Merck-Aktie steigt um 12 % nach positiven Phase-3-Ergebnissen der Melanom-Studie
Wichtige Erkenntnisse
- •Die Merck-Aktie stieg um 12.12 % auf 151,56 $ , nachdem die Unternehmen die Phase-3-Daten zum Melanom bekannt gegeben hatten.
- •Die INTerpath-001-Studie untersuchte intismeran autogene mit KEYTRUDA bei Patienten nach einer Melanom-Operation.
- •Die Studie erreichte den primären Endpunkt des rezidivfreien Überlebens sowie einen wichtigen sekundären Endpunkt des fernmetastasenfreien Überlebens.
- •Merck und Moderna erklärten, die Ergebnisse seien gegenüber KEYTRUDA allein statistisch signifikant gewesen und hätten keine unerwarteten Sicherheitsprobleme gezeigt.
- •Die Unternehmen wollen die vollständigen Ergebnisse auf einer künftigen medizinischen Konferenz vorstellen und die Daten bei den Aufsichtsbehörden einreichen.

Merck & Company, Inc. (MRK)-Aktien stiegen am Mittwoch um 12.12 % auf 151,56 $ , nachdem das Pharmaunternehmen erfolgreiche Ergebnisse der klinischen Phase-3-Studie zu Melanom bekannt gegeben hatte. Die Aktie legte deutlich von intraday gehandelten Niveaus nahe 135,17 $ zu. Die Mitteilung stützte Mercks Onkologiegeschäft, da die Zusammenarbeit mit Moderna einen wichtigen klinischen Meilenstein erreichte.
Merck & Co., Inc., MRK
Merck legt nach Erfolg in der Melanom-Studie zu
Merck und Moderna veröffentlichten Topline-Ergebnisse der Phase-3-Studie INTerpath-001. Die Studie untersuchte intismeran autogene in Kombination mit Mercks KEYTRUDA-Immuntherapie bei Patienten mit Melanom nach chirurgischer Resektion. Die Studie erreichte ihren primären Endpunkt der Verbesserung des rezidivfreien Überlebens.
Die Kombinationstherapie erreichte zudem einen wichtigen sekundären Endpunkt zum fernmetastasenfreien Überleben. Die Unternehmen erklärten, die Daten zeigten statistisch signifikante Verbesserungen gegenüber einer KEYTRUDA-Monotherapie. Außerdem habe die Behandlung bei Patienten mit vollständig reseziertem Melanom im Stadium IIB bis IV klinisch relevante Vorteile gezeigt.
Die Studienteilnehmer hatten vor der Aufnahme keine vorherige systemische Melanomtherapie erhalten. Melanom ist die schwerwiegendste Form von Hautkrebs; die American Cancer Society schätzt in den Vereinigten Staaten jährlich rund 100.000 neue Diagnosen. Das rezidivfreie Überleben ist ein etablierter Endpunkt in der adjuvanten Melanomforschung und hat bereits regulatorische Zulassungen im postoperativen Setting gestützt, darunter auch die eigene Zulassung von KEYTRUDA als adjuvante Melanomtherapie. Merck und Moderna werden die Studie weiter nachverfolgen und zusätzliche sekundäre Endpunkte, einschließlich des Gesamtüberlebens, auswerten, das ein wichtiger langfristiger Maßstab für die Wirksamkeit einer Behandlung ist.
Kombinationstherapie erreicht einen wichtigen Meilenstein
Intismeran ist eine personalisierte mRNA-basierte Neoantigen-Immuntherapie, die gemeinsam von Merck und Moderna entwickelt wurde. Die Therapie ist darauf ausgelegt, einzigartige genetische Mutationen in jedem Tumor eines Patienten zu identifizieren und eine Immunantwort gegen Krebszellen mit diesen Mutationen auszulösen.
Merck und Moderna erklärten, die Phase-3-Ergebnisse markierten einen bedeutenden Schritt für personalisierte Neoantigen-Krebstherapien. Die Studie lieferte die ersten positiven Phase-3-Daten für eine individualisierte Neoantigen-Immuntherapie und das erste erfolgreiche Phase-3-Ergebnis für eine mRNA-basierte onkologische Behandlung.
Für Moderna bedeutet die Mitteilung den ersten Phase-3-Erfolg seiner mRNA-Technologie in der Onkologie, einem Entwicklungsbereich, den das Unternehmen betont hat, während die Umsätze aus dem COVID-19-Impfstoff zurückgegangen sind.
Die Unternehmen teilten außerdem mit, dass die Kombination während der Studie keine unerwarteten Sicherheitsprobleme zeigte. Das Sicherheitsprofil entsprach früheren Untersuchungen von intismeran in Kombination mit KEYTRUDA. Merck und Moderna planen, die vollständigen Ergebnisse auf einer künftigen internationalen medizinischen Konferenz vorzustellen.
INTerpath-Programm wird über mehrere Krebsarten hinweg ausgebaut
Merck und Moderna haben ihr INTerpath-Entwicklungsprogramm für klinische Studien über mehrere Krebsindikationen und Behandlungsphasen hinweg deutlich erweitert. Das umfassende Programm umfasst derzeit neun Phase-2- und Phase-3-Studien, in denen intismeran mit KEYTRUDA, mit anderen Krebstherapien und als Monotherapie untersucht wird.
Die Partnerschaft prüft den Ansatz bei Melanom, Blasenkarzinom, Nierenzellkarzinom und nicht-kleinzelligem Lungenkrebs. Zum breiteren Forschungsportfolio gehört auch eine frühere Phase-2b-Melanomstudie. Darüber hinaus umfasst eine weitere Studie Bauchspeicheldrüsen-, Magen- und nicht-kleinzellige Lungenkrebserkrankungen in verschiedenen Behandlungssituationen.
Mercks Onkologie-Franchise wird von KEYTRUDA getragen, weshalb weitere Innovationen für das Unternehmen strategisch wichtig sind. Die jüngsten Daten könnten Mercks Behandlungsoptionen für Melanom erweitern, sofern die Kombinationstherapie später eine regulatorische Zulassung erhält. Merck und Moderna erklärten, sie beabsichtigten, die Phase-3-Daten zur Prüfung bei den Aufsichtsbehörden einzureichen.