Rückblick auf die europäische Sitzung: Yen schwächer, Märkte treten vor US-CPI auf die Bremse
Wichtige Erkenntnisse
- •Anleger richten ihren Blick auf den bevorstehenden US-CPI-Bericht für Juli als wichtigen Hinweis für die geldpolitischen Entscheidungen der Federal Reserve.
- •Irans Außenministerium erklärte, dass derzeit keine Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten laufen, wodurch die Vereinbarung zur Straße von Hormus weiterhin nicht umgesetzt ist.
- •Die WTI-Rohölpreise stiegen trotz der festgefahrenen US-Iran-Entwicklungen um 1,6% auf 79,43 $.
- •Der japanische Yen setzte seine Schwäche fort und brachte USD/JPY nahe an die Marke von 160, an der Japan zuvor interveniert hatte.
- •Sowohl S&P-500- als auch Nasdaq-Futures blieben unverändert, was auf eine zurückhaltende Risikobereitschaft der Marktteilnehmer hinweist.

Schlagzeilen
- Der USD steht vor dem CPI an einem Scheideweg, während der AUD auf die RBA-Zinsentscheidung wartet
- Irans Außenministerium bekräftigt, dass es derzeit keine Verhandlungen mit den USA gibt
- Ölpreise verringern Verluste wegen verzögertem US-Iran-Deal; ausbleibende US-Angriffe erhalten Hoffnungen aufrecht
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Marktüberblick
- Gold: -0,2% auf 4.333 $
- Währungen: GBP führt, JPY bleibt am Tag zurück
- WTI-Rohöl: +1,6% auf 79,43 $
- Aktien: S&P-500-Futures unverändert, Nasdaq-Futures unverändert
- US-10-Jahres-Renditen: +0,5 Basispunkte auf 4,66%
- Bitcoin: Unverändert bei 65.079 $
Sitzungszusammenfassung
Die Märkte starteten mit vorsichtigem Ton in die neue Woche, da der schwache US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag keinen nennenswerten Folgeschub lieferte. Der Fokus richtet sich nun auf den US-CPI-Bericht für Juli, der am Mittwoch veröffentlicht wird und als wichtiger Inflationsindikator gilt, den die Federal Reserve bei der Ausrichtung der Geldpolitik genau beobachtet. Bis dahin bleibt den Marktteilnehmern kaum ein weiterer Impuls.
An der geopolitischen Front bleiben die Entwicklungen zwischen den USA und Iran festgefahren. Eine Vereinbarung zur Straße von Hormus wurde bislang noch nicht umgesetzt, und das iranische Außenministerium hat bekräftigt, dass derzeit keine Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten laufen. Dennoch stiegen die Ölpreise etwas weiter, wobei WTI-Rohöl im Tagesverlauf um 1,6% auf 79,43 $ zulegte.
Am Devisenmarkt setzte der japanische Yen seinen Rückgang fort; USD/JPY stieg um 0,7% auf 158,85. Das Währungspaar steht im Fokus, da es sich in der Nähe der Marke von 160 bewegt, an der die japanischen Behörden 2024 zur Stützung der Währung eingegriffen haben. Die anhaltende Schwäche des Yen spiegelt die deutliche Zinsschere zwischen der lockeren Geldpolitik der Bank of Japan und den höheren Leitzinsen der Federal Reserve wider. Der US-Dollar selbst notierte gegenüber anderen großen Währungen in engen Spannen und zeigte am Tag kaum Veränderung.
Die Aktienmärkte spiegelten eine verhaltene Risikobereitschaft wider, da sowohl S&P-500- als auch Nasdaq-Futures unverändert blieben. Gleichzeitig legten die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen um 0,5 Basispunkte auf 4,66% zu.
Bei den Edelmetallen zeigte sich ein gemischtes Bild: Gold fiel um 0,2% auf 4.333 $, während Silber um 0,8% auf 64,06 $ zulegte.
Insgesamt verlief die Sitzung eher ruhig, da sich Marktteilnehmer schrittweise auf die später in der Woche anstehenden wichtigen Inflationsdaten positionierten, bevor sie entschlossenere Bewegungen eingingen.