NYSE nutzt Anthropics Project Glasswing zur Stärkung der Cybersicherheit
Wichtige Erkenntnisse
- •NYSE-Präsidentin Lynn Martin sagte am 2. September 2026 vor dem Finanzausschuss des US-Repräsentantenhauses zum Einsatz von Claude Mythos Preview aus, mit dem Sicherheitslücken – teils Jahrzehnte alt – erkannt und behoben wurden.
- •Die Intercontinental Exchange, Muttergesellschaft der NYSE, trat Project Glasswing am 3. Juni 2026 bei und setzte Claude Mythos Preview auf allen ihren Plattformen ein.
- •Anthropic startete Project Glasswing am 7. April 2026 zunächst mit Partnern wie AWS, Apple, Google und Microsoft, bevor der Zugang ausgeweitet wurde.
- •Partner berichteten von mehr als zehnfach verbesserten Fehlerfindungsraten; tausende kritische Schwachstellen wurden aufgedeckt.
- •Bis Anfang Juni 2026 umfasste Project Glasswing rund 150 Organisationen aus den Sektoren Gesundheitswesen, Energieversorgung und Telekommunikation; Anthropic hat bis zu 100 Millionen US-Dollar an Nutzungsguthaben und 4 Millionen US-Dollar an Sicherheitsspenden zugesagt.

Die New York Stock Exchange hat Claude Mythos Preview eingesetzt, ein Anthropics-Modell, das im Rahmen der breiter angelegten Initiative Project Glasswing bereitgestellt wird, um Cybersicherheitslücken in ihren Systemen zu identifizieren und zu beheben.
NYSE-Präsidentin Lynn Martin sagte am 2. September 2026 vor dem Finanzausschuss des US-Repräsentantenhauses aus und erläuterte, wie die Technologie der Börse eine schnelle Erkennung und Behebung von Sicherheitslücken ermöglichte. Ihren Angaben zufolge bestanden einige dieser Schwachstellen bereits seit Jahrzehnten in der Codebasis – ein verbreitetes Problem bei Finanzmarktinfrastrukturen, da Börsen und Abwicklungssysteme auf langlebigen Codebasen laufen, die sich nur schwer manuell im großen Maßstab prüfen lassen. Die Aussage ordnete den Einsatz auch in einen regulatorischen Kontext ein: Börsen wie die NYSE gelten als systemisch bedeutsame Finanzmarkteinrichtungen, und Kongressausschüsse haben die Prüfung ihrer operativen Widerstandsfähigkeit und Cybersicherheitslage in den letzten Jahren verschärft.
Was Project Glasswing tatsächlich leistet
Anthropic startete Project Glasswing am 7. April 2026 und gab ausgewählten Organisationen Zugang zu Claude Mythos Preview, einem Modell, das speziell für tiefgehende Codeanalyse und Schwachstellenerkennung entwickelt wurde. Das Programm begann mit namhaften Partnern wie AWS, Apple, Google und Microsoft, bevor es ausgeweitet wurde.
Die Intercontinental Exchange, Muttergesellschaft der NYSE, trat der Initiative am 3. Juni 2026 offiziell bei und setzte Claude Mythos Preview auf allen ihren Plattformen ein.
Partner, die das Modell testeten, berichteten, dass die Fehlerfindungsraten im Vergleich zu früheren Methoden um mehr als das Zehnfache stiegen. Tausende kritische Schwachstellen wurden aufgedeckt, von denen einige jahrelang unentdeckt geblieben waren.
Claude Mythos Preview kostet 25 US-Dollar pro Million Eingabe-Token und 125 US-Dollar pro Million Ausgabe-Token. Zudem hat Anthropic bis zu 100 Millionen US-Dollar an Nutzungsguthaben sowie 4 Millionen US-Dollar an Sicherheitsspenden zugesagt, um teilnehmende Organisationen zu unterstützen.
Von der Wall Street zu Krankenhäusern und Stromnetzen
Bis Anfang Juni 2026 war Project Glasswing auf rund 150 zusätzliche Organisationen ausgedehnt worden, die die Sektoren Gesundheitswesen, Energieversorgung und Telekommunikation abdecken – Branchen, die die US-Regierung als kritische Infrastruktur einstuft und in denen Softwarefehler potenzielle Folgen über ein einzelnes Unternehmen hinaus haben können. Die Breite der Adoptionsrate legt nahe, dass das Programm ein Testfall dafür sein wird, ob KI-gestützte Codeprüfungen zur Standardpraxis bei der Absicherung von Alt-Software in der gesamten Wirtschaft werden; weitere Aussagen vor dem Kongress oder Offenlegungen von Partnern könnten zeigen, wie weit sich der Ansatz verbreitet.