Luno beschränkt Krypto-Transfers vor der Frist zur Kontoschließung am 31. August in ausgewählten Märkten
Wichtige Erkenntnisse
- •Luno zieht sich aus ausgewählten Märkten zurück als Teil einer strategischen Neuausrichtung auf Kernregionen und verlangt von betroffenen Kunden, ihre Vermögenswerte vor dem 1. September zu liquidieren oder abzuheben.
- •Kunden in betroffenen Regionen können keine Gelder mehr einzahlen, Kryptowährungen kaufen, eingehende Transfers empfangen oder Krypto an externe Wallets senden.
- •Betroffene Nutzer haben bis zum 31. August Zeit, berechtigte Krypto-Bestände zu verkaufen und Bargeld auf verifizierte Bankkonten abzuheben, bevor die Konten am 1. September dauerhaft geschlossen werden.
- •Kunden, die die endgültige Auszahlungsfrist verpassen, können den Support kontaktieren, um manuelle Auszahlungen zu beantragen, sofern ihr verbleibendes Guthaben den erforderlichen Mindestbetrag überschreitet.
- •Lunos Marktrückzug folgt einem branchenweiten Muster, bei dem Börsen ihre Aktivitäten in bestimmten Rechtsgebieten aufgrund verschärfter Regulierungen und steigender Compliance-Kosten zurückfahren.

Luno hat begonnen, bestimmte Kryptowährungs-Transfers einzuschränken, während sich die Börse auf den Rückzug aus ausgewählten Märkten vorbereitet, und fordert betroffene Kunden auf, ihre digitalen Vermögenswerte vor den wichtigsten Fristen zu transferieren oder zu liquidieren. Laut dem Unternehmen werden Kunden in betroffenen Regionen am 1. September dauerhaft den Zugriff auf ihre Konten verlieren, sodass der 31. August der letzte Tag ist, an dem verbleibende Gelder auf verknüpfte Bankkonten abgehoben werden können.
Beschränkungen bereits in Kraft
Das stufenweise Herunterfahren hat bereits mehrere Einschränkungen mit sich gebracht. Kunden in betroffenen Regionen können keine Gelder mehr hinzufügen, Kryptowährungen kaufen oder Krypto-Einzahlungen empfangen. Auch die Frist für das Senden von Krypto an externe Wallets ist verstrichen, sodass Nutzer nur noch eine Möglichkeit haben: ihre Bestände verkaufen und das Geld vor Ende August abheben.
Zeitplan für die endgültige Auszahlung
Luno hat einen strukturierten Abwicklungsprozess vorgestellt, der Kunden ausreichend Zeit geben soll, ihre Vermögenswerte zu transferieren, bevor die Konten geschlossen werden. Zu den wichtigsten Meilensteinen gehören:
- Einzahlungen, Krypto-Käufe und eingehende Transfers wurden deaktiviert.
- Ausgehende Kryptowährungs-Transfers an externe Wallets sind nach dem festgelegten Stichtag nicht mehr verfügbar.
- Kunden können bis zum 31. August noch berechtigte Krypto-Bestände verkaufen und die Erlöse auf verifizierte Bankkonten abheben.
- Konten werden am 1. September dauerhaft geschlossen.
Das Unternehmen erklärte, dass Kunden, die die endgültige Auszahlungsfrist verpassen, möglicherweise den Support kontaktieren müssen, um manuelle Auszahlungen zu beantragen, sofern ihre verbleibenden Guthaben den erforderlichen Mindestbetrag überschreiten.
Fokus verlagert sich auf Kernmärkte
Luno, eine in London ansässige Krypto-Börse, die in über 40 Ländern tätig ist und der Digital Currency Group gehört, erklärte, dass die Entscheidung ihre Strategie widerspiegelt, sich auf Kernmärkte zu konzentrieren. Der Rückzug spiegelt ein branchenweites Muster wider, bei dem große Börsen, darunter Binance und Bybit, in den letzten zwei Jahren ihre Aktivitäten in bestimmten Rechtsgebieten eingestellt oder reduziert haben – angesichts verschärfter regulatorischer Anforderungen und steigender Compliance-Kosten.
Die Börse erinnerte Nutzer zudem daran, dass Krypto-Transfers zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen erfordern, darrend eine Wartezeit, wenn ausgehende Transfers aktiviert sind. Sie riet Kunden, die Empfänger-Wallet-Adressen sorgfältig zu überprüfen und die Kompatibilität mit den unterstützten Blockchain-Netzwerken sicherzustellen, bevor sie Transaktionen einleiten.
Der stufenweise Auszahlungsprozess unterstreicht die operativen Herausforderungen, mit denen Krypto-Börsen konfrontiert sind, wenn sie ihre geografische Präsenz als Reaktion auf sich wandelnde regulatorische und kommerzielle Prioritäten anpassen. Für betroffene Nutzer stellen die verbleibenden Wochen vor dem 31. August die letzte Gelegenheit dar, digitale Vermögenswerte in Fiat-Währungen umzuwandeln und Gelder abzuheben, bevor der Kontozugang dauerhaft entfernt wird.