NachrichtenAktienAls Nächstes bei Enterprise AI: Die Kosten der Skalierung kontrollieren

Als Nächstes bei Enterprise AI: Die Kosten der Skalierung kontrollieren

Autor: AI Business·

Wichtige Erkenntnisse

  • Eine Harness-Umfrage unter 700 FinOps- und Engineering-Führungskräften ergab, dass ungefähr ein Viertel der Ausgaben für Enterprise AI verschwendet wird.
  • Mehr als die Hälfte der befragten Organisationen hat keine dedizierte Person, die für die Nachverfolgung und Verwaltung der AI-Kosten verantwortlich ist.
  • Unternehmen setzen für Routineaufgaben häufig größere und teurere AI-Modelle ein als nötig, selbst wenn die Kosten pro Token weiter sinken.
  • Eine in derselben Woche veröffentlichte EY-Umfrage bestätigte, dass Unternehmen Token-Kosten und Return on Investment stärker prüfen, während sie ihre AI-Investitionen aufrechterhalten.
  • Hyperscaler wie Microsoft, Alphabet und Meta haben ihre Berichterstattung zu den Geschäftsergebnissen stärker auf Umsetzung und Infrastruktureffizienz als auf bloße Ausgabensteigerungen ausgerichtet.
Als Nächstes bei Enterprise AI: Die Kosten der Skalierung kontrollieren

Ein neuer Bericht stellt fest, dass einer von vier AI-Dollars verschwendet wird. Das verdeutlicht eine wachsende Realität für Unternehmen: Die Herausforderung besteht nicht mehr nur darin, AI bereitzustellen, sondern die Kosten für den Betrieb in großem Maßstab zu kontrollieren. Da sich die AI-Ausgaben über die Organisationen hinweg ausbreiten, wird das Kostenmanagement genauso wichtig wie die Einführung selbst.

Die Erkenntnis stammt vom AI-Softwareentwicklungsplattform-Anbieter Harness und seinem 2026 State of AI in FinOps report, der auf einer Umfrage unter 700 FinOps- und Engineering-Führungskräften basiert. FinOps — kurz für Financial Operations — entstand als Disziplin im Zuge des Wechsels zum Cloud-Computing, als Unternehmen erkannten, dass sie spezielle Verfahren zur Verwaltung variabler Infrastrukturkosten benötigen; inzwischen wird es auch auf AI angewendet. Laut Bericht fehlt mehr als der Hälfte der Organisationen eine dedizierte Verantwortlichkeit für AI-Kosten, was es erschwert, Ausgaben zu verfolgen oder Verschwendung zu identifizieren. Zudem setzen Unternehmen für Routineaufgaben häufig größere und teurere Modelle ein als nötig, während die zunehmende AI-Nutzung den Token-Verbrauch erhöht — also das Volumen an Textfragmenten, die Modelle verarbeiten und für die Anbieter abrechnen —, selbst wenn die Kosten pro Token sinken.

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Die Ergebnisse von Harness spiegeln einen breiteren Wandel in Enterprise AI wider. In den vergangenen zwei Jahren lag der Fokus darauf, generative AI im gesamten Unternehmen einzuführen. Nun besteht die Aufgabe darin, sicherzustellen, dass diese Implementierungen bei wachsender Nutzung finanziell tragfähig bleiben.

Die Ergebnisse standen nicht isoliert da. Eine diese Woche veröffentlichte EY survey ergab, dass Unternehmen zwar weiterhin in AI investieren, den Token-Kosten und dem ROI aber deutlich mehr Aufmerksamkeit schenken. Parallel dazu stellten Schneider Electric und AMD einen blueprint for AI factories vor, ein weiteres Zeichen dafür, dass Unternehmen sich davon entfernen, zu beweisen, dass AI funktioniert, und hin zum Aufbau einer Infrastruktur, die den Betrieb im großen Maßstab unterstützen kann.

Dieser Wandel zeigte sich auch in den Quartalszahlen der Hyperscaler, wobei Microsoft, Alphabet und Meta eher die Umsetzung von Deployments und Infrastruktur als schlicht steigende AI-Ausgaben betonten. Zusammengenommen legen die Entwicklungen der Woche nahe, dass die nächste Phase von Enterprise AI weniger durch die Höhe der Ausgaben als durch die Effektivität des Investitionsmanagements definiert sein wird.

Enterprise AI scheint einem vertrauten Muster zu folgen. Ähnlich wie zuvor beim Cloud-Computing weicht der frühe Wettlauf um die Einführung der Technologie einem stärkeren Fokus auf Kostenmanagement, Ertragsmessung und nachhaltige Skalierung von Deployments. Unternehmen, die AI als operative Fähigkeit und nicht als ergebnisoffenes Experiment behandeln, könnten künftig besser positioniert sein.

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