NachrichtenKryptoKevin O’Learys Altcoin-Ausstieg wird durch die Realität des Fondsbesitzes relativiert

Kevin O’Learys Altcoin-Ausstieg wird durch die Realität des Fondsbesitzes relativiert

Autor: DailyCoin·

Wichtige Erkenntnisse

  • Kevin O’Leary soll seine Krypto-Allokation von 24% auf 14% reduziert haben und halte nun nur noch Bitcoin und Ethereum.
  • Das Video zitiert Daten, denen zufolge Institutionen eine engere Auswahl an Tokens handeln, statt Altcoins pauschal aufzugeben.
  • Wintermute-Daten im Video zeigen, dass Institutionen die Zahl der Tokens, mit denen sie handeln wollten, innerhalb von zwei Jahren um 24% erhöhten, gegenüber 76% bei Privatanlegern.
  • Kaiko-Daten im Video zeigen, dass die 10 größten Altcoins ihren Anteil am gesamten Altcoin-Handelsvolumen von 50% auf 63% erhöhten.
  • Auf Basis von regulierten Fondsvermögen als Anteil der Marktkapitalisierung schätzt das Video Solana auf etwa 2%, Hedera auf 1.6% und Avalanche auf etwas über 1%.
Kevin O’Learys Altcoin-Ausstieg wird durch die Realität des Fondsbesitzes relativiert

In einem FireHustle-Video stellt der Host Kevin O’Learys Entscheidung infrage, sein gemeldetes Altcoin-Engagement zu reduzieren, und argumentiert, dass institutionelle Daten eine pauschale Abwertung von Assets wie Hedera, Solana und Avalanche nicht stützen. O’Leary soll seine Krypto-Allokation von 24% auf 14% gesenkt haben und halte nun nur noch Bitcoin und Ethereum, während er den Rest als „poopoo coins“ bezeichnet.

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Die zentrale Frage sei, so der Host, nicht, ob ein milliardenschwerer Investor verkauft habe, sondern ob große professionelle Anleger dieselben Tokens tatsächlich aufgegeben hätten. In dieser Hinsicht zeige das Video ein gemischteres Bild, als O’Learys Kommentare vermuten lassen.

Institutionen verringern ihr Altcoin-Engagement, geben es aber nicht auf

O’Learys Sicht stützt sich auf Daten eines Indexanbieters, denen zufolge rund 97% der aggregierten Krypto-Renditen auf Bitcoin und Ethereum entfallen seien. Aus dieser Perspektive hätten Indexfonds, Staatsfonds und andere große Kapitalgeber wenig Grund, einen breiten Korb kleinerer Tokens zu halten, insbesondere angesichts regulatorischer Anforderungen und des überproportionalen Einflusses von Bitcoin auf den Gesamtmarkt.

Das Video sagt, die Daten von Wintermute für das erste Halbjahr stützten diese Argumentation teilweise. Den zitierten Zahlen zufolge erhöhten institutionelle Teilnehmer die Zahl der Tokens, mit denen sie handeln wollten, innerhalb von zwei Jahren nur um 24%, verglichen mit 76% bei Privatanlegern. Separate vom Host zitierte Kaiko-Daten zeigten, dass die 10 größten Altcoins ihren Anteil am gesamten Altcoin-Handelsvolumen von 50% auf 63% ausweiteten.

Diese Verschiebung deute eher auf einen selektiveren Markt hin als auf eine Rückkehr zu den breiten, unterschiedslosen Altcoin-Rallys früherer Zyklen. Die OTC-Desk-Daten von Wintermute zeigten zudem, dass Institutionen einen Rekordanteil von 72% an der Spot-Handelsaktivität über Tokens hinweg ausmachten, nicht nur bei Bitcoin und Ethereum. Für Leser, die einschätzen wollen, ob institutionelles Kapital überhaupt präsent ist, lautet die Antwort offenbar ja — allerdings in einer kleineren Auswahl an Namen und mit stärkerem Fokus auf regulierte Zugangswege.

HBAR, SOL und AVAX weisen weiterhin reguliertes Fondsengagement auf

Fire Hustle schlägt ein einfaches Maß vor: die gesamten Nettovermögenswerte in regulierten Fonds, die an einen Token gekoppelt sind, mit der gesamten Marktkapitalisierung dieses Tokens zu vergleichen. Damit soll gezeigt werden, wie stark ein Netzwerk in professionellen Anlageprodukten vertreten ist.

Unter Verwendung der im YouTube-Video zitierten SosoValue-Daten hielten Ethereum-Fonds Vermögenswerte in Höhe von 4.55% der Marktkapitalisierung von ETH, während Bitcoin bei 6% lag. Solana wurde auf etwa 2% geschätzt, Hedera auf 1.6% und Avalanche auf etwas über 1%.

Der HBAR-Wert wurde einem einzelnen Produkt zugeschrieben, das im Video als Canary HBAR ETF beschrieben wird, wodurch es ein engeres institutionelles Signal ist, als es zunächst erscheinen mag. Dennoch argumentiert der Host, dass das Vorhandensein regulierten Fondskapitals in allen drei Assets der Vorstellung widerspricht, Institutionen hätten diese vollständig abgeschrieben.

Natürlich kann sich Fondsbesitz schnell ändern, und die Existenz eines Produkts ist keine Garantie für anhaltende Nachfrage. Dennoch deuten die Daten darauf hin, dass O’Learys Bitcoin-und-Ethereum-allein-Ansatz eher eine Portfolioeinschränkung als ein endgültiges Urteil über jeden großen Altcoin ist.

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