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Ölpreise werden bis zu den US-Wahlen stabil bleiben, sagt Energy Outlook Advisors

Autor: CNBC-TV18 Markets·

Wichtige Erkenntnisse

  • Anas Alhajji prognostiziert, dass Brent-Rohöl während des US-Wahlzeitraums im Bereich von 80 Dollar handeln wird.
  • Die aktuelle Volatilität am Ölmarkt wird eher durch Lieferausfälle im Schwarzen Meer als durch Entwicklungen rund um die Straße von Hormuz getrieben.
  • Der Rückgang der Ölnachfrage ist im Vergleich zu den Prognosen von IEA und EIA begrenzt.
  • Alhajji forderte Indien auf, seine strategischen Ölreserven als Puffer gegen Lieferunterbrechungen und Preisspitzen auszubauen.
  • Indiens strategische Reserven bleiben im Vergleich zu den Beständen der Vereinigten Staaten, Chinas und Japans bescheiden.
Ölpreise werden bis zu den US-Wahlen stabil bleiben, sagt Energy Outlook Advisors

Ölpreise werden laut Anas Alhajji von Energy Outlook Advisors im Vorfeld der US-Wahlen weitgehend stabil bleiben; er prognostiziert, dass Brent-Rohöl während des Wahlzeitraums im Bereich von 80 Dollar handeln wird. US-Wahlzyklen sind in Energiemärkten typischerweise eine Phase erhöhter Aufmerksamkeit, da sich die politische Ausrichtung in Fragen wie Bohrgenehmigungen, Sanktionen und strategischen Reserven mit der neuen Regierung ändern kann – für Händler ein zusätzlicher Grund, die Preissignale rund um die Wahl genau zu beobachten.

Alhajji erklärte, dass die aktuelle Volatilität am Ölmarkt eher durch Lieferausfälle in der Schwarzmeerregion als durch Entwicklungen rund um die Straße von Hormuz verursacht wird, einem wichtigen Nadelöhr, durch das ein erheblicher Anteil der weltweiten Seeölfracht und der Erdölprodukte verläuft. Diese Unterscheidung ist bedeutsam, da die beiden Regionen unterschiedliche Sorten und Schifffahrtsrouten betreffen: Störungen im Schwarzen Meer treffen in erster Linie die Rohölexporte der Produzenten in diesem Becken, während ein Zwischenfall an der Straße von Hormuz ein weitaus größeres Volumen an Golf-Lieferungen nach Asien und Europa bedrohen würde.

Auf der Nachfrageseite stellte er fest, dass der Rückgang der Ölnachfrage im Vergleich zu den Prognosen der Internationalen Energieagentur (IEA) und der US Energy Information Administration (EIA) begrenzt war – zwei der genauesten beobachteten Quellen für Projektionen globaler Energiemärkte. Derartige Prognoseabweichungen haben Folgen, da IEA- und EIA-Ausblicke von Regierungen und Händlern weitgehend zur Planung von Angebot, Raffination und Beschaffung genutzt werden; eine tatsächliche Nachfrage, die unter diesen Projektionen liegt, kann den Preisdruck dämpfen.

Alhajji forderte Indien zudem auf, seine strategischen Ölreserven auszubauen. Strategische Reserven ermöglichen es Ländern, ihre Volkswirtschaften gegen Lieferunterbrechungen und starke Preisspitzen abzusichern. Indien ist als einer der größten Rohölimporteure der Welt stark auf ausländisches Öl angewiesen, um seinen Energiebedarf zu decken. Indiens bestehendes strategisches Reservoirprogramm bleibt im Vergleich zur Importabsicherung großer Verbraucher wie den Vereinigten Staaten, China und Japan bescheiden, die als Mitglieder koordinierter Freigabemechanismen wie dem System der Internationalen Energieagentur deutlich größere Notbestände halten.

Brent-Rohöl ist der führende internationale Referenzmaßstab für Ölpreise, und sein Verlauf wird von importabhängigen Volkswirtschaften – darunter Indien, wo Kraftstoffkosten direkt in Inflation und Haushaltsbudgets einfließen – genau beobachtet.