NachrichtenKryptoPlattsburgh erwägt 12-monatiges Moratorium für neue Krypto-Mining-Betriebe

Plattsburgh erwägt 12-monatiges Moratorium für neue Krypto-Mining-Betriebe

Autor: BitcoinKE·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die geplante landnutzungsrechtliche Maßnahme würde ein Jahr lang Genehmigungen für neue Anlagen mit einem Verbrauch von 300 Kilowatt oder mehr verhindern.
  • Der Stadtrat von Plattsburgh soll den Vorschlag Mitte September 2026 erneut prüfen.
  • Die Stadt verhängte bereits 2018 ein 18-monatiges Moratorium für das Bitcoin-Mining, nachdem Einwohner steigende Stromkosten angeführt hatten.
  • Der Bundesstaat New York beschloss 2022 ein separates zweijähriges Moratorium für neue, mit fossilen Brennstoffen betriebene Krypto-Mining-Anlagen.
  • Die Verfügbarkeit und die Kosten von Elektrizität bleiben zentrale Einschränkungen für Krypto-Miner und prägen zunehmend die lokale Regulierung.
Plattsburgh erwägt 12-monatiges Moratorium für neue Krypto-Mining-Betriebe

Plattsburgh im US-Bundesstaat New York erwägt ein 12-monatiges Moratorium für neue, energieintensive Betriebe zum Mining von Kryptowährungen. Damit leben die Bedenken über die Belastung der lokalen Stromversorgung durch groß angelegte Mining-Aktivitäten erneut auf.

Die geplante landnutzungsrechtliche Maßnahme würde die Genehmigung neuer Rechenzentren mit einem Verbrauch von 300 Kilowatt oder mehr aussetzen, darunter auch Anlagen für das Mining von Kryptowährungen. Die Stadt hat eine öffentliche Anhörung zu dem Vorschlag abgehalten, doch Bürgermeister Wendell Hughes hatte das Moratorium zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht genehmigt. Der Stadtrat soll die Maßnahme Mitte September 2026 erneut prüfen. Dies ist der nächste geplante Zeitpunkt, zu dem der Vorschlag vorangebracht werden könnte.

Der Vorschlag knüpft an Plattsburghs frühere Reaktion auf das Krypto-Mining an. Der Zugang der Stadt zu kostengünstiger Wasserkraft hatte sie zu einem attraktiven Standort für energieintensive Mining-Betriebe gemacht. Die zusätzliche Nachfrage im lokalen Stromnetz verstärkte die von den Einwohnern geäußerten Bedenken über die Stromkosten. Im Jahr 2018 gehörte Plattsburgh zu den ersten US-Kommunen, die ein vollständiges Moratorium für das Bitcoin-Mining verhängten, nachdem Einwohner ihre Sorge über steigende Stromkosten geäußert hatten. Diese Beschränkung blieb 18 Monate lang in Kraft.

Der jüngste Vorschlag macht eine anhaltende Herausforderung für Bitcoin-Miner deutlich: die Sicherung günstiger und zuverlässiger Elektrizität. Mining-Betriebe benötigen große Mengen Strom, um spezialisierte Rechengeräte rund um die Uhr zu betreiben. Der Bundesstaat New York hat sich bereits auf breiterer Ebene mit diesem Thema befasst und 2022 ein zweijähriges Moratorium für neue, mit fossilen Brennstoffen betriebene Krypto-Mining-Anlagen beschlossen. Die Maßnahme in Plattsburgh betrifft jedoch die kommunale Landnutzung und nicht die Genehmigungsregeln des Bundesstaats. Angesichts steigender Stromkosten und eines zunehmend umkämpften Mining-Geschäfts prüfen Kommunen mit begrenzten Stromkapazitäten immer häufiger, ob Mining-Betriebe ihre Auswirkungen auf die lokalen Energiemärkte rechtfertigen.

Der Druck hat außerdem dazu beigetragen, dass sich einige Mining-Unternehmen künstlicher Intelligenz und dem High-Performance-Computing zuwenden, für die eine ähnliche, energieintensive Rechenzentrumsinfrastruktur genutzt werden kann. Für das Krypto-Mining ist die Debatte in Plattsburgh jedoch ein weiteres Zeichen dafür, dass Verfügbarkeit und Kosten von Elektrizität zu den größten Einschränkungen der Branche gehören und zunehmend auch zu regulatorischen Fragen werden.

Quelle: BitcoinKE