Wichtige Erkenntnisse

  • Vierzig Prozent der befragten US-Privatanleger nannten ein stärkeres Wirtschaftswachstum in Kombination mit niedrigerer Inflation als wichtigsten Faktor, der sie zu höheren Investitionen ermutigen würde.
  • Nur 8 % der Befragten gaben an, sich voll vertrauensvoll beim Investieren in Aktien zu fühlen, obwohl die wichtigsten US-Aktienindizes während eines Großteils des Jahres 2024 in der Nähe von Rekordständen notierten.
  • Inflation wurde von 26 % der Anleger als größte Bedrohung für ihre Portfolios genannt – ein Anstieg gegenüber 22 % im Vorquartal, trotz deutlicher Rückgänge des Verbraucherpreisindex seit seinem Höhepunkt im Jahr 2022.
  • Trotz weit verbreiteter Vorsicht glauben 68 % der Befragten, dass sie weiterhin auf Kurs sind, ihre finanziellen Ziele zu erreichen, und viele beabsichtigen, weiterhin nach einem festen Zeitplan zu investieren, anstatt den Markt zu timen.
  • Die Anleger gaben an, im kommenden Jahr ihre Allokationen in Bargeld, Wachstumsaktien, Hochzinsanleihen und Rohstoffe erhöhen zu wollen, wobei Bargeld angesichts der erhöhten Renditen bei Spareinlagen und Geldmarktinstrumenten besonders attraktiv ist.
US-Privatanleger bleiben investiert, warten aber auf eine stärkere Wirtschaft, bevor sie ihre Aktienallokation erhöhen – ergibt eine eToro-Umfrage

US-Privatanleger bleiben im Markt, zögern jedoch, zusätzliches Kapital einzusetzen, bis sie konkrete Anzeichen für eine wirtschaftliche Verbesserung sehen. Das geht aus der neuesten Retail Investor Beat-Umfrage der Handelsplattform eToro hervor. Die Ergebnisse fallen vor dem Hintergrund einer allmählich nachlassenden, aber immer noch erhöhten Inflation sowie einer US-Notenbank (Federal Reserve), die ihren Leitzins auf dem höchsten Stand seit über zwei Jahrzehnten belässt – was viele Privatanleger in einer Abwartehaltung verbleiben lässt.

Die Umfrage, an der 1.000 US-Privatanleger teilnahmen, ergab, dass 40 % ein stärkeres Wirtschaftswachstum in Kombination mit niedrigerer Inflation als wichtigsten Katalysator nannten, der sie zu höheren Investitionen veranlassen würde. Niedrigere Zinssätze belegten mit 29 % den zweiten Platz, gefolgt von geringerer politischer und globaler Unsicherheit mit 27 % und attraktiveren Aktienkursen nach einem Marktrückgang mit 26 %. Nur 8 % der Befragten gaben an, sich derzeit voll vertrauensvoll beim Investieren in Aktien zu fühlen – eine bemerkenswert niedrige Zahl angesichts der Tatsache, dass die wichtigsten US-Aktienindizes während eines Großteils des Jahres 2024 in der Nähe von Rekordständen gehandelt wurden.

Bret Kenwell, US-Investmentsanalyst bei eToro, stellte fest, dass Anleger zwar nicht in Panik geraten, aber vorsichtiger bei der Platzierung ihres Geldes sind. Er sagte, dass Anleger eine Kombination aus günstigen Wirtschaftsindikatoren und geringerer Unsicherheit suchen, bevor sie zusätzliche Mittel am Markt einsetzen.

Die Inflation bleibt das größte Anliegen: 26 % der Anleger nannten sie als größte Bedrohung für ihre Portfolios – ein Anstieg gegenüber 22 % im Vorquartal. Diese Besorgnis besteht weiterhin, obwohl der Verbraucherpreisindex (Consumer Price Index) seit seinem Höhepunkt im Jahr 2022 deutlich gesunken ist, was darauf hindeutet, dass Privatanleger überzeugendere Beweise für eine anhaltende Disinflation sehen möchten, bevor sie ihre Strategie anpassen. Die Angst vor einer Rezession belegte mit 22 % den zweiten Platz, während Bedenken hinsichtlich der breiteren Weltwirtschaft bei 12 % lagen.

Trotz dieser Bedenken glauben 68 % der Befragten, dass sie weiterhin auf Kurs sind, ihre finanziellen Ziele zu erreichen, und viele beabsichtigen, konsequent weiter zu investieren, anstatt zu versuchen, Markt-Höchst- und -Tiefststände zu timen. Etwa 29 % gaben an, automatisch nach einem festen Zeitplan zu investieren – eine Disziplin, die Finanzberater seit langem zur Steuerung von Volatilität empfehlen.

Für die Zukunft gaben die Anleger an, im kommenden Jahr ihre Allokationen in Bargeld, Wachstumsaktien, Hochzinsanleihen und Rohstoffe erhöhen zu wollen. Die Vorliebe für Bargeld deckt sich damit, dass Geldmarktfonds und Hochzins-Sparkonten Renditen bieten, die seit der Zeit vor 2008 nicht mehr gesehen wurden, und somit eine wettbewerbsfähige Alternative zur Aktienallokation für risikoscheue Anleger darstellen.

Unter den britischen Befragten äußerten 81 % der Privatanleger Vertrauen in ihre Investitionen, während nur 35 % Vertrauen in die britische Wirtschaft hatten. Darüber hinaus ergab die Umfrage, dass Millennials zunehmend bereit sind, nach kleineren Kursrückgängen in den Markt einzusteigen: 32 % sind bereit, nach einem Rückgang von 5–10 % zu investieren, verglichen mit 26 % vor einem Jahr.

Quelle: LeapRate