NachrichtenKryptoNavers Dunamu-Übernahme steht vor der Bewährungsprobe durch die bevorstehenden Anteilsschwellen-Regelungen für Aktionäre

Navers Dunamu-Übernahme steht vor der Bewährungsprobe durch die bevorstehenden Anteilsschwellen-Regelungen für Aktionäre

Autor: Cryptopolitan·

Wichtige Erkenntnisse

  • Der Forschungsdienst der Nationalversammlung warnte in einem Bericht an den Demokratischen Abgeordneten Park Min-kyu, dass wettbewerbsrechtliche Anforderungen der anstehenden Gesetzgebung zu digitalen Vermögenswerten widersprechen könnten, was Navers Financials Übernahme von Dunamu betrifft.
  • Das Monopoly Regulation and Fair Trade Act verlangt von Holdinggesellschaften, mindestens 50 % einer nicht börsennotierten Tochtergesellschaft zu besitzen, während der Entwurf des Framework Act on Digital Assets den Anteil eines einzelnen Großaktionärs an einer Börse für virtuelle Vermögenswerte begrenzen würde.
  • Naver Financial und Dunamu genehmigten Ende November 2025 einen umfassenden Aktientausch im Verhältnis 1 zu 2,54, wodurch das kombinierte Unternehmen mit rund 20 Billionen Won bewertet wird.
  • Im Rahmen des Deals soll Dunamu-Vorsitzender Song Chi-hyung mit 19,5 % größter Aktionär werden, während Navers Anteil auf 17 % sinkt; zudem wurde eine Investition von 10 Billionen Won über fünf Jahre in KI- und Blockchain-Entwicklung zugesagt.
  • Dunamus Upbit bleibt Südkoreas dominierende Krypto-Börse mit rund 1,04 Milliarden US-Dollar täglichem Spot-Handelsvolumen Ende August, mehr als die drei nächsten inländischen Konkurrenten zusammen.
Navers Dunamu-Übernahme steht vor der Bewährungsprobe durch die bevorstehenden Anteilsschwellen-Regelungen für Aktionäre

Der Forschungsdienst der Nationalversammlung Südkoreas hat einen regulatorischen Widerspruch identifiziert, der bei Abschluss der Übernahme von Dunamu, dem Betreiber der Krypto-Börse Upbit, eine umfassende Neugestaltung der Unternehmensführung bei Naver Financial erzwingen könnte.

Der potenzielle Konflikt besteht zwischen zwei Regelungen im Rahmen des Fair Trade Act: einer Regelung, die von Holdinggesellschaften verlangt, Mindestanteile an ihren Tochtergesellschaften zu halten, und einer vorgeschlagenen Obergrenze dafür, wie viel Anteil an einer Krypto-Börse ein einzelner Großaktionär besitzen darf. Für den südkoreanischen Krypto-Markt reicht die Frage über ein einzelnes Geschäft hinaus: Wie die beiden Regelungen zusammenwirken, wird bestimmen, wem die dominierende Börse des Landes gehören kann.

Wird Naver Financial die Übernahme von Dunamu abschließen?

In einem Bericht, der dem Demokratischen Parteienabgeordneten Park Min-kyu übergeben wurde, warnte der Forschungsd der Nationalversammlung, dass bestimmte wettbewerbsrechtliche Anforderungen den aktuell geprüften Gesetzen widersprechen könnten.

Im Zentrum der Angelegenheit steht das Monopoly Regulation and Fair Trade Act, das von Holdinggesellschaften verlangt, mindestens 50 % einer nicht börsennotierten Tochtergesellschaft und % einer börsennotierten Tochtergesellschaft zu besitzen. Risikokapital-Holdinggesellschaften müssen gesetzlich mindestens 20 % halten.

Auf der anderen Seite steht der Framework Act on Digital Assets, die zweite Phase der Krypto-Gesetzgebung Südkoreas, der noch im Parlament beraten wird. Die Abgeordneten beschäftigen sich seit Monaten mit einer Bestimmung, die den Anteil begrenzen soll, den ein einzelner Großaktionär an einer Börse für virtuelle Vermögenswerte halten darf.

Der Forschungsdienst stellte fest, dass die beiden Systeme nicht in jedem Fall im Konflikt stehen, sagte aber, dass eine Unter- und eine Obergrenze für denselben Anteil „als widersprüchliche Struktur angesehen werden könnte“.

Naver Financial ist keine Holdinggesellschaft, was bedeutet, dass die Tochtergesellschaftsregelungen des Fair Trade Act derzeit nicht auf das Unternehmen anwendbar sind.

Die Bedingungen des Deals zwischen Naver und Dunamu

Naver Financial und Dunamu genehmigten Ende November 2025 einen umfassenden Aktientausch, der Dunamu in den Vollbesitz von Naver Financial überführt. Das Umtauschverhältnis wurde auf 1 zu 2,54 festgelegt, womit das kombinierte Unternehmen mit rund 20 Billionen Won bewertet wird.

Im Rahmen der Vereinbarung soll Dunamu-Vorsitzender Song Chi-hyung mit einem Anteil von 19,5 % zum größten Aktionär werden, während Navers Anteil auf 17 % sinkt.

Zum Deal gehört zudem die Zusage, über fünf Jahre hinweg 10 Billionen Won (6,8 Milliarden US-Dollar) in die Entwicklung der KI- und Blockchain-Technologie Südkoreas zu investieren.

Dunamu bleibt der dominierende Börsenbetreiber Südkoreas. Wie Cryptopolitan berichtete, wickelte der Upbit-Betreiber Ende August rund 1,04 Milliarden US-Dollar anem Spot-Handelsvolumen ab, mehr als seine drei nächsten inländischen Konkurrenten zusammen. Die vorgeschlagene Obergrenze im Framework Act on Digital Assets würde allgemein für Börsen für virtuelle Vermögenswerte gelten und damit Upbit ausdrücklich in den Mittelpunkt der Debatte stellen. Solange der Gesetzentwurf noch im Parlament beraten wird, ist die endgültige Formulierung dieser Obergrenze das entscheidende Detail, auf das es zu achten gilt, während der Aktientausch seinem Abschluss zustrebt.