NachrichtenKryptoDie Monetary Authority of Singapore schlägt eine Stablecoin-Emissionslizenz im Rahmen von Änderungen des Payment Services Act vor

Die Monetary Authority of Singapore schlägt eine Stablecoin-Emissionslizenz im Rahmen von Änderungen des Payment Services Act vor

Autor: Coinfomania·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die MAS hat über Änderungen des Payment Services Act von 2019 eine Stablecoin-Emissionslizenz vorgeschlagen.
  • Lizenzierte Emittenten müssten eine 100-prozentige Reservedeckung und transparente Rücknahmepolitiken vorhalten und dürften keine Zinsen auf Stablecoin-Bestände zahlen.
  • Nur lizenzierte Emittenten dürften ihre Token als MAS-regulierte Stablecoins bezeichnen, um das Verbrauchervertrauen zu stärken.
  • Der Vorschlag baut auf dem Stablecoin-Rahmen der MAS auf, der im August 2023 für einwährungsgebundene Stablecoins mit Kopplung an den Singapur-Dollar oder G10-Währungen finalisiert wurde.
  • Die Änderungen müssen vor ihrem Inkrafttreten Singapurs parlamentarischen Prozess durchlaufen – im Rahmen eines globalen Trends, zu dem auch die MiCA-Verordnung der EU und der US-GENIUS-Act gehören.
Die Monetary Authority of Singapore schlägt eine Stablecoin-Emissionslizenz im Rahmen von Änderungen des Payment Services Act vor

Die Monetary Authority of Singapore (MAS) hat als Teil von Änderungen des Payment Services Act – des Gesetzes von 2019, das Singapurs wichtigsten Rahmen für die Regulierung von Zahlungsdiensten einschließlich Diensten für digitale Zahlungstoken darstellt – eine neue Stablecoin-Emissionslizenz vorgeschlagen. Unter dem Plan dürften nur lizenzierte Emittenten ihre Token als „MAS-regulierte Stablecoins“ bezeichnen. Lizenzierte Emittenten müssten eine 100-prozentige Reservedeckung für ihre Token vorhalten und davon absehen, Zinsen auf Bestände anzubieten. Die Regulierungsinitiative soll das Verbrauchervertrauen und die Stabilität im wachsenden Stablecoin-Markt stärken. Sie baut auf der Konsultationsarbeit der MAS zur Stablecoin-Regulierung auf, die die Zentralbank seit 2022 verfolgt hat und die im August 2023 in einem Stablecoin-Regulierungsrahmen für einwährungsgebundene Stablecoins mündete, die an den Singapur-Dollar oder G10-Währungen gekoppelt sind.

Die wichtigste Entwicklung

Die vorgeschlagene Stablecoin-Lizenz würderobuste Standards für Emittenten festlegen, darunter eine vollständige Reservedeckung der Token und die Einhaltung von Transparenzregeln für Rücknahmepolitiken. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass jeder Stablecoin zu seinem zugesagten Wert eingelöst werden kann, das Vertrauen der Nutzer stärken und möglicherweise eine breitere Stablecoin-Adoption in der Region unterstützen. Der breitere Kryptomarkt zeigt derzeit gemischte Signale, wobei die Dynamik je nach Anlageklasse variiert. Singapurs Schritt erfolgt auch, während andere Rechtsräume ihre eigenen Stablecoin-Regeln vorantreiben – die MiCA-Verordnung der Europäischen Union (Markets in Crypto-Assets) ist im Dezember 2024 vollständig in Kraft getreten, und die USA haben 2025 den GENIUS Act verabschiedet, der bundesstaatliche Reserve- und Offenlegungsanforderungen für Zahlungs-Stablecoins festlegt – womit sich Singapur in einen breiteren globalen Trend hin zu formalen Stablecoin-Lizenzregimen einreiht.

Wichtige Details

Unter der vorgeschlagenen Lizenz:

  • Emittenten müssen 100 % Reserven für Stablecoins vorhalten.
  • Emittenten müssen transparente Rücknahmepolitiken umsetzen.
  • Nur lizenzierte Emittenten dürfen ihre Token als MAS-reguliert bezeichnen.
  • Die MAS will das Verbrauchervertrauen in Stablecoins stärken.
  • Der Vorschlag spiegelt einen wachsenden Fokus auf Kryptoregulierung in Singapur wider.

Zur Referenz: Die Ankündigung wurde auf X von Wu Blockchain geteilt, und der Originalbericht ist auf Coinfomania verfügbar.

Marktkontext

Stablecoin-Handelsvolumen wurden bislang nicht gemeldet, was auf ein vorsichtiges Marktumfeld hindeutet. Der Vorschlag könnte die Präferenz der Trader zugunsten regulierter Stablecoins verschieben, da regulatorische Klarität tendenziell institutionelles Interesse anzieht. Singapurs Stablecoin-Landschaft entwickelt sich rasch weiter, und die neuen Vorschriften dürften erhebliche Auswirkungen auf Marktteilnehmer haben.

Die Monetary Authority of Singapore beaufsichtigt den Finanzsektor des Landes mit dem Mandat, Stabilität und Verbraucherschutz zu gewährleisten. Ihre Zuständigkeit für Stablecoins ergibt sich aus der Notwendigkeit, diesen expandierenden Segment des Kryptomarktes zu regulieren, der eigenständige Risiken für die Finanzstabilität und den Anlegerschutz mit sich bringt. Das Verbot, dass lizenzierte Emittenten Zinsen zahlen, spiegelt die im Rahmenwerk von 2023 geäußerte Position der MAS wider, dass Stablecoins als Tauschmittel und nicht als verzinsliches Anlageprodukt fungieren sollten – eine Haltung, die Singapurs Ansatz von Rechtsräumen unterscheidet, in denen regulierte Stablecoin-Emittenten Erträge mit den Inhabern teilen.

Wie es weitergeht

Marktbeobachter werden weitere Entwicklungen zu den Vorschlägen der MAS und deren Auswirkungen auf bestehende Stablecoin-Projekte verfolgen. Bevor sie in Kraft treten, müssten die Änderungen des Payment Services Act Singapurs parlamentarischen Prozess durchlaufen, was einen Zeitraum für Branchenfeedback bietet. Die Aussicht auf verstärkte Regulierung könnte die Compliance-Kosten für Emittenten erhöhen und ihre Marktstrategien beeinflussen. Die Durchsetzung dieser Vorschriften könnte zudem neue Benchmarks für Stablecoin-Leistung und -Nützlichkeit im breiteren Finanzökosystem setzen.

Dieser Artikel stellt keine Finanzberatung dar.