PBoC setzt USD/CNY-Mittelkurs auf 6,7804 – schwächer als der Schätzwert von 6,7104
Wichtige Erkenntnisse
- •Die PBoC hat den zentralen Paritätssatz für USD/CNY auf 6,7804 festgelegt – schwächer als der Marktschätzwert von 6,7104, mit einer Differenz von mehr als 0,07 Yuan.
- •Der Onshore-Yuan darf innerhalb einer Bandbreite von plus oder minus 2% um das tägliche Fixing handeln, das im verwalteten Floating-System der PBoC festgelegt wird.
- •Das tägliche Fixing wird jeden Morgen vom China Foreign Exchange Trade System veröffentlicht und als Signal für die Währungshaltung der Zentralbank beobachtet.
- •Ein schwächeres Yuan-Fixing kann die Exportwettbewerbsfähigkeit stützen, indem es chinesische Waren in Fremdwährung verbilligt.
- •Die PBoC hat über 7-Tage-Reverse-Repos 1 Milliarde Yuan zu einem unveränderten Satz von 1,4% injiziert und damit – bei 5 Milliarden Yuan fälligen Beträgen – netto 4 Milliarden Yuan abgezogen.

Die Volksbank China (PBoC) hat den zentralen Paritätssatz für das Währungspaar USD/CNY für die bevorstehende Handelssitzung auf 6,7804 festgelegt – ein schwächeres Fixing für den Yuan als der Marktschätzwert von 6,7104.
Der zentrale Paritätssatz, auch Referenzkurs oder tägliches Fixing genannt, dient als Mittelkurs, um den der Onshore-Yuan (CNY) handeln darf. Im Rahmen des verwalteten Floating-Wechselkurssystems der PBoC darf der Yuan innerhalb einer Bandbreite von plus oder minus 2% um diesen täglichen Referenzkurs schwanken.
Das tägliche Fixing wird jeden Morgen vom China Foreign Exchange Trade System (CFETS) veröffentlicht und von den Märkten aufmerksam als Signal für die Haltung der Zentralbank zur Währung beobachtet. Ein Fixing, das stärker oder schwächer als die Analystenschätzungen ausfällt, wird häufig als Hinweis auf die offiziellen Absichten in der Wechselkurssteuerung interpretiert. Die Differenz zwischen Fixing und Analystenschätzungen – in diesem Fall mehr als 0,07 Yuan, wobei der offizielle Kurs schwächer für den Yuan als erwartet festgesetzt wurde – ist die Kennzahl, auf die Händler in der Regel achten, da anhaltend große Abweichungen in eine Richtung als Bereitschaft gelesen werden, Währungsbewegungen zu tolerieren oder ihnen entgegenzuwirken. Fixings, die den Yuan schwächer ausweisen, können die Exportwettbewerbsfähigkeit stützen, indem sie chinesische Waren in Fremdwährung günstiger machen – ein Aspekt, der in der Diskussion über die chinesische Wechselkurspolitik regelmäßig eine Rolle spielt.
Der Yuan handelt in zwei Hauptformen: als Onshore-Yuan (CNY), der dem täglichen Fixing und der Handelsbandbreite unterliegt, und als Offshore-Yuan (CNH), der freier an Märkten wie Hongkong gehandelt wird. Das Verhältnis zwischen beiden wird selbst als Gradmesser für den Marktdruck auf die Währung beobachtet.
In ihren Offenmarktoperationen am selben Tag hat die PBoC über 7-Tage-Reverse-Repos 1 Milliarde Yuan injiziert und den Satz unverändert bei 1,4% belassen. Da 5 Milliarden Yuan solcher Operationen heute fällig wurden, ergab sich ein Netto-Abzug von 4 Milliarden Yuan aus dem Geldmarkt.
Reverse-Repos sind ein routinemäßiges Instrument der Liquiditätssteuerung, mit dem die PBoC die kurzfristigen Liquiditätsbedingungen im Bankensystem reguliert. Der moderate Umfang des Netto-Abzugs spricht für Routineoperationen而非 einen deutlichen Kurswechsel in der Liquiditätspolitik; Marktteilnehmer beobachten diese täglichen Operationen in der Regel gemeinsam mit dem Fixing, um sich ein vollständigeres Bild von der Politik der Zentralbank zu machen.
Quelle: investinglive.com