London Stock Exchange partnered mit Payward, dem Mutterkonzern von Kraken, um britische Aktien on-chain zu bringen
Wichtige Erkenntnisse
- •Die LSE Group partnering mit Payward, dem Mutterkonzern von Kraken, um Aktien großer britischer börsennotierter Unternehmen über die xStocks-Plattform zu tokenisieren.
- •Vorbehaltlich behördlicher Genehmigung wird xStocks 2027 auf der neuen 24-Stunden-Handelsplattform LSE 24 gelistet und ermöglicht Rund-um-die-Uhr-Handel mit traditionellen Marktschutzmechanismen.
- •xStocks hat ein kumuliertes Transaktionsvolumen von über 40 Milliarden US-Dollar überschritten, darunter nahezu 20 Milliarden US-Dollar on-chain, mit fast 200.000 Inhabern in gut einem Jahr.
- •Die Plattform ist auf über 100 Partner in sieben Blockchain-Ökosystemen gewachsen und hat über 500 tokenisierte Aktien in der Pipeline.
- •Britische Aufsichtsbehörden müssen vor dem Start 2027 klären, wie tokenisierte Wertpapiere in bestehende Anlegerschutzregelungen passen.

Die London Stock Exchange (LSE) Group geht eine Partnerschaft mit Payward, dem Mutterunternehmen der Kryptobörse Kraken, ein, um einige der größten börsennotierten Unternehmen des Vereinigten Königreichs on-chain zu bringen – ein weiterer wichtiger traditioneller Markt für die schnell wachsende xStocks-Plattform.
Vorbehaltlich behördlicher Genehmigung plant die LSE, xStocks im Jahr 2027 auf ihrem neuen Rund-um-die-Uhr-Handelsplatz LSE 24 zu listen. Die Token werden britisch notierte Aktien repräsentieren und einen kontinuierlichen Handel ermöglichen, während die Marktschutzmechanismen und Governance-Standards traditioneller Aktien erhalten bleiben. Der Schritt entspricht einem breiteren Muster, nach dem etablierte Börsen auf die Konkurrenz durch Krypto-nativen Plattformen reagieren: Da tokenisierte Aktien an Zuspruch gewinnen, haben etablierte Handelsplätze begonnen, selbst blockchainbasiertes Handeln anzubieten, statt den Markt Kryptofirmen zu überlassen. Der Schwerpunkt auf dem Erhalt traditioneller Marktschutzmechanismen verweist zugleich auf eine lange bestehende regulatorische Frage – wie tokenisierte Wertpapiere in bestehende Anlegerschutzregelungen passen –, die britische Aufsichtsbehörden vor dem Start 2027 klären müssen.
Julia Hoggett, CEO der London Stock Exchange, sagte, die Tokenisierung müsse sich „in einer Weise entwickeln, die das Vertrauen, die Rechte und die Rolle regulierter Märkte bewahrt“.
Arjun Sethi, Co-CEO von Payward, erklärte in einer Stellungnahme: „Jahrelang ging man davon aus, dass Krypto und das traditionelle Finanzwesen auf Kollisionskurs seien und einer von beiden verlieren müsse. Das war nie die wahre Geschichte.“
Die Vereinbarung erweitert das Engagement von xStocks über US-Aktien hinaus. Im Juli 2026 kündigte Payward an, die Plattform auf Aktien aus dem Vereinigten Königreich, Hongkong, Südkorea und weiteren Märkten auszuweiten, während Börsen und Kryptofirmen darum konkurrieren, globale Aktien auf Blockchains abzubilden.
Das Ausmaß dieser Expansion ist bereits erheblich. Laut xStocks hat die Plattform ein kumuliertes Transaktionsvolumen von über 40 Milliarden US-Dollar überschritten, darunter nahezu 20 Milliarden US-Dollar on-chain gehandelt, mit fast 200.000 Inhabern in gut einem Jahr. Zudem ist sie auf mehr als 100 Partner und sieben Blockchain-Ökosysteme gewachsen, mit über 500 tokenisierten Aktien in der Pipeline. Ob in den weiteren für die Expansion vorgesehenen Märkten ähnliche Börsenpartnerschaften folgen – und wie der geplante Start der LSE 24 das britische Genehmigungsverfahren durchläuft – wird ein wichtiger Indikator dafür sein, ob tokenisierte Aktien von Krypto-Plattformen in die mainstream Markinfrastruktur übergehen.
Zu weiterem Kontext: Das Scheitern der On-Chain-Allokationen beim SpaceX-Börsengang machte zentrale Grundrisiken der Tokenisierung deutlich (Fallstudie), die südafrikanische Kryptobörse VALR führte xStocks in Südafrika ein (mehr hier), und das Transfer volumen tokenisierter Aktien stieg im August 2026 um über 400 % (Statistiken).