NachrichtenAktienQualcomms CFO: Amazon-Deal wird Umsatzwachstum in den Geschäftsjahren 2027–28 beschleunigen

Qualcomms CFO: Amazon-Deal wird Umsatzwachstum in den Geschäftsjahren 2027–28 beschleunigen

Autor: CryptoBriefing·

Wichtige Erkenntnisse

  • Qualcomm und Amazon haben eine mehrjährige Partnerschaft zum Bau kundenspezifischer KI-Inferenz-Chips für AWS-Rechenzentren vereinbart.
  • Qualcomm gewährte Amazon Optionsscheine auf bis zu 25 Millionen Aktien zu je 161,26 USD im Wert von rund 4 Milliarden USD, ausgeübt in Tranchen, die an Einkäufe von bis zu 60 Milliarden USD geknüpft sind.
  • Umsätze aus den Custom-Silizium-Engagements werden ab dem Dezember-Quartal erwartet; die Wafer-Produktion läuft bereits.
  • Die Zusammenarbeit umfasst auch Hochgeschwindigkeits-Lösungen für optische Konnektivität mit 1,6 Terabit pro Sekunde.
  • Qualcomm peilt im Geschäftsjahr 2027 einen Rechenzentrums-Umsatz von 5 Milliarden USD an, der bis 2029 auf 15 Milliarden USD steigen soll – im Rahmen des weitergehenden Ziels von 40 Milliarden USD Umsatz außerhalb des Handy-Geschäfts.
Qualcomms CFO: Amazon-Deal wird Umsatzwachstum in den Geschäftsjahren 2027–28 beschleunigen

Qualcomm und Amazon haben eine mehrjährige Zusammenarbeit angekündigt, um kundenspezifische Silizium-Chips für KI-Inferenz-Workloads in AWS-Rechenzentren zu entwickeln. Qualcomms CFO und COO, Akash Palkhiwala, bezeichnete die Amazon-Vereinbarung als entscheidenden Katalysator für die finanzielle Entwicklung des Unternehmens und verwies auf einen erheblichen Anstieg der Rechenzentren-Umsätze, der für die Geschäftsjahre 2027 und 2028 erwartet wird.

Der Deal kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Hyperscaler zunehmend über Nvidias dominante GPUs hinweg zu maßgeschneiderten Beschleunigern für spezifische Workloads blicken – ein Markt, in dem Broadcom und Marvell mit dem Entwurf von Chips für Kunden wie Google und Amazon beträchtliche Geschäfte aufgebaut haben. Für Qualcomm, das bisher vor allem als Lieferant von Smartphone-Prozessoren und Modems bekannt war, stellt die Vereinbarung einen der bisher konkretesten Schritte in diese umkämpfte Arena dar.

Die Struktur des Deals

Im Rahmen der Vereinbarung gewährte Qualcomm Amazon einen Optionsschein auf bis zu 25 Millionen Aktien zu einem Preis von je 161,26 USD – ein Paket mit einem potenziellen Wert von rund 4 Milliarden USD. Die Optionsscheine werden in Tranchen ausgeübt, die an kommerzielle Vereinbarungen mit Einkäufen von bis zu 60 Milliarden USD geknüpft sind; zunächst werden bei Abschluss 3,75 Millionen Aktien fällig. Derartige Optionsstrukturen schaffen Anreizkompatibilität, indem sie den Aktienwert an tatsächliche Einkaufsvolumina koppeln – die Kosten für den Kunden sinken also nur, wenn sich die Geschäftsbeziehung vertieft.

Die Zusammenarbeit geht über Prozessoren hinaus und umfasst Hochgeschwindigkeits-Lösungen für optische Konnektivität mit bis zu 1,6 Terabit pro Sekunde – ein Bereich, der an Bedeutung gewinnt, da KI-Cluster die Anforderungen an die Netzwerkbandbreite weiter erhöhen.

Umsätze aus diesen Engagements im Bereich kundenspezifischer Chips werden ab dem Dezember-Quartal erwartet; die Wafer-Produktion für erste Hyperscaler-Projekte läuft bereits.

Die größere Strategie: Das Leben nach den Smartphones

Die Umsätze aus Apple-bezogenen Produkten gehen zurück, da Apple eigene Modem-Technologie intern entwickelt – ein Wandel, der Qualcomm zu einer beschleunigten Diversifizierung gedrängt hat. Amazon reiht sich nun neben Meta und Microsoft als wichtiger Kunde in Qualcomms Bestreben ein, ein ernstzunehmender Akteur im Bereich Rechenzentrums-Chips zu werden.

Qualcomm strebt im Geschäftsjahr 2027 einen Rechenzentrums-Umsatz von 5 Milliarden USD an, der bis Geschäftsjahr 2029 auf 15 Milliarden USD steigen soll. Das weiterreichende Ziel des Unternehmens lautet, bis Geschäftsjahr 2029 einen Umsatz von 40 Milliarden USD außerhalb des Handy-Geschäfts zu erreichen. Ob diese Ziele erreicht werden, hängt von der Umsetzung gegenüber etablierten Wettbewerbern im Custom-Silizium-Markt und vom anhaltenden Appetit der Hyperscaler auf Alternativen zu Standard-GPUs ab – Entwicklungen, die im Blick zu behalten sind, wenn Qualcomm in den kommenden Quartalen über die Fortschritte seiner Rechenzentrums-Pipeline berichtet.