Kospi stürzt ab: Samsung- und SK-Hynix-Aktien belasten den Index
Wichtige Erkenntnisse
- •Samsung Electronics fiel um etwa 12%, SK Hynix um rund 12.7% und belastete den Kospi wegen ihrer hohen Indexgewichtung stark.
- •Der Kospi rutschte zeitweise um 10.5% auf 6,051.19 ab, den niedrigsten Stand seit April, bevor Handelsbeschränkungen ausgelöst wurden.
- •Anleger wurden vorsichtiger, ob die KI-bezogenen Investitionsausgaben und die Chipnachfrage weiter im Tempo der jüngsten Rally steigen können.
- •Die Sorge wuchs, dass eine zunehmende chinesische Chipproduktion Preise, Margen und Marktanteile etablierter Speicherchip-Hersteller unter Druck setzen könnte.
- •CXMT nahm bei seinem STAR-Market-Börsengang in Shanghai mindestens 8.6 Milliarden Dollar ein; die Aktie sprang am ersten Handelstag um etwa 466%.

Südkoreas Kospi fiel am Dienstag um mehr als 9%, da Anleger angesichts wachsender Zweifel an der Nachhaltigkeit der Ausgaben für künstliche Intelligenz Halbleiteraktien verkauften. Der Ausverkauf traf Chip-Hersteller während der Sitzung am stärksten und griff rasch auf einen Markt über, in dem wenige große Technologiewerte erheblichen Einfluss haben.
Am Tiefpunkt fiel der Kospi um 10,5% auf 6,051.19 und erreichte damit den schwächsten Stand seit April. Der Rückgang war so stark, dass vorübergehende Handelsbeschränkungen ausgelöst wurden, was die abrupte Veränderung der Marktstimmung während der Sitzung unterstreicht.
Wie Samsung und SK Hynix den Rückgang antrieben
Die Aktien von Samsung Electronics verloren etwa 12%, während SK Hynix um rund 12.7% fielen. Die beiden Halbleiterhersteller machen einen großen Teil der Indexgewichtung aus, weshalb ihre Verluste den Kospi und den breiteren südkoreanischen Markt überproportional belasteten.
Halbleiteraktien waren während des KI-Investitionsbooms gestiegen, da Technologieunternehmen massiv Kapital in Rechenzentren, Server und fortschrittliche Computersysteme investierten.
Später wurden Anleger vorsichtiger gegenüber den hohen Bewertungen, die mit dieser schnellen Expansion verbunden waren. Zudem stellten sie die Frage, ob Ausgaben und Chip-Nachfrage im gleichen Tempo weiter zulegen könnten, insbesondere in einem Sektor, in dem Erwartungen an KI-bezogene Infrastruktur bereits eine starke Rally ausgelöst hatten.
Zusätzliche Sorgen entstanden durch den Wettbewerb chinesischer KI-Unternehmen und Chip-Hersteller. Anleger befürchteten, dass eine höhere chinesische Produktion die Preise und Gewinnmargen unter Druck setzen und zugleich den globalen Marktanteil etablierter Produzenten verringern könnte.
Was CXMTs Börsengang über 8.6 Milliarden Dollar für den globalen DRAM-Markt bedeutet
Die Aufmerksamkeit richtete sich auf ChangXin Memory Technologies, nachdem das Unternehmen in Shanghai mit dem Handel begann. Die Aktien von CXMT sprangen in der ersten Sitzung um etwa 466% und das Unternehmen nahm über seinen STAR-Market-Börsengang mindestens 8.6 Milliarden Dollar ein.
Chinese chipmaker CXMT soars almost 500% in market debut — Financial Times (@FT) July 27, 2026
Chinese chipmaker CXMT soars almost 500% in market debut
CXMT stellt Dynamic Random Access Memory Chips für Telefone, Computer, Server und KI-Maschinen her. Samsung Electronics, SK Hynix und Micron Technology gehören zu den führenden Anbietern im globalen DRAM-Markt. Das Wachstum von CXMT weckte die Erwartung, dass das Unternehmen zu einem noch stärkeren Wettbewerber werden könnte.
Der Ausverkauf beim Kospi fiel zudem mit einem breiteren Rückgang an den asiatischen Märkten zusammen. Der Nikkei 225 in Japan sank um 4% und schloss bei 62,343, während der Taiex in Taiwan um 3.9% nachgab und der Shanghai Composite laut Google Finance um 1% fiel.
Auch der Hang Seng in Hongkong bewegte sich nach unten, wenn auch mit einem geringeren Rückgang. Die Verluste zeigten, dass der Druck auf Technologiewerte nicht auf Südkorea beschränkt war und am Dienstag mehrere wichtige asiatische Märkte erfasste, wodurch sich ein regionaler Rückzug bei Titeln mit Bezug zu Chips und KI-Infrastruktur verstärkte.
Der starke Rückgang des Kospi spiegelte einen schnellen Stimmungsumschwung gegenüber KI-bezogenen Aktien wider. Marktteilnehmer wogen weiterhin hohe Bewertungen gegen die robuste langfristige Nachfrage nach Speicherchips und Recheninfrastruktur ab, während Investitionsausgaben und chinesischer Wettbewerb zentrale Sorgen blieben.