MAGA-Kandidat weist Missbrauchsvorwürfe zurück, doch die Forderungen nach seinem Rücktritt nehmen zu
Wichtige Erkenntnisse
- •Max Miller wies die Missbrauchsvorwürfe in einem 20-minütigen Video kategorisch zurück und erklärte, gegen ihn seien keine strafrechtlichen Anklagen erhoben worden; außerdem habe Child Protective Services die Anschuldigungen als unbegründet eingestuft.
- •Senator Bernie Moreno forderte Miller öffentlich zum Rücktritt auf, bezeichnete ihn als Gefahr für seine Tochter und Enkelin und erklärte, Miller erfülle grundlegende Charakterstandards für ein gewähltes Amt nicht.
- •Moreno sagte, Miller habe persönlich eingeräumt, ernsthafte psychologische Hilfe zu benötigen.
- •Mehrere öffentliche Persönlichkeiten aus unterschiedlichen politischen Lagern, darunter der frühere Abgeordnete Adam Kinzinger und die demokratische Strategin Ally Sammarco, schlossen sich den Rücktrittsforderungen an.
- •Die Vorwürfe gegen Miller wurden erstmals in einem am 28. Juli veröffentlichten Bericht der New York Times beschrieben; der wachsende Druck erhöht die Unsicherheit in seinem Wiederwahlkampf.

Der Abgeordnete Max Miller (R-OH), ein ehemaliger Mitarbeiter des Trump-Weißen Hauses, der seinen Sitz im Repräsentantenhaus erstmals 2022 gewann, sieht sich wachsendem Druck ausgesetzt, vom Kongress zurückzutreten — auch von dem Vater seiner Ex-Frau, dem US-Senator Bernie Moreno (R-OH) — nachdem er Vorwürfe zurückgewiesen hatte, er habe kochendes Wasser auf seine frühere Ehefrau Emily Moreno geworfen und ihrer kleinen Tochter das Schlüsselbein gebrochen.
Miller, der eine Wiederwahl anstrebt, hat sich geweigert, seine Kampagne zu beenden. Am Sonntagmorgen veröffentlichte er auf X ein 20-minütiges Video, in dem er die gegen ihn erhobenen Vorwürfe entschieden zurückwies.
"It was horseplay in our kitchen," sagte Miller mit Blick auf den Vorfall mit dem kochenden Wasser. Er verwies außerdem darauf, dass Emily Moreno ihm einmal Empanadas kochen wollte, als Beleg dafür, dass ihre Beziehung nicht missbräuchlich gewesen sei.
Der Kongressabgeordnete erklärte, dass gegen ihn keine strafrechtlichen Anklagen erhoben worden seien und dass Child Protective Services alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe als unbegründet eingestuft habe. Er teilte eine Sammlung von Dokumenten, die seine Zurückweisungen stützten, wie er argumentierte.
Sen. Moreno, der 2024 in den Senat gewählt wurde und sich zu den Missbrauchsvorwürfen seiner Tochter zuvor auffallend bedeckt gehalten hatte, brach nach Millers Video sein Schweigen. Die Verteidigung des Abgeordneten überzeugte ihn nicht. Der öffentliche Bruch zwischen den beiden Republikanern aus Ohio — verbunden durch Partei und Familie — ist ein ungewöhnlich persönliches Beispiel dafür, dass ein amtierender Senator den Rücktritt eines Parteikollegen aus dem Repräsentantenhaus fordert.
"He is a danger to my daughter, and I hold my breath every minute he has custody of my granddaughter," schrieb Sen. Moreno auf X. "If there are any basic standards of character required to hold elected office, Max Miller fails them. He should not serve in the House of Representatives."
Moreno erklärte außerdem, Miller habe selbst eingeräumt, "serious psychological help" zu benötigen.
Der Senator aus Ohio war nicht die einzige öffentliche Persönlichkeit, die sich entsetzt zeigte und Millers Rücktritt forderte. Der Journalist Sam Stein berichtete über Morenos Position und kommentierte: "Credit where due. He got there."
Die demokratische Strategin Ally Sammarco hob Morenos Aussage hervor, Miller brauche psychologische Hilfe. "Important: Bernie Moreno says that Max Miller, himself, has admitted that he needs 'serious psychological help,'" schrieb Sammarco. "Resign, you freak."
Auch der frühere republikanische Abgeordnete Adam Kinzinger äußerte sich. "I'd call for more than 'psychological help,'" sagte Kinzinger. "That said, Miller needs to leave."
Die zunehmenden Rücktrittsforderungen erhöhen die Unsicherheit über Millers Wiederwahlkampf und werfen die Frage auf, ob sich die Führung der Republikaner im Repräsentantenhaus öffentlich zu der Angelegenheit äußern wird. Die Vorwürfe gegen Miller wurden zuvor in einem am 28. Juli veröffentlichten Bericht der New York Times detailliert beschrieben.