NCC mahnt Straßenbauunternehmen nach mehr als 5.000 Glasfaserkabel-Schnitten im 1. Halbjahr 2026 zur Vorsicht und richtet Schutzkomitee ein
Wichtige Erkenntnisse
- •Die NCC teilte mit, dass zwischen Januar und Juni 2026 mehr als 5.000 Schnitte an Glasfaserkabeln registriert wurden; als Hauptursache wurden Straßenbau, Ausgrabungen und verwandte Tiefbauarbeiten genannt.
- •Ein Schnitt an einer Glasfaser kann den Netzbetrieb stören und Banken, Behörden, Bildung, Gesundheitswesen, Handel und Notfallkommunikation beeinträchtigen.
- •Telekommunikationsanbieter verzeichneten in den ersten drei Monaten des Jahres durchschnittlich 500 Glasfaser-Schnitte pro Woche sowie 19.384 Schnitte in einem Achtmonatszeitraum.
- •NCC und NSCDC hatten Auftragnehmer zuvor vor Schäden an Glasfaserkabeln gewarnt; diese sind durch die CNII Order 2024 und den Cybercrimes Act 2015 geschützt.
- •Ein ständiges Komitee zum Schutz von Glasfaserkabeln wurde von Bundesministerien eingesetzt; das Office of the National Security Adviser wurde in seine Mitgliedschaft aufgenommen.

Die Nigerian Communications Commission (NCC) hat Bauunternehmen und Ingenieure angewiesen, bei Straßenbau- und Sanierungsarbeiten im ganzen Land größere Vorsicht walten zu lassen und Schutzmaßnahmen zu ergreifen, nachdem die Telekombranche zwischen Januar und Juni 2026 mehr als 5.000 Schnitte an Glasfaserkabeln verzeichnet hatte.
Wie aus einer von Technext eingesehenen Mitteilung hervorgeht, äußerte NCC Executive Vice Chairman und CEO Dr. Aminu Maida diesen Appell am Dienstag während eines Stakeholder-Workshops im National Counter-Terrorism Centre (NCTC) unter dem Office of the National Security Adviser in Abuja.
Maida betonte, dass Glasfaserinfrastruktur als kritisches Kommunikations-Backbone Millionen von Nigerianern mit digitalen Diensten und wirtschaftlichen Chancen verbinde. Jeder Schnitt könne zu verschlechterter Netzqualität oder erheblichen Ausfällen führen und damit Unternehmen sowie digitale Zahlungssysteme beeinträchtigen. Telekommunikationsinfrastruktur fungiere als wichtige nationale Lebensader, die zentrale Bereiche wie Banken, staatliche Dienstleistungen, Bildung, Gesundheitswesen, Handel, Sicherheit und Notfallkommunikation verbinde.
Das Ausmaß des Problems ist für ein Land bedeutsam, das sein nationales Glasfaser-Backbone aktiv ausbaut, um seine Ziele zur Breitbanddurchdringung im Rahmen des National Broadband Plan 2020–2025 zu unterstützen. Schnitte an Glasfaserkabeln und damit verbundene Schäden am Kernnetz können essenzielle Dienste stören und zugleich steigende Reparaturkosten für Telekommunikationsanbieter sowie Produktivitätsverluste für Verbraucher verursachen. Laut Maida wurden mehr als 5.000 Glasfaser-Schnittvorfälle in der ersten Hälfte des Jahres 2026 auf Straßenbau, Ausgrabungen und damit verbundene Tiefbauarbeiten zurückgeführt.
"To a machine operator on a construction site, it may appear to be one buried cable. To the nation, it can mean failed calls, stalled payments, interrupted services and missed opportunities," sagte Maida.
Während Straßenbau für die Anbindung von Gemeinden unerlässlich sei, betonte Maida, müssten Auftragnehmer ihre Arbeiten so ausführen, dass die Glasfasernetze, auf denen die Wirtschaft beruht, geschützt werden. Nigeria führt derzeit umfangreiche Bundesstraßen-Sanierungs- und Ausbauprojekte in mehreren Bundesstaaten durch, was die Häufigkeit der Kontakte zwischen Tiefbauteams und verlegter Telekommunikationsinfrastruktur erhöht.
"We need both forms of infrastructure, and we need them to work together," fügte er hinzu.
Der NCC-Chef rief die relevanten Akteure dazu auf, eine koordinierte Strategie zu verfolgen, die auf die Vermeidung von Schäden an der Netzinfrastruktur statt auf Schuldzuweisungen ausgerichtet ist. Er räumte ein, dass kein Straßenbauunternehmen absichtlich eine Gemeinde vom Netz trennen wolle, ebenso wenig wie Anbieter den Straßenbau behindern wollten.
Zur Erinnerung: In den ersten drei Monaten des Jahres verzeichneten Telekommunikationsanbieter durchschnittlich 500 Glasfaser-Schnitte pro Woche. Außerdem lesenswert: Nigerianische Telekommunikationsunternehmen verzeichneten in 8 Monaten 19.384 Glasfaser-Schnitte.
Dies ist nicht das erste Mal, dass die Regulierungsbehörde Auftragnehmer vor vermeidbaren Glasfaser-Schäden gewarnt hat.
Anfang 2026 warnten die Behörde und das Nigeria Security and Civil Defence Corps (NSCDC) Bauunternehmen und Einzelpersonen vor fahrlässigen Praktiken, die während des Straßenbaus vermeidbare Schäden an Glasfaserkabeln verursachen. Unter Hinweis auf die Critical National Information Infrastructure (CNII) Order 2024 stellten die Behörden fest, dass Vandalismus an Telekommunikationsinfrastruktur eine Straftat darstellt.
Nach der Verordnung können Bauunternehmen und staatliche Auftragnehmer, die Glasfaserkabel beschädigen, den im Cybercrimes (Prohibition, Prevention, etc.) Act 2015 vorgesehenen Sanktionen unterliegen.
Trotz des bestehenden Rahmens und der rechtzeitigen Interventionen zur Verhinderung von Infrastrukturschäden, Vandalismus, Diebstahl und baubedingten Schäden steigen die Zahlen der Glasfaser-Schnitte weiter an.
In einem neuen Schritt teilte der NCC-Chef mit, dass die Permanent Secretaries des Federal Ministry of Works und des Federal Ministry of Communications, Innovation and Digital Economy das Standing Committee on the Protection of Fibre Optic Cables eingesetzt haben. Das Komitee soll praktische Koordinierungsmechanismen für die Zeit vor, während und nach Straßenarbeiten entwickeln.
Außerdem erklärte Maida, dass die Mitgliedschaft des Komitees kürzlich um Vertreter des Office of the National Security Adviser erweitert worden sei, um den Sicherheitsaspekten der Telekommunikationsinfrastruktur Rechnung zu tragen. Er forderte zudem Telekommunikationsanbieter auf, ihre jeweiligen Aufgaben beim Schutz vor Glasfaserschäden wahrzunehmen und die Abstimmung mit Auftragnehmern sicherzustellen.