Philippinische Fintech-Gruppe empfiehlt KI-Gegenmaßnahmen als notwendigen Schutz vor Betrug
Wichtige Erkenntnisse
- •Fintech Alliance.PH-Trustee Lawrence Y. Ferrer sagte, Unternehmen müssten KI-gestützte automatisierte Systeme einsetzen, um hohe Transaktionsvolumen zu filtern und verdächtige Aktivitäten zu erkennen.
- •KI-Tools haben Betrug erheblich ausgefeilter gemacht; zur Bekämpfung organisierter Betrüger sind sowohl neueste Technologie als auch Koordination zwischen Aufsichtsbehörden und Industrie erforderlich.
- •Von Ferrer zitierte Branchendaten zeigen, dass Betrüger Gelder zunehmend aus den Philippinen verlagern, wobei Online-Gaming der am leichtesten zugängliche Kanal für die Verbringung ins Ausland ist.
- •Eine Studie der Global Anti-Scam Alliance ergab, dass 73% der befragten Filipinos Geld an Betrüger über digitale Geldbörsen überwiesen haben, was E-Wallets zu einem bevorzugten Anknüpfungspunkt für Betrug macht.
- •Trotz Know-your-Customer-Schutzmaßnahmen schafft der Online-Kontoeröffnungsprozess für E-Wallets eine niedrigere Eintrittshürde für Betrüger als die physischen Anforderungen traditioneller Banken.

Branchen werden laut dem philippinischen Fintech-Verband Fintech Alliance.PH künstliche Intelligenz (KI) einsetzen müssen, um Betrug einzudämmen, da Betrugsmaschen immer ausgefeilter werden.
Die Warnung verdeutlicht den Zielkonflikt im Zentrum des Wachstums des digitalen Finanzwesens auf den Philippinen: Derselbe reibungsarme Zugang, der E-Wallets für Verbraucher bequem macht, macht sie auch für Betrüger attraktiv.
Lawrence Y. Ferrer, Präsident und Chief Executive Officer der CIS Bayad Center, Inc. und Trustee von Fintech Alliance.PH, erklärte am Rande eines Forums in der vergangenen Woche gegenüber Reportern, Unternehmen müssten ihre Abwehrmaßnahmen automatisieren, um mit Betrügern Schritt zu halten.
„For you to compete head-on with fraudsters, you need to use AI because with the volume of transactions, you need a more secure automated way to filter them, to check if transactions are suspicious… the best way to track that is (to have the capacity to handle volume)“, sagte er.
Herr Ferrer sagte, KI habe Betrug zu einem komplizierteren Problem gemacht, das nicht nur neueste Technologie, sondern auch Koordination zwischen Aufsichtsbehörden und Industrie erfordere.
„With the advent of AI, the level of sophistication in defrauding customers increases significantly. Fraudsters are highly organized. The way to combat them is for the whole industry to band together, to share information, and to provide both education… and improved security“, sagte er.
„Security requires also using the tools available on the market. So AI is definitely a powerful tool to protect customers.“
Er ergänzte, Branchendaten zeigten, dass Betrüger mit steigender Geschwindigkeit Gelder aus den Philippinen verlagerten, wobei Online-Gaming der am leichtesten zugängliche Kanal für die Verbringung von Geldern ins Ausland sei.
„When you take a look at the industry data, there's a notable increase in the way money is (brought out) by fraudsters. They have to move money… outside the Philippines. We all know for a fact that the easiest or the most accessible mechanism (to bring out money) is online gaming“, sagte Herr Ferrer.
E-Wallets, so er, seien zu einem bevorzugten Anknüpfungspunkt für Betger geworden, die Verbraucher schädigen. Er verwies auf eine Studie der Global Anti-Scam Alliance, einer gemeinnützigen Organisation, die die Betrugsanfälligkeit in verschiedenen Ländern untersucht, derzufolge 73% der befragten Filipinos Geld an Betrüger über digitale Geldbörsen überwiesen hatten.
Er führte diese Verwundbarkeit auf die einfache Eröffnung digitaler Konten zurück.
„Just remember, banks are primarily brick and mortar, physical stores. When you want to apply for a bank account, you have to physically go to a bank, most of the time. However, for digital wallets, you do it online. So the ease of applying creates that level of vulnerability. It's a level more fraudsters can access“, sagte er.
Er stellte fest, dass die Nutzung von E-Wallets trotz Know-your-Customer-(KYC-)Schutzsystemen — der Identitätsprüfungen, die Finanzdienstleister durchführen, um zu bestätigen, wer ein Konto eröffnet — zugenommen hat.
„(Dealing with a bank) requires you to be physically present and provide your physical identification. On the other hand, for wallets (the process is) digital. You have the convenience of using your mobile phone to register your details“, sagte er.
„The barrier to entry is easier for fraudsters because of accessibility… Digital is obviously easier compared to over-the-counter.“
Wie schnell sich die von ihm geforderte Koordination zwischen Aufsichtsbehörden und Industrie herausbildet — insbesondere im Bereich des Informationsaustauschs und der von ihm beschriebenen Schwachstellen digitaler Geldbörsen — ist eine der offenen Fragen, die seine Äußerungen für den Betrugsschutz der Philippinen hinterlassen.
Quelle: BusinessWorld, Berichterstattung von Aaron Michael C. Sy