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Nvidias RTX-Spark-Systeme mit N1X-Chip erscheinen im Oktober in zwei Konfigurationen

Autor: Cryptopolitan·

Wichtige Erkenntnisse

  • Nvidia beginnt im Oktober mit dem Verkauf von RTX-Spark-Systemen auf Basis des N1X-Chips, die auf Windows-Laptops und kompakte Desktops zielen.
  • Der N1X erscheint in zwei Versionen; das höher positionierte Modell bietet eine 20-Kern-CPU, 6.144 CUDA-Kerne und bis zu 128 GB Unified Memory.
  • Acer und Lenovo kündigten auf der IFA neue Spark-Systeme an, ein Zeichen dafür, dass etablierte KI-PC-Lieferketten auf Nvidias Chip ausgeweitet werden.
  • Der Launch bringt Nvidia in Wettbewerb mit Qualcomms Snapdragon X, AMDs Ryzen AI und Intels Core Ultra im Markt der KI-PCs.
  • Anders als der entwicklerorientierte DGX Spark mit DGX OS ist der RTX Spark für Windows-Nutzer und alltäglich beschleunigte KI-Arbeiten konzipiert.
Nvidias RTX-Spark-Systeme mit N1X-Chip erscheinen im Oktober in zwei Konfigurationen

Nvidia beginnt im Oktober mit dem Verkauf von RTX-Spark-Systemen auf Basis seines N1X-Chips und bringt damit einen kompakten KI-PC zu Windows-Nutzern und den Hardwareherstellern, die für sie fertigen.

Der Launch erweitert Nvidias Desktop-KI-Offensive in Richtung Consumer-Laptops; Acer und Lenovo bereiten bereits entsprechende Geräte auf Basis des neuen Chips vor. Zugleich rückt Nvidia damit stärker in den Markt für Windows-auf-ARM-Laptops vor, in dem Qualcomms Snapdragon-X-Serie seit ihrem Debüt 2024 die präsenteste Option war und AMD sowie Intel weiterhin x86-basierte KI-PC-Prozessoren unter den Marken Ryzen AI und Core Ultra verkaufen.

Bis zu 6.144 CUDA-Kerne kombiniert mit 20 CPU-Kernen

Der N1X erscheint in zwei Versionen. Die höher positionierte Konfiguration kombiniert eine 20-Kern-CPU mit 6.144 CUDA-Kernen und 24 GB bis 128 GB Unified Memory, während die günstigere Version eine 18-Kern-CPU mit 5.120 CUDA-Kernen und 24 GB bis 32 GB Unified Memory vereint.

Unified Memory bedeutet, dass sich CPU und GPU einen gemeinsamen Speicherpool teilen – das ist wertvoll, wenn ein Gerät große KI-Modelle lokal laden muss.

Nvidias Produktseite beschreibt die Palette als „die Verschmelzung von NVIDIA AI und RTX-Grafik in schlanken Laptops und kompakten Desktops“ für „Kreative, Entwickler und Gamer“. Das Unternehmen zielt auf Notebooks und kompakte Desktops.

Acer und Lenovo kündigten auf der IFA, der Elektronikmesse in Berlin, neue Spark-Systeme an – ein Zeichen, dass Partner-Hardware mit dem Chip kommt. Beide Hersteller liefern bereits Windows-Geräte auf Qualcomms Snapdragon-X-Plattform aus; ihre frühe Unterstützung für den N1X deutet darauf hin, dass die etablierten KI-PC-Lieferketten auf Nvidias Chip ausgeweitet werden.

GB10 Grace Blackwell Chip richtet sich an Entwickler

Im vergangenen Jahr stellte Nvidia den DGX Spark vor, den das Unternehmen als weltweit kleinsten KI-Supercomputer bezeichnete.

Dieses Gerät wird vom GB10 Grace Blackwell Superchip angetrieben, liefert bis zu 1 Petaflop KI-Leistung mit 128 GB einheitlichem CPU-GPU-Speicher und bootet Nvidias Linux-basiertes DGX OS. Der DGX Spark wurde für Entwickler konzipiert.

Laut Nvidia können Nutzer auf dem System Inferenz mit Modellen von bis zu 200 Milliarden Parametern ausführen und Modelle mit bis zu 70 Milliarden Parametern lokal feintunen. Zwei verbundene Einheiten können Modelle mit bis zu 405 Milliarden Parametern verarbeiten, so das Unternehmen.

Der RTX Spark hingegen ist für Windows-Nutzer und alltäglich beschleunigte KI-Arbeiten konzipiert. Dass beide Produkte bis zu 128 GB Speicher unterstützen, zeigt, dass sie aus derselben Designfamilie stammen, aber unterschiedliche Kunden bedienen. Nach Oktober gilt es zu beobachten, welche weiteren PC-Hersteller den N1X übernehmen, wie die Systeme gegenüber Snapdragon X und x86-basierten KI-Laptops preistlich positioniert werden und ob Nvidias CUDA-Softwarestack für Käufer lokaler KI-Modelle zum entscheidenden Unterschied wird.