Meta-Platforms-Aktie (META): Wall-Street-Analysten sehen vor den Q2-Zahlen deutliches Aufwärtspotenzial
Wichtige Erkenntnisse
- •Der Wall-Street-Konsens erwartet für Metas Q2 einen Gewinn von $7.19 je Aktie bei einem Umsatz von $60.22 billion, was einem Umsatzwachstum von rund 27% gegenüber dem Vorjahr entspricht.
- •Meta könnte während seiner Ergebniskonferenz am 29. Juli offiziell eine Cloud-Computing-Sparte ankündigen und damit als letzter großer Hyperscaler ein eigenes Cloud-Services-Geschäft starten.
- •Berichten zufolge verhandelt das Unternehmen darüber, Anthropic Rechenressourcen in einer potenziell $10 billion schweren Vereinbarung über zwei Jahre bereitzustellen; Meta hat dies jedoch nicht bestätigt.
- •Meta rechnet für 2025 mit Investitionsausgaben zwischen $125 billion und $145 billion, wobei der Großteil in den Ausbau der KI-Infrastruktur fließen soll.
- •Analysten bewerten META-Aktien im Konsens mit Strong Buy; das durchschnittliche Kursziel liegt bei $818.23 und damit rund 40% über den jüngsten Handelsniveaus.

Meta Platforms (NASDAQ: META) wird seine Finanzergebnisse für das zweite Quartal am 29. Juli veröffentlichen, während Investoren und Analysten die Aktie genau beobachten. Vor dem Bericht wurden META-Aktien bei rund $627.52 gehandelt, etwa 2.5% niedriger in der Sitzung.
Führende Wall-Street-Häuser haben ihre optimistischen Einschätzungen bekräftigt. Bernstein-Analyst Mark Shmulik bestätigte seine Kaufempfehlung und zeigte sich zuversichtlich, dass das Risiko-Ertrags-Profil vor dem Quartalsbericht weiterhin günstig bleibt. Er hob die Stärke von Metas Kerngeschäft im Werbebereich hervor, merkte jedoch an, dass die Vergleiche zum Vorjahr im dritten Quartal anspruchsvoller werden. Shmulik erwartet, dass Meta Fortschritte bei seinen Initiativen im Bereich künstliche Intelligenz vorstellen wird, darunter Entwicklungen im Zusammenhang mit Muse Spark und jüngste Infrastrukturpartnerschaften. Zudem verwies er auf einen deutlichen Anstieg der Investitionsausgaben, wobei Kapazitätserweiterungen für 2027 und die Inflation bei Stücklisten die Ausgabenschätzungen in eine Spanne von $225 billion bis $250 billion treiben.
Mizuho-Analyst Lloyd Walmsley bestätigte ebenfalls sein Outperform-Rating und setzte ein Kursziel von $835. Walmsley bezeichnete Meta als seinen bevorzugten Titel im digitalen Werbesektor und verwies auf eine robuste Nutzeraktivität sowie eine stetige Expansion über die Werbeplattformen hinweg. Außerdem hob er mögliche Entwicklungen bei der Monetarisierung von WhatsApp und Messenger hervor, zusammen mit erwarteten Details zu Metas Strategie, Rechenkapazität als Teil seines umfassenderen KI-Ansatzes anzubieten.
Der Wall-Street-Konsens erwartet für Q2 einen Gewinn je Aktie von $7.19 bei einem Umsatz von $60.22 billion, was einem Anstieg von 26.7% gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Trotz dieser hohen Erwartungen bleiben Analysten zuversichtlich, dass Meta die Prognosen erfüllen oder übertreffen kann. Metas Kerngeschäft im Werbebereich, das den überwiegenden Teil des Umsatzes ausmacht, hat von laufenden KI-gestützten Verbesserungen bei Anzeigen-Targeting und Messung profitiert. Investoren werden jedoch auf mögliche Anzeichen einer Verlangsamung nach mehreren Quartalen starken Wachstums achten.
Ankündigung im Cloud Computing erwartet
Die am stärksten beobachtete Entwicklung im Vorfeld der Ergebnisveröffentlichung könnte über die Werbeperformance hinausgehen. Zunehmende Spekulationen deuten darauf hin, dass Meta während der Telefonkonferenz am 29. Juli offiziell eine Cloud-Computing-Sparte vorstellen könnte.
Chief Executive Mark Zuckerberg erklärte Anfang dieses Jahres, der Start eines Cloud-Geschäfts sei "definitely on the table." Bloomberg berichtete anschließend, dass das Unternehmen solche Fähigkeiten aktiv entwickle, während The New York Times meldete, Meta verhandle mit Anthropic über die Bereitstellung von Rechenressourcen in einer Vereinbarung, die über zwei Jahre potenziell $10 billion wert sein könnte. Meta hat keinen der beiden Berichte offiziell bestätigt.
Die strategische Begründung ist bemerkenswert. Meta rechnet in diesem Jahr mit Investitionsausgaben von $125 billion bis $145 billion, die überwiegend in KI-Infrastruktur fließen sollen. Das Unternehmen ist derzeit unter den vier dominierenden Hyperscale-Anbietern — neben Alphabet, Microsoft und Amazon — das einzige ohne ein eigenes Cloud-Services-Geschäft. Zum Vergleich: Alphabet meldete zuletzt ein Umsatzwachstum von 82% bei Google Cloud auf $24.8 billion, während der operative Gewinn auf $8.8 billion und damit auf mehr als das Dreifache stieg. Meta hat außerdem seine Open-Source-Familie großer Sprachmodelle Llama entwickelt, die als Wettbewerbsvorteil dienen könnte, falls das Unternehmen externen Kunden KI-Rechendienste anbietet.
Analystenratings und Bewertung
Zuckerberg hat offengelegt, dass Meta wöchentlich Anfragen zu Cloud-Angeboten erhält. Die Einführung einer Cloud-Plattform würde einen zweiten bedeutenden Umsatzkanal schaffen und eine klarere Begründung für die umfangreichen Infrastrukturinvestitionen des Unternehmens liefern, insbesondere da Reality Labs — Metas Metaverse- und Hardware-Sparte — weiterhin quartalsweise operative Verluste in Milliardenhöhe ausweist.
Bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 24 wird Meta im Vergleich zu den meisten Mega-Cap-Technologieunternehmen mit einem Bewertungsabschlag gehandelt. Auf Basis von 37 Analysteneinschätzungen, die TipRanks in den vergangenen drei Monaten zusammengestellt hat, wird META im Konsens mit Strong Buy bewertet, darunter 32 Kaufempfehlungen und fünf Halten-Einstufungen. Das durchschnittliche Analystenkursziel liegt bei $818.23 und damit rund 40% über dem aktuellen Handelsniveau.