NachrichtenRohstoffe & ForexMMI Täglicher Eisenerz-Indexbericht — 4. August 2026: DCE-Futures geben nach, während Spotpreise am Hafen Qingdao steigen

MMI Täglicher Eisenerz-Indexbericht — 4. August 2026: DCE-Futures geben nach, während Spotpreise am Hafen Qingdao steigen

Autor: Hellenic Shipping News·

Wichtige Erkenntnisse

  • Der DCE I2609-Eisenerz-Futures-Kontrakt schloss am 4. August 2026 bei 699,5 Yuan pro Tonne, was einem Rückgang von 0,43 % gegenüber der vorherigen Sitzung entsprach.
  • Die Spotpreise am Hafen Qingdao stiegen um 4 bis 9 Yuan pro Tonne im Vergleich zum vorherigen Handelstag, wobei die allgemeine Handelsaktivität als moderat beschrieben wurde.
  • Der Einfluss von Hochöfenwartungen auf die Roheisenproduktion ging in der Periode vom 1. bis 7. August um 112.200 Tonnen gegenüber der Vorwoche zurück, was auf eine bescheidene kurzfristige Erholung der Eisenerznachfrage hindeutet.
  • Die projizierten wartungsbedingten Roheisen-Produktionsausfälle für den 8. bis 14. August werden voraussichtlich um 51.600 Tonnen gegenüber der Vorwoche zunehmen, was einen Teil der jüngsten Nachfrageerholung möglicherweise ausgleichen könnte.
  • Der MMI-Bericht erwartet eine kurzfristige Seitwärtsbewegung der Eisenerzpreise angesichts verstärkter Abwärtsstütze und sich erholender Nachfrage.
MMI Täglicher Eisenerz-Indexbericht — 4. August 2026: DCE-Futures geben nach, während Spotpreise am Hafen Qingdao steigen

MMI Täglicher Eisenerz-Indexbericht — 4. August 2026

Die DCE-Eisenerz-Futures gaben am 4. August 2026 nach, während die Spotpreise am Hafen Qingdao vor dem Hintergrund des breiteren chinesischen Eisenerz- und Stahlmarktes moderate Gewinne verzeichneten. Die Abweichung zwischen Papier- und physischem Markt unterstreicht die Bedeutung, sowohl die Futures-Stimmung als auch die Transaktionen auf Hafenebene zu verfolgen, da beide unterschiedliche Zeithorizonte der Angebots- und Nachfragedynamik erfassen.

Futures-Markt

Der meistgehandelte Kontrakt DCE I2609 an der Dalian Commodity Exchange schloss bei 699,5 Yuan pro Tonne, was einem Rückgang von 0,43 % gegenüber der vorherigen Handelssitzung entsprach. Der DCE-Eisenerz-Futures-Kontrakt ist ein weit beobachteter Benchmark für die Stimmung im Seeschiffs-Eisenerzhandel in China, dem weltweit größten Verbraucher dieses Stahlrohstoffs. Da der Kontrakt vorausschauende Erwartungen an den chinesischen Stahlbedarf widerspiegelt, werden seine Bewegungen sowohl von inländischen Stahlwerkskäufern als auch von internationalen Bergbaugesellschaften, die Ladungen nach China bepreisen, aufmerksam verfolgt.

Spotmarkt am Hafen Qingdao

Die Spotpreise am Hafen Qingdao — einem der wichtigsten Eisenerz-Importzentren Chinas — stiegen um 4 bis 9 Yuan pro Tonne im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Marktteilnehmer berichteten, dass Händler Ladungen aktiv anboten, während Stahlwerke hauptsächlich nach Bedarf einkauften. Die allgemeine Spot-Handelsaktivität wurde als moderat beschrieben. Die Spot-Notierungen am Hafen Qingdao dienen als Referenzpreis in vielen physischen Lieferverträgen, was bedeutet, dass selbst kleine Bewegungen die realisierten Preise von Ladungen beeinflussen können, die in den folgenden Wochen an chinesischen Häfen eintreffen.

Angebots- und Nachfragedaten

Auf der fundamentalen Seite verzeichnete die Eisenerznachfrage eine leichte kurzfristige Erholung. Laut Statistiken der SMM (Shanghai Metals Market) belief sich der Einfluss von Hochöfenwartungen auf die Roheisenproduktion in der Woche vom 1. bis 7. August auf 1.373.600 Tonnen, was einem Rückgang von 112.200 Tonnen gegenüber der Vorwoche entsprach. Für die Folgewoche (8. bis 14. August) wird der projizierte Einfluss von Hochöfenwartungen auf die Roheisenproduktion voraussichtlich 1.425.200 Tonnen erreichen, was einer Zunahme von 51.600 Tonnen gegenüber der Vorwoche entspricht. Roheisen — das in Hochöfen erzeugte geschmolzene Eisen — ist der wichtigste Einsatzstoff für das Sauerstoffstahlverfahren Chinas, sodass wöchentliche Wartungspläne ein führender Indikator für den kurzfristigen Eisenerzverbrauch sind. Der projizierte Anstieg der wartungsbedingten Produktionsausfälle in der kommenden Woche könnte einen Teil der in der laufenden Periode beobachteten Nachfrageerholung ausgleichen.

Preisausblick

Angesichts des Narrativs einer sich erholenden Nachfrage verstärkte sich die Abwärtsstütze für Eisenerzpreise. Kurzfristig werden sich die Eisenerzpreise Berichten zufolge seitwärts bewegen. Marktbeobachter achten typischerweise auf die wöchentliche Wiederinbetriebnahme oder Stilllegung von Hochöfen, die Hafenbestände sowie auf Veränderungen der Gewinnmargen chinesischer Stahlwerke als Signale, die die kurzfristige Preisentwicklung beeinflussen könnten.

Quelle: Metals Market Index (MMI). Vollständiger Bericht verfügbar hier.