Bitcoin-Entwickler startet „weltweit schlechteste Lotterie“ mit 6 BTC für Puzzle #71
Wichtige Erkenntnisse
- •Krackpot ist ein browserbasiertes Bitcoin-Puzzlespiel von Entwickler Simon Males, das 6 BTC für das Finden des privaten Schlüssels zu Bitcoin Puzzle #71 bietet.
- •Bitcoin Puzzle #71 ist Teil einer 2015 gestarteten Challenge-Serie mit schrittweise größeren privaten Schlüsselräumen, und das aktuelle Puzzle bleibt ungelöst.
- •Die Puzzle-Adresse enthält 7.10182686 BTC, und das Spiel begrenzt die Suche auf etwa 2^70 mögliche Schlüssel.
- •Krackpot nutzt WebGPU in einem kompatiblen Desktop-Browser und benötigt weder eine separate Anwendung noch ein Konto oder einen gemeinsamen Mining-Pool.
- •Males zufolge würde eine einzelne Gaming-GPU etwa 830.000 Jahre brauchen, um den Schlüssel zu finden; selbst eine Million ähnliche GPUs würden noch rund ein Jahr benötigen.

Der Entwickler Simon Males hat Krackpot gestartet, ein browserbasiertes Bitcoin-Puzzlespiel, das 6 BTC für jeden verspricht, dessen Grafikkarte den privaten Schlüssel findet, der eine der am längsten laufenden öffentlichen kryptografischen Herausforderungen von Bitcoin kontrolliert.
Krackpot zielt auf Bitcoin Puzzle #71 ab, eine absichtlich geschwächte Wallet, die im Rahmen einer Challenge von 2015 erstellt wurde, um die Schwierigkeit der Suche in immer größeren privaten Schlüsselräumen zu demonstrieren. Die Serie wurde von einer anonymen Partei eingerichtet, die Adressen mit privaten Schlüsseln zunehmender Bit-Länge von 1 Bit bis zu 160 Bit finanzierte, und die Einträge mit kürzeren Schlüsseln wurden im Laufe des vergangenen Jahrzehnts kontinuierlich gelöst, da sich Suchsoftware und GPU-Kapazitäten verbesserten. Die Adresse ist weiterhin ungelöst und enthält etwa 7.1018 BTC, während sich das Spiel selbst aufgrund der außergewöhnlich geringen Wahrscheinlichkeit, den richtigen Schlüssel zu finden, als die „schlechteste Lotterie der Welt“ bezeichnet.
Browserbasierte Suche nutzt lokale GPU-Leistung
Krackpot läuft über WebGPU direkt in einem kompatiblen Desktop-Browser, ohne dass eine dedizierte Anwendung installiert oder ein Konto erstellt werden muss. WebGPU ist die Browser-Schnittstelle für moderne Grafik- und allgemeine GPU-Berechnungen, die ab 2023 in wichtigen Desktop-Browsern ausgerollt wurde und eine installationfreie lokale Suche möglich macht. Teilnehmer geben eine Bitcoin-Auszahlungsadresse an und lassen ihre GPU lokal im eingeschränkten Schlüsselraum des Puzzles suchen.
Puzzle #71 begrenzt den unbekannten privaten Schlüssel auf einen Bereich mit 2^70 Möglichkeiten, also rund 1.18 Sextillionen Kandidaten. Dieser absichtlich eingeschränkte Bereich unterscheidet sich grundlegend vom Versuch, einen gewöhnlichen Bitcoin-Privatschlüssel aus dem gesamten secp256k1-Schlüsselraum per Brute-Force zu erraten, und Males entwickelte das Projekt unter anderem, um genau diesen Unterschied zu veranschaulichen.
Seine technische Analyse der WebGPU-Implementierung schätzt, dass eine einzelne Gaming-GPU ungefähr 830.000 Jahre benötigen würde, bevor ein erfolgreicher Treffer zu erwarten wäre. Selbst eine Million vergleichbarer GPUs, die kontinuierlich suchen, würde diese Schätzung nur auf etwa ein Jahr senken.
Die Widerstandsfähigkeit von Bitcoin gegenüber künftigen kryptografischen Angriffen hat in diesem Jahr stärker Aufmerksamkeit erhalten, da Forschende Risiken jenseits herkömmlicher Brute-Force-Methoden untersuchen. Strategy hat kürzlich ein 15-millionen-Dollar Bitcoin Security Consortium gestartet, zu dessen frühen Forschungsschwerpunkten auch Post-Quantum-Kryptografie gehört.
Gewinner erhält 6 BTC aus der Puzzle-Wallet
Wenn Krackpot den Zielschlüssel findet, ist die Anwendung so konzipiert, dass sie lokal eine signierte Transaktion erstellt und sie über einen privaten Einreichungskanal weiterleitet, anstatt den wiederhergestellten Schlüssel über eine normale öffentliche Übertragung offenzulegen.
Genau 6 BTC würden an die vom Teilnehmer gewählte Adresse gesendet, während der verbleibende Saldo an eine vom Entwickler kontrollierte Adresse geht. Das Projekt erhebt keine Teilnahmegebühr und verlangt nicht, dass Teilnehmer ihre Rechenleistung bündeln. Das unterscheidet sich davon, wie frühere, auf kürzeren Schlüsseln basierende Einträge der Serie oft angegriffen wurden, wobei koordinierte Teams spezielle Kommandozeilen-Suchwerkzeuge wie BitCrack einsetzten.
Die ungewöhnliche Challenge kommt zudem zu einem Zeitpunkt, an dem reale Wallet-Schwachstellen weiterhin den Unterschied zwischen absichtlich reduzierten kryptografischen Puzzles und unbeabsichtigten Fehlern bei der Schlüsselerzeugung verdeutlichen. Coinspect identifizierte kürzlich den Ill Bloom Wallet-Fehler nach einem Abfluss von rund $5 million, wobei schwache Zufälligkeit Tausende von Adressen verwundbar machte.
Puzzle #71 bleibt ungelöst
Bitcoin Puzzle #71 enthält derzeit 7.10182686 BTC an der Adresse 1PWo3JeB9jrGwfHDNpdGK54CRas7fsVzXU, und die Challenge wird weiterhin als ungelöst geführt. Die Serie reicht bis zu 160-Bit-Puzzles, von denen jedes exponentiell größer ist als das vorherige, sodass sich die Grenze der praktisch durchsuchbaren Schlüssel selbst bei verbesserter Hardware nur allmählich verschoben hat.
Krackpot behauptet nicht, dass sich gewöhnliche Bitcoin-Wallets mit Consumer-Grafikkarten knacken lassen. Das Ziel befindet sich ausdrücklich innerhalb eines dramatisch reduzierten privaten Schlüsselraums, der für das Puzzle veröffentlicht wurde, während korrekt erzeugte Bitcoin-Schlüssel außerhalb der praktischen Reichweite konventioneller Brute-Force-Berechnungen bleiben.
Für Teilnehmer von Krackpot bleibt die Rechnung bewusst unerbittlich: ungefähr 2^70 mögliche Schlüssel, 6 BTC für den Gewinner und eine geschätzte Suchdauer von 830.000 Jahren für eine einzelne Gaming-GPU.
Der Beitrag Bitcoin Developer Launches ‘World’s Worst Lottery’ For 6 BTC Puzzle erschien zuerst auf Crypto Adventure.