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Navios Partners übernimmt LNG- und methanolbereiten Containerschiffneubau

Autor: Ship & Bunker·

Wichtige Erkenntnisse

  • Navios Maritime Partners hat die Navios Turquoise übernommen, ein 7.900 TEU Containerschiff und das zweite einer Viererserie.
  • Das Schiff ist mit einem Scrubber-System ausgestattet, das die Verbrennung konventionellen Schweröls bei Einhaltung der Schwefelgrenzwerte ermöglicht.
  • Das Schiff kann in Zukunft auf Methanol- oder LNG-Antrieb umgerüstet werden und verfügt über Alternative Maritime Power sowie emissionsmindernde Ausrüstung.
  • Regulatorische Maßnahmen wie das Netto-Null-Treibhausgas-Rahmenwerk der IMO und das EU-Emissionshandelssystem erhöhen den Druck auf Reedereien, Emissionen zu senken.
  • Nur relativ wenige methanolbereite Schiffe wurden bislang umgerüstet, unter anderem weil Produktion und Bunkerkapazitäten für grünes Methanol begrenzt bleiben.
Navios Partners übernimmt LNG- und methanolbereiten Containerschiffneubau

Navios Maritime Partners hat ein Containerschiff übernommen, das in Zukunft auf Methanol- oder LNG-Antrieb umgerüstet werden kann.

Das 7.900 TEU-Schiff mit dem Namen Navios Turquoise ist das zweite einer Viererserie, wie das Unternehmen am Freitag in einem LinkedIn-Beitrag mitteilte.

„Das Schiff setzt die Strategie von Navios Partners fort, in umweltfreundliche Schiffe zu investieren, und integriert Alternative Maritime Power sowie modernste Ausrüstung, um Emissionen zu senken und die neuesten technologischen Entwicklungen zu nutzen“, erklärte das Unternehmen.

Das Schiff ist zudem mit einem Scrubber-System ausgestattet, das es ermöglicht, weiterhin konventionelles Schweröl zu verbrennen und dabei die Grenzwerte für Schwefelemissionen einzuhalten.

In den vergangenen Jahren haben mehrere Reedereien methanolbereite oder für alternative Kraftstoffe vorbereitete Schiffe bestellt, während sie abwägen, welche alternativen Kraftstoffe voraussichtlich eine breitere Anwendung in der Branche finden werden. Dieser Ansatz ermöglicht es Reedern, ihre Schiffe zunächst mit konventionellen Kraftstoffen zu betreiben und sich zugleich die Option offenzuhalten, sie zu einem späteren Zeitpunkt auf alternativen Antrieb umzurüsten. Er spiegelt die weiterhin bestehende Unsicherheit über die Dekarbonisierungspfade der Schifffahrt wider, bei denen Kandidaten wie Methanol, LNG, Ammoniak und Wasserstoff sich in Kosten, Verfügbarkeit der Bunkerinfrastruktur und Emissionsprofil unterscheiden.

Die Strategie hat an Bedeutung gewonnen, da die Branche unter zunehmendem regulatorischem Druck steht: Das Netto-Null-Treibhausgas-Rahmenwerk der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) und die Einbeziehung der Schifffahrt in das EU-Emissionshandelssystem gehören zu den Maßnahmen, die Betreiber zur Emissionsreduzierung drängen.

Allerdings wurden zwar zunehmend methanolbereite Schiffe in Dienst gestellt, doch nur relativ wenige wurden bislang tatsächlich auf Methanolantrieb umgerüstet. Das Tempo künftiger Umrüstungen hängt unter anderem vom Ausbau der Produktion von grünem Methanol und der Bunkerkapazitäten ab, die im Vergleich zum konventionellen Kraftstoffangebot weiterhin begrenzt sind.

Navios Maritime Partners ist ein diversifizierter Eigner und Betreiber von Containerschiffen sowie Bulk- und Tankfahrzeugen und ist an der New Yorker Börse notiert.

Quelle: Ship & Bunker