New York verklagt Kalshi auf 36 Milliarden Dollar wegen angeblich illegalen Glücksspielbetriebs
Wichtige Erkenntnisse
- •New York fordert den dreifachen Schadensersatz in Höhe des Dreifachen der Einnahmen Kalshis aus den umstrittenen Verträgen sowie Geldbußen von 100.000 Dollar pro verbotener Transaktion, wobei die Gesamtstrafen auf mindestens 36 Milliarden Dollar geschätzt werden.
- •Die Klage wirft Kalshi vor, Personen im Alter von 18 bis 20 Jahren den Zugang zur Plattform ermöglicht zu haben, was gegen die Mindestaltersanforderung von 21 Jahren für die Teilnahme an mobilen Sportwetten in New York verstößt.
- •Kalshi besitzt laut der Klageschrift des Bundesstaates keine Lizenz für die Durchführung von mobilen Sportwetten in New York.
- •Die CFTC vertritt die Auffassung, dass bundesweit regulierte Eventverträge in ihre Zuständigkeit fallen und nicht unter die Glücksspielgesetze der Bundesstaaten, was einen zentralen Bundesstaaten-Rechtskonflikt schafft, den der Fall möglicherweise beilegen hilft.
- •Die Klage folgt auf eine Entscheidung eines Bundesgerichts, die es abgelehnt hat, eine einstweilige Verfügung zu erlassen, die die Anwendung der Glücksspielgesetze von New York auf Kalshis Geschäfte blockieren würde.

Der Bundesstaat New York hat eine bedeutende Klage gegen die Predictionsmarkt-Plattform Kalshi eingereicht und wirft dem Unternehmen vor, in dem Bundesstaat ein unlizenziertes Glücksspielgeschäft zu betreiben. Die von der New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James am 31. Juli initiierte Klage wurde beim New York County Supreme Court eingereicht und fordert mindestens 36 Milliarden Dollar an Schadensersatz, Rückerstattung und Strafen.
Die Klage folgt auf eine aktuelle Entscheidung eines Bundesgerichts, die es abgelehnt hat, eine einstweilige Verfügung zu erlassen, die die Anwendung der Glücksspielgesetze von New York auf Kalshis Geschäfte blockieren würde. Dies unterstreicht den breiteren Rechtsstreit darüber, ob Eventverträge als regulierte Finanzprodukte oder als Glücksspiel nach Landesrecht behandelt werden sollten.
Unlizenzierte Eventverträge im Mittelpunkt
Gemäß der Klageschrift bot Kalshi Eventverträge für Sport, Wahlen und kulturelle Ereignisse an, ohne die erforderliche Glücksspiellizenz vom Bundesstaat zu erlangen. Die Plattform ermöglichte es Nutzern, auf die Ergebnisse realer Ereignisse zu wetten, was der Bundesstaat als mit Sportwetten vergleichbar ansieht und daher den Glücksspielgesetzen von New York unterwirft.
BREAKING: New York State has sued Kalshi in New York County Supreme Court for running an illegal gambling operation in New York through its prediction market platform, seeks restitution, disgorgement, civil penalties, damages, and preliminary and permanent injunctive relief. pic.twitter.com/smfK9byGNT — Daniel Wallach (@WALLACHLEGAL) July 31, 2026
https://x.com/WALLACHLEGAL/status/2083048123962634707
Der Bundesstaat fordert eine gerichtliche Verfügung, die Kalshi untersagen würde, solche Verträge in New York anzubieten, bis die Angelegenheit vollständig rechtlich geklärt ist. Darüber hinaus strebt New York Verbraucherentschädigungen, die Herausgabe von Gewinnen und punitive Schadensersatzleistungen an.
Strafen könnten Rekordniveau erreichen
Die in der Klage geforderten Geldstrafen sind beträchtlich. New York fordert den dreifachen Schadensersatz — das Dreifache der Einnahmen, die Kalshi aus den umstrittenen Verträgen erzielte — sowie Geldbußen von 100.000 Dollar für jede einzelne verbotene Transaktion. Die Behörden schätzen, dass die Gesamtschadensersatzsumme basierend auf einer umfassenden Überprüfung von Kalshis Geschäften im Bundesstaat mindestens 36 Milliarden Dollar erreichen könnte.
Falls bestätigt, wäre die Strafe die höchste, die jemals gegen eine Predictionsmarkt-Plattform verhängt wurde.
Bedenken hinsichtlich Lizenzierung und Altersverifikation
New York argumentiert, dass Kalshis Verträge Glücksspiel darstellen, da Nutzer Geld auf ungewisse Ergebnisse im Zusammenhang mit Sportereignissen und anderen öffentlichen Aktivitäten einsetzen. Der Bundesstaat betont, dass Kalshi keine Lizenz für die Durchführung von mobilen Sportwetten in New York besitzt.
Die Klageschrift wirft zudem Bedenken hinsichtlich Altersbeschränkungen auf. Während das Gesetz in New York vorschreibt, dass Teilnehmer an mobilen Sportwetten mindestens 21 Jahre alt sein müssen, behaupten die Behörden, dass Kalshi seine Dienste Personen im Alter von 18 bis 20 Jahren zugänglich gemacht hat.
Inzwischen vertritt die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) die Auffassung, dass bundesweit regulierte Eventverträge in ihre Zuständigkeit fallen und nicht unter die Glücksspielgesetze der Bundesstaaten. Diese Aufspaltung zwischen Bundes- und Landesebene ist zentraler Punkt des Falls, der dazu beitragen könnte zu klären, wie Produkte von Predictionsmärkten behandelt werden, wenn sie sich mit traditionellen Glücksspielregeln überschneiden.
Der Fall wurde beim New York County Supreme Court eingereicht. Die offizielle Pressemitteilung des Büros der Generalstaatsanwältin von New York ist unter ag.ny.gov verfügbar.