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Öl auf Kurs für zweiten Wochenanstieg, da US-Iran-Spannungen das Angebot belasten

Autor: CryptoBriefing·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Ölpreise steuern inmitten anhaltender US-Iran-Spannungen auf einen zweiten Wochenanstieg in Folge zu.
  • Brent-Rohöl wurde zwischen $91.8 und $93.8 je Barrel gehandelt, während WTI in einer Spanne von $84.2 bis $88.3 je Barrel lag.
  • Brent hat im vergangenen Monat um 0.9% zugelegt, da der Markt mögliche Angebotsstörungen einpreist.
  • Prognosemärkte sehen bis Ende September eine 3%ige Chance auf ein neues Allzeithoch beim Öl und bis zum 31. Dezember eine Chance von 14%.
  • Irans Lage nahe der Straße von Hormus lässt einen großen Teil der globalen Ölflüsse geopolitischen Risiken ausgesetzt.
Öl auf Kurs für zweiten Wochenanstieg, da US-Iran-Spannungen das Angebot belasten

Die Ölpreise sind auf Kurs für einen zweiten aufeinanderfolgenden Wochenanstieg, getrieben von anhaltenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran, die die Lieferketten beeinflussen. Der geopolitische Risikofaktor hat dazu beigetragen, eine Prämie am Ölmarkt aufrechtzuerhalten. Brent-Rohöl — der Referenzpreis für einen großen Teil des international gehandelten Öls der Welt — notiert zwischen $91.8 und $93.8 je Barrel, während West Texas Intermediate (WTI), die wichtigste US-Benchmark, zwischen $84.2 und $88.3 je Barrel liegt. Brent-Rohöl ist im vergangenen Monat um 0.9% gestiegen, was den Fokus des Marktes auf mögliche Angebotsstörungen verdeutlicht. Diese Bewegung steht im Einklang mit der typischen Marktreaktion auf geopolitische Risiken, da die Möglichkeit weiterer Instabilität die Ölpreise weiter beeinflussen könnte. Iran liegt neben der Straße von Hormus, dem Engpass am Persischen Golf, durch den etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls fließt; dieser Korridor stand in früheren Phasen von US-Iran-Spannungen wiederholt im Mittelpunkt von Sorgen um die Versorgung.

Die Marktpreise deuten darauf hin, dass die anhaltenden US-Iran-Spannungen eine Unterstützung für höhere Ölpreise darstellen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Öl bis Ende September ein neues Allzeithoch erreicht, bleibt niedrig; die aktuellen Quoten am Prognosemarkt liegen bei 3%. Ein neuer Rekord würde bedeuten, den Höchststand vom Juli 2008 zu übertreffen, als Brent nahe $147 je Barrel gehandelt wurde — deutlich über der heutigen Spanne —, was die niedrigen kurzfristigen Quoten erklärt. Der Markt für den 31. Dezember zeigt eine höhere Wahrscheinlichkeit für ein neues Hoch; aktuell wird dies mit 14% YES bewertet, was darauf hindeutet, dass Marktteilnehmer in den kommenden Monaten mögliche Impulse sehen.

Was zu beobachten ist

Beobachter sollten die Entwicklungen in den US-Iran-Beziehungen verfolgen, da jede Eskalation oder Deeskalation die Ölpreise erheblich beeinflussen könnte. Schlüsselfiguren wie Mohammad Sanusi Barkindo von OPEC — der Produzentengruppe, deren Förderentscheidungen das globale Angebot prägen — sowie Abdulaziz bin Salman Al Saud, Saudi-Arabiens Energieminister, dessen Land der größte Produzent von OPEC und einer der weltweit größten Ölexporteure ist, könnten Einblicke oder politische Änderungen liefern, die die Marktdynamik beeinflussen. Irans Ölexporte sind seit Langem durch US-Sanktionen eingeschränkt, sodass Änderungen in der Sanktionspolitik oder deren Durchsetzung direkt auf das verfügbare Angebot wirken. Neue geopolitische Entwicklungen oder wirtschaftliche Sanktionen, die das Ölangebot betreffen, könnten die aktuellen Markterwartungen verändern. Achten Sie auf Aktualisierungen, die die Wahrscheinlichkeit neuer Höchststände beim Öl stützen oder mindern könnten.