Europäische Märkte im Überblick: Gold steigt über 4.300 Dollar, Dollar verhalten vor US-Arbeitsmarktdaten
Wichtige Erkenntnisse
- •Der Handel an den europäischen Märkten war verhalten, während die Teilnehmer auf den US-Arbeitsmarktbericht für Juli warteten, der als genau beobachteter Indikator für die Zinsentscheidungen der Federal Reserve dient.
- •Die Goldpreise stiegen um 1,8 % auf 4.316 $, verlängerten einen technischen Ausbruch und peilen als nächste wichtige Marke den 100-Tage-Durchschnitt bei 4.390 $ an.
- •China setzte seinen Goldkaufboom im Juli fort, wobei die Reserven zum 21. Mal in Folge stiegen und die Nachfrage nach Gold stützten.
- •Die US-Aktienindizes (Futures) verzeichneten moderate Gewinne, wobei S&P 500-Futures um 0,1 % und Nasdaq-Futures um 0,4 % stiegen, während Technologiewerte versuchten, an Boden gutzumachen.
- •Der Dollar handelte in einer engen Spanne, wobei EUR/USD unverändert bei 1,1528 und USD/JPY marginal auf 158,30 nachgaben, da die Händler vor der Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten von signifikanten Positionierungen absahen.

Die europäischen Märkte verzeichneten eine relativ ruhige Sitzung, da die Händler vor dem mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht für Juli, der für heute später veröffentlicht werden soll, pausierten.
Schlagzeilen
- Alle Blicke richten sich nun auf den US-Arbeitsmarktbericht
- Wie ist die Verteilung der Prognosen für die US-NFP?
- Gold bleibt angesichts der Entspannung im Nahen Osten gestützt, aber die US-CPI könnten die Gewinne zunichtemachen
- Trump sagt, dass eine Zinserhöhung nicht allein Warsh überlassen ist, sondern dem Board obliegt
- Wie haben sich die Zinserwartungen nach den Ereignissen dieser Woche verändert?
- Chinas Goldkaufboom hält im Juli an, da die Reserven zum 21. Mal in Folge steigen
Marktübersicht
- Gold steigt um 1,8 % auf 4.316 $
- WTI-Rohöl fällt um 0,4 % auf 76,93 $
- CHF führt an, CAD hinkt am Tag hinterher
- Europäische Aktien höher; S&P 500-Futures steigen um 0,1 %
- Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fällt um 1 Basispunkt auf 4,66 %
- Bitcoin steigt um 0,8 % auf 64.900 $
Sitzungsüberblick
Die Handelstätigkeit war verhalten, da die Marktteilnehmer vor der Veröffentlichung des US-Beschäftigungsberichts für Juli eine Atempause einlegten. Die NFP-Daten (Landwirtschaftsbeschäftigung außerhalb des Farmsektors) sind ein genau beobachteter Input für die Geldpolitik der Federal Reserve, da die Stärke des Arbeitsmarktes direkten Einfluss auf Tempo und Zeitplan von Zinsanpassungen hat. Während die Spannungen zwischen den USA und dem Iran ein weiterhin präsentes Hintergrundthema bleiben, gaben die fehlenden neuen Entwicklungen den Händlern wenig Anreiz, signifikante Positionen einzugehen.
Die Goldpreise setzten ihren Aufwärtstrend fort und stiegen über 4.300 $, was dem technischen Ausbruch vom Mittwoch entspricht. Das nächste wichtige technische Niveau, auf das man achten sollte, ist der 100-Tage-Durchschnitt bei 4.390 $. Der Rückhalt für Gold wurde auch durch eine anhaltende Nachfrage der Zentralbanken gestützt, wobei Chinas Goldreserven im Juli zum 21. Mal in Folge stiegen.
Die US-Aktienindizes (Futures) waren vorsichtiger, wobei Technologiewerte versuchten, vor dem Wochenende etwas an Boden gutzumachen. S&P 500-Futures stiegen leicht um 0,1 %, während Nasdaq-Futures um 0,4 % zulegten.
Der Dollar handelte vor dem wichtigsten Ereignis in einer engen Spanne gegenüber den Hauptwährungen. EUR/USD blieb unverändert bei 1,1528, und USD/JPY gab am Tag nur leicht um 0,1 % auf 158,30 nach. Ein stärker als erwarteter Arbeitsmarktbericht könnte den Dollar stärken, während eine negative Überraschung wahrscheinlich die Erwartungen einer früheren Kehrtwende der Fed befeuern würde.
An den Rohstoffmärkten gaben die Ölpreise frühere Gewinne ab, wobei WTI-Rohöl um 0,4 % auf 76,93 $ fiel. Bei den Anleihen sanken die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen um 1 Basispunkt auf 4,66 %.
Insgesamt waren die Marktbewegungen begrenzt, wobei sich die Aufmerksamkeit nun dem US-Arbeitsmarktbericht als möglichem Katalysator zuwendet, der vor dem Wochenende eine Richtung vorgeben könnte.