NEAR Protocol führt Post-Quantum-Signierung als Meilenstein in der Blockchain-Sicherheit ein
Wichtige Erkenntnisse
- •NEAR Protocol hat Unterstützung für Post-Quantum-Signierung angekündigt und eine Roadmap mit weiteren Details zu der Initiative veröffentlicht.
- •Die meisten Blockchains sichern Konten und autorisieren Transaktionen mit elliptischen Kurvensignaturen wie ECDSA und EdDSA, die ein ausreichend leistungsstarker Quantencomputer mit Shors Algorithmus prinzipiell brechen könnte.
- •NEARs Initiative steht im Einklang mit den ersten Post-Quantum-Kryptostandards, die das U.S. National Institute of Standards and Technology im August 2024 finalisiert hat, darunter die Signaturverfahren ML-DSA und SLH-DSA.
- •Quantenresistente Ansätze existieren bereits in der Branche, etwa hashbasierte Signaturen beim Quantum Resistant Ledger und Falcon-basierte Signaturen im State-Proof-System von Algorand.
- •Nach der Ankündigung wurden für NEAR keine Kursänderung und kein Volumen gemeldet; offene Fragen betreffen die Akzeptanz durch Entwickler und Unternehmen sowie die Migration bestehender Konten und Verträge auf neue Signaturverfahren.

NEAR Protocol hat seine Unterstützung für Post-Quantum-Signierung angekündigt, einen Schritt, den das Projekt als Meilenstein in der Blockchain-Sicherheit darstellt. Über die Entwicklung wurde von @NEARProtocol auf X berichtet, und das Projekt hat eine vollständige Roadmap mit weiteren Details veröffentlicht.
Die Ankündigung positioniert NEAR als Vorreiter bei der Post-Quantum-Bereitschaft, einem Bereich, der an Bedeutung gewinnt, da die Blockchain-Branche daran arbeitet, Netzwerke vor potenziellen Bedrohungen durch künftige Fähigkeiten des Quantencomputings zu schützen. Die technischen Auswirkungen sind konkret: Die meisten Blockchains, einschließlich großer Smart-Contract-Plattformen, sichern Konten und autorisieren Transaktionen mit elliptischen Kurvensignaturen wie ECDSA und EdDSA, also Verfahren, die ein ausreichend leistungsstarker Quantencomputer, der Shors Algorithmus ausführt, prinzipiell brechen könnte. Post-Quantum-Signaturen hingegen basieren auf mathematischen Problemen, von denen angenommen wird, dass sie quantenbasierten Angriffen widerstehen. Da Blockchains zunehmend auf ihre Sicherheitsmaßnahmen hin geprüft werden, ist NEAR in dieser Frage proaktiv vorgegangen.
Kontext
Die Nachricht kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der breitere Kryptomarkt gemischte Signale zeigt und die Ankündigung von NEAR Protocol unter Blockchain-Enthusiasten Aufmerksamkeit erregt. Die Initiative könnte die Attraktivität von NEAR für Entwickler und Unternehmen erhöhen, die Sicherheit priorisieren, ein zentraler Aspekt, da die Branche sich gegen künftige technologische Bedrohungen absichern will. Sie steht zudem im Einklang mit einer breiteren Standardisierungsbewegung: Im August 2024 hat das U.S. National Institute of Standards and Technology (NIST) seine ersten Post-Quantum-Kryptostandards finalisiert, darunter die digitalen Signaturverfahren ML-DSA und SLH-DSA, wodurch Entwicklern geprüfte Algorithmen zur Verfügung stehen. Quantenresistente Ansätze existieren bereits auch an anderer Stelle in der Branche, da das Quantum Resistant Ledger seit seinem Start hashbasierte Signaturen verwendet und Algorand Falcon-basierte Signaturen in sein State-Proof-System integriert hat, auch wenn sich die Ansätze zwischen den Chains stark unterscheiden.
Marktüberblick
Für NEAR wurden nach der Ankündigung keine Kursänderungen gemeldet, und das Volumen wurde mit null angegeben, während der Preis stabil blieb. Dadurch lag der Fokus eher auf den technologischen Auswirkungen der Entwicklung als auf unmittelbaren Marktschwankungen. Händler beobachten, wie NEARs Innovationen das Protokoll im sich wandelnden Blockchain-Umfeld gegenüber Wettbewerbern positionieren könnten.
NEAR Protocol ist eine Blockchain-Plattform, die für dezentrale Anwendungen und Dienste entwickelt wurde. Seine Initiative zur Post-Quantum-Signierung adressiert wachsende Sorgen über die Sicherheit der Blockchain-Technologie angesichts der Fortschritte im Quantencomputing und macht NEAR zu einem wichtigen Akteur in diesem entstehenden Feld.
Ausblick
Laut Bericht ist die zentrale Frage nun, wie sich die Post-Quantum-Signierungsfunktionen von NEAR auf die Akzeptanz bei Entwicklern und Unternehmen auswirken werden. Mit zunehmender Reife der Technologie könnte sie Finanzierung und Partnerschaften anziehen, die NEARs Marktposition stärken. Auch die Umsetzungsdetails werden ebenso wichtig sein wie die Ankündigung selbst: Eine Migration muss klären, wie bestehende Konten und Verträge auf neue Signaturverfahren umgestellt werden, und öffentlich sichtbare On-Chain-Schlüssel bleiben Teil des dauerhaften historischen Records. Beobachter werden zudem darauf achten, wie andere Protokolle auf diese Innovationen reagieren, während sich das Wettbewerbsumfeld weiterentwickelt.