Singapurs MAS schlägt Stablecoin-Rahmen nach dem Payment Services Act vor – Konsultation bis 16. Oktober offen
Wichtige Erkenntnisse
- •Die MAS hat vorgeschlagen, den Payment Services Act zu ändern, um einen formellen regulatorischen Rahmen für Stablecoins zu schaffen; die öffentliche Konsultation läuft bis zum 16. Oktober.
- •Der Rahmen baut auf dem Stablecoin-Ansatz der MAS von August 2023 auf, der Anforderungen an Reserveassets, Rückzahlung zum Nennwert und Offenlegung für einwährungsbasierte Stablecoins mit Anker an den Singapur-Dollar oder G10-Währungen festlegte.
- •Der Payment Services Act reguliert seit 2020 Dienste mit digitalen Zahlungstoken in Singapur; die Änderungen würden dem Stablecoin-Rahmen Rechtskraft verleihen.
- •Der Vorschlag zieht Lehren aus dem TerraUSD-Kollaps 2022, der weltweit Forderungen nach strengerer Aufsicht über reservegedeckte Token auslöste.
- •Die Vereinigten Staaten verabschiedeten 2025 eine Stablecoin-Gesetzgebung; Singapurs aktualisierter Rahmen könnte seine Stellung als Digital-Asset-Zentrum stärken.

Die Monetary Authority of Singapore (MAS) hat Änderungen am Payment Services Act vorgeschlagen, die einen formellen regulatorischen Rahmen für Stablecoins begründen würden. Die öffentliche Konsultationsphase bleibt bis zum 16. Oktober geöffnet.
Die vorgeschlagenen Änderungen zielen darauf ab, Singapurs regulatorischen Ansatz für digitale Zahlungstoken zu stärken und Stablecoin-Emittenten sowie Dienstleistern mehr Klarheit zu verschaffen. Die MAS hat den Vorschlag zur öffentlichen Konsultation freigegeben, damit Branchenteilnehmer und Interessengruppen vor der Finalisierung des Rahmens Feedback geben können.
NOW: Singapore's MAS proposes amendments to the Payment Services Act to establish a formal regulatory framework for stablecoins, open for public comment until October 16. pic.twitter.com/tXn0D48Qo7 — Cointelegraph (@Cointelegraph) September 1, 2026
https://x.com/Cointelegraph/status/2094670589646479803?ref_src=twsrc%5Etfw
Aufbau eines klaren regulatorischen Rahmens
Die vorgeschlagenen Änderungen sollen ein strukturiertes rechtliches Rahmenwerk für die Ausgabe von Stablecoins und damit verbundene Zahlungsdienste schaffen. Durch die Formalisierung der Regeln möchte die MAS Innovation fördern und gleichzeitig hohe Standards bei Verbraucherschutz, Finanzstabilität und operativer Widerstandsfähigkeit aufrechterhalten.
Der Schritt baut auf früheren Arbeiten der MAS in diesem Bereich auf: 2022 konsultierte die Behörde einen Entwurf für einen Stablecoin-Regulierungsrahmen, und im August 2023 finalisierte sie ihren Stablecoin-Regulierungsansatz mit Anforderungen an Reserveassets, Rückzahlung zum Nennwert und Offenlegung für Emittenten einwährungsbasierter Stablecoins mit Anker an den Singapur-Dollar oder G10-Währungen. Die Verankerung der Regeln im Payment Services Act, der seit 2020 Dienste mit digitalen Zahlungstoken reguliert, würde diesem Rahmen formelle Rechtskraft verleihen. Singapurs Rahmen spiegelt zudem Lehren aus dem 2022 erfolgten Kollaps des Stablecoins TerraUSD wider, der weltweit Forderungen nach strengerer Aufsicht über reservegedeckte Token auslöste.
Singapur hat sich durch einen ausgewogenen regulatorischen Ansatz, der verantwortungsvolle Innovation fördert, konsequent als führendes Zentrum für digitale Vermögenswerte positioniert. Der jüngste Vorschlag markiert einen weiteren Schritt in der sich entwickelnden Kryptopolitik des Landes.
Singapur treibt die Stablecoin-Regulierung voran
Der vorgeschlagene Stablecoin-Rahmen Singapurs verdeutlicht den wachsenden globalen Fokus auf die Regulierung digitaler Zahlungsassets. Da Rechtsräume weltweit Stablecoin-Gesetze einführen – allen voran die Vereinigten Staaten, die 2025 eine Stablecoin-Gesetzgebung verabschiedeten –, könnte Singapurs aktualisierter Rahmen seinen Ruf als bedeutendes Digital-Asset-Zentrum weiter stärken. Marktteilnehmer werden den Konsultationsprozess, mögliche Überarbeitungen des Vorschlags sowie die Umsetzung der finalen Regeln verfolgen, bevor der Rahmen in Kraft tritt.