NachrichtenKryptoSenatorin Lummis weist Warrens Ethik-Kritik am CLARITY Act zurück, da sich die Debatte über Krypto-Regulierung verschärft

Senatorin Lummis weist Warrens Ethik-Kritik am CLARITY Act zurück, da sich die Debatte über Krypto-Regulierung verschärft

Autor: Cryptofrontnews·

Wichtige Erkenntnisse

  • Der 2025 im Repräsentantenhaus eingebrachte CLARITY Act zielt darauf ab, die Aufteilung der regulatorischen Befugnisse zwischen der SEC und der CFTC für digitale Vermögenswerte zu klären.
  • Lummis argumentierte, dass die Ethikvorschriften des Gesetzes nur während der Amtszeit eines Präsidenten gelten und bestehende Interessenkonfliktstandards für finanziell unabhängige erwachsene Kinder nicht ändern.
  • Der Wellington-Altus-Stratege John Thorne bezeichnete den Streit als Teil einer breiteren politischen Spaltung und beschuldigte Gegner, sich der notwendigen regulatorischen Klarheit zu widersetzen.
  • Thorne warnte davor, dass aufgrund der anhaltenden regulatorischen Unsicherheit Kapital und Industrietalente bereits damit begonnen haben, die Vereinigten Staaten zu verlassen.
  • Der CLARITY Act ist eine von mehreren Maßnahmen zu digitalen Vermögenswerten, die sich vor dem Kongress befinden, und der gesetzgeberische Weg für einzelne Gesetze bleibt ungewiss.
Senatorin Lummis weist Warrens Ethik-Kritik am CLARITY Act zurück, da sich die Debatte über Krypto-Regulierung verschärft

Senatorin Cynthia Lummis hat sich öffentlich gegen die Kritik von Senatorin Elizabeth Warren am CLARITY Act gewehrt und ihre Kollegin beschuldigt, falsch darzustellen, wie bundesstaatliche Ethikvorschriften für Beamte gelten. Der CLARITY Act, der 2025 im Repräsentantenhaus eingebracht wurde, zielt darauf ab, einen Marktstruktur-Rahmen für digitale Vermögenswerte zu schaffen, indem die Aufteilung der regulatorischen Befugnisse zwischen der SEC und der CFTC klargestellt wird – eine langjährige Unklarheit, die von Marktteilnehmern als eines der Haupthindernisse für die institutionelle Beteiligung am US-Kryptosektor genannt wurde. John Thorne, Chief Market Strategist bei Wellington-Altus, verteidigte das Gesetz separat und bezeichnete den Streit als Teil einer breiteren politischen Auseinandersetzung mit erheblichen Auswirkungen auf die US-Industrie für digitale Vermögenswerte.

Lummis fordert Warrens Ethik-Argumente heraus

Lummis behauptete, dass Warrens Kritik an dem Gesetz die Anwendung bundesstaatlicher Ethikvorschriften verzerrt habe. Sie argumentierte, dass Blind Trusts weiterhin dem geltenden Bundesrecht unterliegen, das es Treuhändern verbietet, die Bestände des Trusts dem jeweiligen öffentlichen Beamten offenzulegen.

Lummis reagierte auch auf Warrens Erwähnung des $TRUMP-Token mit der Feststellung, dass der Token auf den Markt gebracht wurde, während Donald Trump Privatbürger war. Sie betonte, dass die Ethikvorschriften in der Gesetzgebung nur während der Amtszeit eines Präsidenten gelten.

Im Hinblick auf Behauptungen, die die Familie Trump betreffen, stellte Lummis fest, dass bundesstaatliche Interessenkonfliktgesetze seit langem auf Ehepartner und minderjährige Kinder von Amtsinhabern angewendet werden, nicht jedoch auf finanziell unabhängige erwachsene Kinder. Sie erklärte, dass dieser Standard unter dem vorgeschlagenen Gesetz unverändert bleibt.

Thorne verteidigt das Gesetz

John Thorne, Chief Market Strategist bei Wellington-Altus, verteidigte den CLARITY Act und kritisierte gleichzeitig dessen Gegner. Er bezeichnete die Meinungsverschiedenheit als über bloße politische Differenzen hinausgehend, was eine tiefere politische Spaltung in Washington widerspiegele.

Thorne zitierte die Bemerkung von Finanzminister Scott Bessent, dass „Standards Strategie sind“ („standards are strategy“), und argumentierte, dass Länder, die regulatorische Rahmenbedingungen schaffen, Kapital, Talente und technologische Entwicklung vor ihren Wettbewerbern anziehen können. Die Bemerkung wirft ein wiederkehrendes Thema in der Debatte über die Politik für digitale Vermögenswerte auf, bei dem Rechtsgebiete wie die Europäische Union – durch ihren MiCA-Rahmen – und das Vereinigte Königreich die Umsetzung umfassender Krypto-Vorschriften vorangetrieben haben, während die Bemühungen der USA schrittweise durch mehrere vorgeschlagene Gesetze vorangekommen sind.

Thorne beschuldigte die Gegner – darunter Warren und ihre Verbündeten – sowie Teile des Bankensektors und der Wall-Street-Demokraten, sich der regulatorischen Klarheit für digitale Vermögenswerte zu widersetzen. Er behauptete, dass aufgrund regulatorischer Unsicherheit Kapital und Industrietalente bereits damit begonnen hätten, sich außerhalb der Vereinigten Staaten anzusiedeln.

Er fügte hinzu, dass die Innovation unabhängig vom Ausgang des Gesetzes weitergehen würde und dass das feste Angebot von Bitcoin unbeeinflusst bleiben würde.

Anhaltender regulatorischer Streit

Der Wortwechsel zwischen Lummis und Thorne auf der einen und Warren auf der anderen Seite unterstreicht die anhaltenden Meinungsverschiedenheiten über bundesstaatliche Ethikvorschriften, regulatorische Klarheit und den zukünftigen Rahmen für die Aufsicht über digitale Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten. Der CLARITY Act bleibt ein Brennpunkt in der breiteren Debatte darüber, wie die Kryptowährungsbranche reguliert werden kann und gleichzeitig ethische Standards für Beamte aufrechterhalten werden. Das Gesetz ist eines von mehreren Maßnahmen zu digitalen Vermögenswerten, die im aktuellen Kongress geprüft werden, neben der Stablecoin-Gesetzgebung und Vorschlägen zur Aufsicht über dezentrale Finanzierungen, was den legislativen Verlauf jeder einzelnen Maßnahme unsicher macht.