Palantir-Aktie (PLTR) springt um 7,7 % auf erweiterte PwC-Partnerschaft hoch, während Michael Burry erneut warnt
Wichtige Erkenntnisse
- •Die Palantir-Aktie legte am Donnerstag um 7,7 % zu – der größte Tagesgewinn seit etwa einem Monat – infolge einer erweiterten Partnerschaft mit PwC US.
- •PwC US wird seine Dienstleistungen im Bereich Geschäftstransformation mit Palantirs Daten- und KI-Software kombinieren, um Enterprise-Kunden bei der unternehmensweiten KI-Anwendung zu unterstützen.
- •Palantir unterhält bereits Enterprise-KI-Partnerschaften mit Deloitte und Accenture, die Datenanalyse, Workflow-Automatisierung und den breiteren KI-Einsatz umfassen.
- •Michael Burry erneuerte seine bearische Haltung und argumentierte, Palantir ähnele einem Beratungsunternehmen und könne von rund 440 Milliarden US-Dollar auf unter 100 Milliarden US-Dollar fallen.
- •Die Stimmung privater Anleger auf Stocktwits blieb nach dem Anstieg bearisch; Händler wägen die KI-Nachfrage gegen Bewertungs- und Umsatzqualitätsbedenken ab.

Die Palantir-Aktie (PLTR) stieg am Donnerstag um 7,7 % – der stärkste Tagesgewinn seit etwa einem Monat – infolge einer erweiterten Partnerschaft zwischen Palantir Technologies und PwC US, die dem Unternehmen einen weiteren Vertriebskanal für seine KI- und Analyse-Tools im Enterprise-Bereich eröffnet. Der Kursanstieg folgte auf zwei Verlusttage und kam einen Tag, nachdem Anleger Michael Burry seine bearische Haltung zu Palantir erneuert und infrage gestellt hatte, ob der Marktwert das zugrunde liegende Geschäftsmodell widerspiegelt.
Palantir-Aktie profitiert von erweiterter PwC-Partnerschaft
PwC US erklärte, die erweiterte Zusammenarbeit verbinde die Arbeit des Beratungsunternehmens im Bereich der Geschäftstransformation mit Palantirs Daten- und KI-Software. Beide Unternehmen planen, Kunden dabei zu unterstützen, Abläufe zu verbessern, Entscheidungen zu fundieren und KI unternehmensweit einzusetzen.
Patrick Pugh, Leader Global Alliances and Ecosystem bei PwC US, sagte, die Chance bei der KI gehe über einzelne Projekte hinaus; Unternehmen könnten die Technologie nutzen, um ihre operativen Abläufe grundlegend zu verändern.
Palantir arbeitet bereits mit Deloitte und Accenture an Enterprise-KI-Projekten. Diese Partnerschaften umfassen Datenanalyse, Workflow-Automatisierung, Unternehmenssysteme und den breiteren KI-Einsatz und verschaffen Palantir damit mehrere große Beratungspartner für KI-Einführungen im Unternehmensumfeld. Derartige Allianzen sind für Enterprise-Softwareanbieter bedeutend, da große Beratungshäuser etablierte Kundenbeziehungen und Umsetzungskapazitäten mitbringen, was Anbietern helfen kann, Unternehmenskunden zu erreichen, die KI-Tools oft nicht eigenständig einführen können.
Burry erneuert Kritik an Palantirs Bewertung
Burry kritisierte Palantir am Mittwoch mit dem Argument, das Unternehmen agiere eher wie ein Beratungsunternehmen als ein klassischer Softwareanbieter. Zudem sagte er, die Bewertung von rund 440 Milliarden US-Dollar lasse Raum für einen scharfen Rückgang. Burry ist für seine konträren Wetten bekannt, darunter eine weithin beachtete Position gegen Subprime-Hypothekenpapiere vor der Finanzkrise 2008.
Der Investor verwies auf steigende Forderungen, eine im Vergleich zu einigen Softwarekonkurrenten niedrigere Quote an verzögerter Umsatzrealisierung, aktienbasierte Vergütung, Steuervorteile und Ausgaben des Managements als Kritikpunkte. Er warnte, Palantir könne langfristig unter eine Bewertung von 100 Milliarden US-Dollar fallen. Kennzahlen wie verzögerte Umsatzrealisierung und Forderungen werden häufig zur Beurteilung von Softwareunternehmen herangezogen, da vorausgezahlte Abonnementzahlungen und die Geschwindigkeit des Zahlungseingangs Hinweise auf Nachfragestärke und Umsatzqualität geben können.
Burry hatte seine bearische Position in PLTR erstmals im November vergangenen Jahres offengelegt. Seither stellt er wiederholt die Bewertung des Unternehmens und die KI-bezogene Nachfrage infrage.
Stimmung privater Anleger bleibt zurückhaltend
Die Stimmung privater Anleger auf Stocktwits blieb am Donnerstag trotz des Kursanstiegs bearisch. Einige Händler kritisierten Burrys wiederholt negative Prognosen und argumentierten, seine Sichtweise passe nicht zu Palantirs Geschäftsdynamik. Andere Nutzer konzentrierten sich auf Bewertung und Erwartungen an künftiges Wachstum. Die Diskussion zeigte, dass Händler weiterhin die KI-Nachfrage gegen Bedenken hinsichtlich Kursniveau, Umsatzqualität und langfristiger Renditen abwägen.
Die PwC-Ankündigung verschafft Palantir einen weiteren großen Beratungspartner, während Unternehmen ihre KI-Ausgaben erhöhen. Anleger werden darauf achten, ob diese Beziehungen Umsatzwachstum und eine breitere Akzeptanz stützen; künftige Quartalszahlen werden zeigen, ob sich die partnerbasierte Strategie in anhaltende kommerzielle Nachfrage übersetzt. Zugleich halten Burrys jüngste Äußerungen die Bewertungsdebatte im Fokus. Die Palantir-Aktie bleibt an die Geschäftsentwicklung und die Erwartungen der Anleger an KI-Wachstum gekoppelt.
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