Lombard ändert LBTC-Yield-Strategie hin zu von Bitwise verwalteten Covered Calls mit Ziel von 2,5 % Netto-APY
Wichtige Erkenntnisse
- •Lombard überführt die LBTC-Yield-Generierung vom Babylon Staking zu einer von Bitwise verwalteten Covered-Call-Strategie mit Ziel von 2,5 % jährlicher Netto-APY in BTC.
- •Bis zu 60 % der LBTC-Besicherungs-Assets werden der Covered-Call-Strategie zugeführt, wobei Bitcoin von den regulierten Verwahrern Anchorage Digital Bank und Kraken Institutional gehalten wird.
- •Eine Pilot-Allokation von 10 Millionen US-Dollar startet in der Woche vom 17. August; die vollständige Allokation soll bis September abgeschlossen sein.
- •Der Wechsel wurde durch die schwankenden Yield-Raten von Babylon ausgelöst, was Lombard veranlasste, einen vorhersehbareren Einkommensstrom für LBTC-Inhaber zu suchen.
- •Covered-Call-Strategien erwirtschaften Rendite über Optionsprämien, begrenzen jedoch das Aufwärtspotenzial, wenn der Bitcoin-Preis über den Ausübungspreis steigt.

Lombard ändert LBTC-Yield-Strategie hin zu von Bitwise verwalteten Covered Calls mit Ziel von 2,5 % Netto-APY
Lombard, ein Protokoll für Bitcoin Liquid Staking, hat eine bedeutende Änderung angekündigt, wie sein LBTC-Token Rendite erwirtschaftet. Das Projekt weg vom Babylon Bitcoin Staking hin zu einer von Bitwise verwalteten Covered-Call-Optionsstrategie, mit einem Ziel von 2,5 % jährlicher Netto-APY in BTC.
LBTC, Lombards Liquid-Staking-Token, soll Bitcoin innerhalb von DeFi produktiv halten und gleichzeitig eins zu eins durch das zugrunde liegende Asset besichert bleiben. Die generierte Rendite ist ein entscheidendes Differenzierungsmerkmal in einer zunehmend wettbewerbsintensiven Bitcoin-DeFi-Landschaft, in der Protokolle darum konkurrieren, sinnvolle Renditen zu bieten, ohne Kompromisse bei Sicherheit oder Liquidität einzugehen.
Allokations- und Verwahrungsdetails
Nach dem neuen Modell werden bis zu 60 % der LBTC-Besicherungs-Assets in die Covered-Call-Strategie umgeleitet. Der zugrunde liegende Bitcoin wird von Anchorage Digital Bank und Kraken Institutional verwahrt – zwei regulierte Einrichtungen, die den Sicherheits- und Compliance-Anforderungen institutioneller Teilnehmer gerecht werden sollen.
Die Einführung beginnt mit einer Pilot-Allokation von 10 Millionen US-Dollar in der Woche vom 17. August. Lombard erwartet, dass die vollständige Allokation bis September abgeschlossen ist. Bestehende LBTC-Inhaber müssen keine Maßnahmen ergreifen – der Übergang wird automatisch durch das Protokoll abgewickelt.
Gründe für den Strategiewechsel
Lombards bisheriges Renditemodell beruhte auf Babylon Staking, einer gängigen Methode zur Renditeerzeugung mit Bitcoin. Babylon, dessen Mainnet mit großer Aufmerksamkeit startete, hat sich zu einem der bekanntesten Bitcoin-Staking-Protokolle entwickelt und zieht Milliarden an gebundenem Gesamtwert (TVL) an. Die Yield-Raten von Babylon haben jedoch im Zeitverlauf geschwankt, was Lombard veranlasste, einen vorhersehbaren Einkommensstrom zu suchen.
Eine Covered-Call-Strategie umfasst das Halten des zugrunde liegenden Assets – in diesem Fall Bitcoin – und den gleichzeitigen Verkauf von Call-Optionen darauf. Der Optionsverkäufer erhält eine Prämie, die als Renditequelle dient. Dieser Ansatz kann stabilere Erträge als Staking-Rewards liefern, begrenzt jedoch auch das Aufwärtspotenzial: Steigt der Bitcoin-Preis über den Ausübungspreis der Option, können die Calls ausgeübt werden, was die Gewinne deckelt.
Lombard positioniert den Wechsel als Möglichkeit, stabilere risikobereinigte Renditen für LBTC-Inhaber zu erzielen. Die Entscheidung entspricht außerdem einem breiteren Trend bei Bitcoin-Yield-Protokollen, von denen mehrere begonnen haben, mit optionsbasierten Strategien zu experimentieren, während sich das DeFi-Ökosystem weiter ausreift.
Institutionelle Glaubwürdigkeit und Marktkontext
Die Beteiligung von Bitwise verleiht der Vereinbarung institutionelle Glaubwürdigkeit. Bitwise ist ein etablierter Krypto-Asset-Manager, der für seine Indexfonds und den Spot-Bitcoin-ETF (BITB) bekannt ist und Erfahrung im Management regulierter Krypto-Produkte in die Covered-Call-Strategie einbringt.
Die Verwahrung durch Anchorage Digital Bank und Kraken Institutional befasst sich zusätzlich mit Bedenken hinsichtlich Sicherheit und regulatorischer Compliance – Faktoren, die für die institutionelle Akzeptanz entscheidend bleiben. Anchorage Digital operiert als staatlich lizenzierte Krypto-Bank, während Kraken Institutional institutionelle Kunden mit regulierter Handels- und Verwahrungsinfrastruktur betreut.
Der Strategiewechsel erfolgt zu einem Zeitpunkt, da Bitcoin-Staking-Protokolle mit wachsendem Wettbewerb und erhöhter Prüfung konfrontiert sind. Babylon war ein wichtiger Akteur in diesem Bereich, doch seine variablen Yield-Raten haben Projekte wie Lombard dazu veranlasst, alternative Ansätze zu erkunden. Mit der Einführung von Covered Calls setzt Lombard darauf, dass optionsbasierte Rendite Nutzer ansprechen wird, die Konsistenz gegenüber variablen Staking-Rewards bevorzugen.
Dieser Schritt ist kein Einzelfall. Mehrere Protokolle haben begonnen, Optionsstrategien zur Generierung von Bitcoin-Yield zu integrieren, was ein wachsendes Instrumentarium innerhalb der DeFi-Landschaft widerspiegelt. Für Nutzer bedeutet dies eine breitere Palette an Renditeprodukten, die jeweils unterschiedliche Risiko-Rendite-Profile aufweisen und einer sorgfältigen Bewertung bedürfen. Die Entwicklung signalisiert zudem einen breiteren Wandel im Bitcoin-DeFi, wo die Renditegenerierung über natives Staking hinaus diversifiziert wird hin zu traditionellerer Finanztechnologie, angepasst für Krypto-native Assets.