NCC beginnt mit der Durchsetzung der Registrierung nicht registrierter SIM-fähiger Geräte in Nigeria
Wichtige Erkenntnisse
- •Die NCC arbeitet mit dem Zoll, Herstellern, Importeuren und Marktverbänden zusammen, um neue und bereits vorhandene SIM-fähige Geräte zu authentifizieren.
- •Das geplante CEIR wird ermöglichen, gestohlene Geräte in nigerianischen Mobilfunknetzen zu sperren, selbst wenn die SIM-Karte ausgetauscht wird.
- •Nicht registrierte Geräte können von den Netzen von MTN, Airtel, Globacom und T2mobile ausgeschlossen werden.
- •Das Register erfasst Verifizierungsinformationen auf IMEI-Basis und gewährt keinen Zugriff auf Anrufe, Nachrichten oder personenbezogene Daten der Nutzer.

Die Nigerian Communications Commission (NCC) hat begonnen, die Überwachung und Durchsetzung der Type-Approval-Anforderungen für SIM-fähige Geräte in Nigeria durch eine technologiegestützte Verifizierungsinitiative zu verstärken.
In einer von Nnenna Ukoha, Director of Public Affairs bei der NCC, unterzeichneten Erklärung teilte die Kommission mit, dass die Maßnahme Teil ihres Auftrags sei, sicherzustellen, dass nach Nigeria importierte, dort verkaufte und genutzte Kommunikationsgeräte den geltenden technischen und regulatorischen Standards entsprechen. Die offizielle Website der NCC ist unter ncc.gov.ng verfügbar.
Die Richtlinie soll gefälschte, minderwertige und illegal geschmuggelte Telefone aus dem Markt entfernen. Nach Angaben der Kommission soll der Verifizierungsprozess außerdem dazu beitragen, nicht zurückverfolgbare Geräte zu beseitigen, insbesondere solche, die bei betrügerischen Aktivitäten eingesetzt werden.
Gemäß Section 132(2) des Nigerian Communications Act 2003 müssen zugelassene Dienst- und Infrastrukturanbieter, Gerätehersteller und Lieferanten eine Type Approval der Kommission einholen, bevor Kommunikationsausrüstung in Nigeria verkauft oder genutzt werden darf. Die NCC erklärte, sie verstärke die Durchsetzung dieser Vorgabe, um den Umlauf gefälschter und minderwertiger Geräte einzudämmen.
Die Kommission teilte mit, dass das Device Management System (DMS) die technologische Plattform für den automatisierten Compliance-Rahmen bereitstellen und die Aufsicht über Nigerias Geräteökosystem verbessern werde. Der Prozess soll außerdem die Einhaltung regulatorischer Standards verbessern, die Netzleistung steigern, nicht konforme Geräte identifizieren und das Vertrauen der Verbraucher in die im Land verkauften und genutzten Geräte stärken.
Im Rahmen der Initiative plant die NCC, die eindeutigen International Mobile Equipment Identity (IMEI)-Nummern aller SIM-fähigen Geräte zu erfassen, die nach Nigeria importiert oder dort verkauft werden. Zu den erfassten Geräten gehören Telefone, Tablets, Point-of-Sale-(POS)-Geräte und Router. Zur Unterstützung dieses Prozesses plant die Kommission die Einführung eines automatisierten Central Equipment Identity Register (CEIR), in dem die IMEI jedes Geräts in einer zentralen Datenbank erfasst wird.
Das System soll ermöglichen, als gestohlen gemeldete Telefone dauerhaft in nigerianischen Mobilfunknetzen zu sperren. Sobald ein gestohlenes Gerät gemeldet wird, wird seine IMEI über das CEIR auf eine Sperrliste gesetzt, sodass es in keinem nigerianischen Mobilfunknetz mehr betrieben werden kann, selbst wenn die SIM-Karte ausgetauscht wird. Nach Angaben der NCC wird die Durchsetzung es Kriminellen und Betrügern außerdem erschweren, illegale oder nicht verifizierte Geräte für anonymen Betrug zu verwenden.
Die Kommission hat alle Importeure, Hersteller und Verkäufer angewiesen, SIM-fähige Geräte vor dem Verkauf zu registrieren. Nicht registrierte Geräte werden vom Zugang zu den Netzen von MTN, Airtel, Globacom oder T2mobile (9mobile) ausgeschlossen.
Die NCC stellte klar, dass das digitale Register ausschließlich Geräteidentifikationsnummern beziehungsweise IMEIs erfasst. Nach Angaben der Kommission verschafft das System der Regierung oder der Kommission keinen Zugriff auf Nachrichten, Telefonate oder personenbezogene Daten der Nutzer. Die Technologie ermögliche lediglich den Zugriff auf Verifizierungsinformationen nach einer ordnungsgemäßen Registrierung.
Die erste Phase des automatisierten Type-Approval-Compliance-Rahmens hat begonnen. Laut NCC umfasst diese Phase Partnerschaften mit dem Nigeria Customs Service, Original Equipment Manufacturers (OEMs), Importeuren und relevanten Marktverbänden. Außerdem werden bereits auf Lager befindliche Geräte in das System aufgenommen und es wird sichergestellt, dass nach Nigeria importierte Geräte ordnungsgemäß registriert und authentifiziert werden.
Die Kommission erklärte, diese Maßnahmen würden es ihr ermöglichen, nicht konforme und illegal importierte Geräte zu identifizieren, bevor sie landesweit verkauft werden.
Edoyemi Ogoh, Director of Technical Standards and Network Integrity der NCC, erklärte, die Initiative werde die Fähigkeit der Kommission stärken, die Nutzung minderwertiger Geräte einzudämmen.
„Durch die Einrichtung eines zentralen Registers der International Mobile Equipment Identity (IMEI)-Nummern von Geräten in Nigeria wird die Kommission besser in der Lage sein, die wirksame und effiziente Einhaltung ihrer Type-Approval-Anforderungen sicherzustellen und zu gewährleisten, dass nach Nigeria importierte, dort verkaufte und genutzte Geräte den geltenden Standards entsprechen“, sagte Ogoh.
„Mit der Einführung dieses Systems müssen alle in das Land gebrachten SIM-fähigen Kommunikationsgeräte registriert werden, bevor sie verkauft werden. Geräte, die nicht ordnungsgemäß registriert sind, dürfen nicht in nigerianischen Netzen betrieben werden“, sagte er.
Oghor bekräftigte, dass die Technologie die Kommission nicht dazu befähige, personenbezogene Daten zu verfolgen, sondern lediglich nach einer ordnungsgemäßen Registrierung Zugriff auf Verifizierungsdatensätze gewähre.
Quelle: TechNext24