Moonshot AI erwägt neben Hongkong-Listing einen Börsengang am STAR Market in Shanghai
Wichtige Erkenntnisse
- •Moonshot AI prüft ein Listing am STAR Market in Shanghai als zweiten Weg zu einem Börsengang neben dem vertraulich eingereichten Hongkong-Angebot, das bereits im ersten Quartal 2027 erfolgen könnte.
- •Eine letzte Finanzierungsrunde vor dem Börsengang könnte Moonshot mit etwa $50 Milliarden bewerten, während Reuters die Finanzierung in Hongkong separat mit rund $3 Milliarden bewertete.
- •Moonshot wurde 2023 von Yang Zhilin gegründet, veröffentlichte Kimi K3 im Juli und bezeichnete es als das weltweit größte Open-Weight-KI-Modell mit 2.8 trillion Parametern. Die Nachfrage war laut dem Unternehmen so stark, dass sie die Rechenkapazität belastete.
- •Die nachlassende Dynamik bei KI-Aktien in Hongkong hat zu einem wachsenden Interesse am STAR Market in Shanghai beigetragen. Auch die Wettbewerber Z.ai und MiniMax streben dort Listings an, während DeepSeek und Yangtze Memory Technologies auf der Warteliste stehen.
- •Moonshot verhandelt Berichten zufolge mit Microsoft, Amazon und Google über Vereinbarungen zur Umsatzteilung, die es den US-Cloud-Anbietern ermöglichen würden, seine KI-Modelle zu hosten.

Moonshot AI erwägt neben dem bereits vorbereiteten Hongkong-IPO einen zweiten Weg an die öffentlichen Kapitalmärkte über das Science and Technology Innovation Board in Shanghai, bekannt als STAR Market. Ein Listing auf dem chinesischen Festland könnte dem in Peking ansässigen Startup hinter Kimi K3 Zugang zu Milliardenbeträgen verschaffen, um das kostenintensive Training hochentwickelter KI-Modelle zu finanzieren.
Über die Pläne berichtete zuerst die South China Morning Post am Donnerstag unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Moonshot erwägt ein zweites Listing
Moonshot hat vertraulich Unterlagen für einen Hongkong-IPO eingereicht und strebt ein Listing bereits im ersten Quartal 2027 an. Eine Quelle sagte, das Unternehmen habe nach einem Treffen mit seinen finanziellen Unterstützern im Juli begonnen, ein Listing auf dem chinesischen Festland zu prüfen. Bei dem Treffen seien die Vorbereitungen für den Börsengang erörtert worden.
Die KI-Aktien in Hongkong hatten in den vergangenen Wochen Schwierigkeiten, ihre Dynamik aufrechtzuerhalten, obwohl zahlreiche Unternehmen einen Börsengang an dem Markt anstreben. Diese Schwäche hat zu einem wachsenden Interesse am STAR Market in Shanghai beigetragen, der KI-Unternehmen einen weiteren möglichen Weg an die öffentlichen Kapitalmärkte bietet.
Moonshot führt vor dem Listing eine letzte Finanzierungsrunde durch, die den Unternehmenswert auf etwa $50 Milliarden steigern könnte. Reuters bewertete die Finanzierung in Hongkong separat mit etwa $3 Milliarden. Diese Summen sind beträchtlich, insbesondere für ein Unternehmen, das erst vor drei Jahren gegründet wurde.
Moonshot wurde 2023 von Yang Zhilin gegründet. Das schnelle Wachstum des Startups wurde maßgeblich von Kimi getragen, der Familie von KI-Modellen und Verbraucheranwendungen des Unternehmens. Dadurch wurde Moonshot zu einem bedeutenden Akteur im chinesischen Wettbewerb um generative KI.
Das Unternehmen veröffentlichte Kimi K3 im Juli und bezeichnete das Modell als das weltweit größte Open-Weight-KI-Modell mit 2.8 trillion Parametern. Nach Angaben von Moonshot war die Nachfrage nach Kimi K3 so stark, dass die verfügbare Rechenkapazität des Modells erheblich belastet wurde. Diese Kombination aus Modellentwicklung und Rechenbedarf macht der Zugang zu Kapital zu einem zentralen Bestandteil der Expansionspläne von Moonshot.
Shanghai zieht weitere KI-Unternehmen an
Sollte Moonshot ein Listing auf dem chinesischen Festland verfolgen, dürfte das Unternehmen den STAR Market der Shanghai Stock Exchange anvisieren. Gespräche mit der Börse könnten laut den Quellen der SCMP bald beginnen.
Die Wettbewerber Z.ai, ehemals bekannt als Zhipu, und MiniMax arbeiten ebenfalls an Listings am STAR Market. Auf der Warteliste des Börsensegments stehen außerdem DeepSeek und Yangtze Memory Technologies. Zu den jüngsten Neuzugängen an der Shanghai Stock Exchange gehören ChangXin Memory Technologies und das Robotikunternehmen Unitree.
Moonshot führt Berichten zufolge Gespräche mit Microsoft, Amazon und Google über Vereinbarungen zur Umsatzteilung, die es den US-Cloud-Anbietern ermöglichen würden, seine KI-Modelle zu hosten. Zu den nächsten Meilensteinen des Unternehmens gehören daher das Ergebnis der letzten Finanzierungsrunde, mögliche Gespräche mit dem STAR Market sowie Fortschritte bei der vertraulichen Einreichung in Hongkong und den gemeldeten Vereinbarungen zum Cloud-Hosting.