NachrichtenMakroVirusartig verbreitetes Foto einer Wahlhelferin aus Minnesota war ein Halloween-Kostüm-Hoax – und sie ist Republikanerin, so die Stadt

Virusartig verbreitetes Foto einer Wahlhelferin aus Minnesota war ein Halloween-Kostüm-Hoax – und sie ist Republikanerin, so die Stadt

Autor: Alternet·

Wichtige Erkenntnisse

  • •Ein viral verbreitetes Bild einer Wahlhelferin aus Minnesota in einem blutüberströmten Hemd mit der Aufschrift 'PROBLEM SOLVED' löste Empörung bei MAGA-nahen Accounts aus, die darin eine Anspielung auf die Ermordung von Charlie Kirk sahen.
  • •Das Foto wurde erstmals vom X-Nutzer Dustin Grage gepostet und hatte bis zum Dienstagabend mehr als 4,5 Millionen Aufrufe erreicht, mit Reaktionen konservativer Figuren wie James O'Keefe und Matt Walsh.
  • •Laut Mediaite trug die Frau auf dem Foto, die nicht öffentlich identifiziert wurde, ein Halloween-Kostüm, das seit Jahren im Verkauf ist.
  • •Die Stadt Rogers in Minnesota erklärte, die Wahlhelferin habe keine politische Absicht verfolgt, sei Republikanerin und habe der Stadt die Erlaubnis gegeben, ihre Parteizugehörigkeit gemäß Minnesotas Parteiparitätsanforderung offenzulegen.
  • •Stadtbeamte sagten, das Hemd habe nicht die gesetzliche Definition verbotener politischer Botschaften in Wahllokalen erfüllt, wobei man die Person gebeten hätte, es zu entfernen oder zu verhüllen, wenn es Verwirrung gestiftet hätte.
Virusartig verbreitetes Foto einer Wahlhelferin aus Minnesota war ein Halloween-Kostüm-Hoax – und sie ist Republikanerin, so die Stadt

Ein Foto einer Wahlhelferin aus Minnesota, das sich rasch in sozialen Medien verbreitete und MAGA-nahe Accounts aufgebracht hat, ist nicht das, wofür es gehalten wurde. Laut Mediaite zeigt das Bild – das Empörung auslöste, weil es offenbar auf die Ermordung von Charlie Kirk anspielte – eine Frau in einem Halloween-Kostüm, und die Wahlhelferin selbst ist laut Beamten Republikanerin.

Das Bild, das eine Frau in einem blutüberströmten Hemd mit den Worten "PROBLEM SOLVED" zeigt, wurde erstmals vom X-Nutzer Dustin Grage mit dem Untertitel geteilt: "A poll worker in Minnesota. They just want free healthcare, guys."

Bis zum Dienstagabend hatte der Beitrag laut Mediaite mehr als 4,5 Millionen Aufrufe erhalten und wurde von zahllosen MAGA- und rechtsgerichteten Accounts übernommen. Dazu gehörte auch James O'Keefe, der sich beschwerte: "It's illegal for me to ask questions in polling locations about Minnesota's election laws, but THIS is allowed…?"

O'Keefe forderte Nutzer sozialer Medien zudem auf: "DM us if you're an election judge or poll worker in Minnesota with anything to report."

Der konservative Kommentator Matt Walsh schrieb auf X: "This person should be in handcuffs on federal charges. This should be the kind of decision that ruins her life. DOJ needs to be on it immediately."

Laut Mediaite trug die Frau auf dem Foto – die nicht öffentlich identifiziert wurde – jedoch ein Halloween-Kostüm, das seit Jahren im Verkauf ist.

Die Stadt Rogers in Minnesota äußerte sich in einer auf Facebook veröffentlichten Erklärung zu dem viral verbreiteten Bild und erklärte, die Wahlhelferin habe keine politische Botschaft senden wollen und sei in Wirklichkeit Republikanerin.

"The City has been made aware of attire worn by an election judge/volunteer on Halloween that some have taken as a political statement. We have spoken with the judge/volunteer in question who has assured us that there was absolutely no political message or intent behind the shirt, that it was worn as Halloween attire, and that they would never be supportive of the apparent message that others have tied to it", hieß es von der Stadt. "The election judge in question has given the City permission to note that they are a Republican judge pursuant to the requirement to maintain party balance per Minnesota Statute."

Die Stadt fügte hinzu, dass das Hemd zwar "did not meet the statutory definition regarding prohibitions against political party or campaign messaging at polling places per Minnesota Statute", man die Verantwortung für die Aufrechterhaltung eines sicheren und einladenden Wahllokals jedoch "very seriously" nehme und die Person gebeten hätte, das Kostüm zu entfernen oder zu verhüllen, wenn es Verwirrung gestiftet hätte.

Die Verwirrung breitete sich dennoch aus, und weitere Reaktionen tauchten weiterhin in den sozialen Medien auf.

"NOW: Poll worker in MINNESOTA is mocking the assassination of Charlie Kirk with an absolutely demonic shirt", beklagte Eric Daugherty auf X. "THESE PEOPLE WANT TO CONTROL AMERICA. She needs to be IMMEDIATELY carried out of the polls, and Republicans need to keep voting or these people will take control!"