Bundesrichter stoppt Minnesotas Verbot von Prediction Markets, während die Bundesrechtsklage weiterläuft
Wichtige Erkenntnisse
- •Die einstweilige Verfügung wurde nur wenige Tage vor dem geplanten Beginn von Minnesotas Verbot von Prediction Markets am 1. August erlassen.
- •Minnesota war der erste Bundesstaat der USA, der ein umfassendes Verbot von Prediction Markets verabschiedete.
- •Das Gericht kam zu dem Schluss, dass die Kläger voraussichtlich erfolgreich darlegen können, dass Bundesrecht Minnesotas Gesetz verdrängt.
- •Kalshi und Polymarket argumentieren, dass ihre Kontrakte bundesrechtlich regulierte Finanzderivate und keine Glücksspielprodukte seien.
- •Das Urteil könnte weitere staatliche Verfahren beeinflussen, da Gerichte die Grenze zwischen bundesrechtlicher Regulierung und staatlichem Glücksspielrecht abwägen.

Ein Bundesrichter hat Minnesotas wegweisendes Gesetz zum Verbot von Prediction Markets vorläufig gestoppt und entschieden, dass die Regelung wahrscheinlich mit Bundesrecht kollidiert, sodass Plattformen wie Kalshi und Polymarket ihren Betrieb im Bundesstaat fortsetzen können, während der Rechtsstreit weiterläuft.
Die einstweilige Verfügung wurde nur wenige Tage vor dem für den 1. August geplanten Inkrafttreten des Gesetzes erlassen. Minnesota war der erste Bundesstaat der USA, der ein umfassendes Verbot von Prediction Markets eingeführt hat und argumentierte, dass diese Produkte als Glücksspiel zu behandeln seien und daher der Aufsicht des Bundesstaates unterliegen sollten.
Bundesrechtliche Vorfahrt im Zentrum des Streits
Das Gericht kam zu dem Schluss, dass die Kläger voraussichtlich erfolgreich darlegen können, dass die Commodity Futures Trading Commission die ausschließliche Befugnis hat, viele der Event-Kontrakte zu regulieren, die auf bundesrechtlich regulierten Prediction Markets angeboten werden. Folglich befand der Richter, dass Bundesrecht Minnesotas Gesetz möglicherweise verdrängt und es während der laufenden Klage nicht durchsetzbar ist.
Die Klage wurde von der CFTC zusammen mit den Prediction-Market-Betreibern Kalshi und Polymarket eingereicht. Sie argumentieren, dass ihre Kontrakte regulierte Finanzderivate und keine traditionellen Glücksspielprodukte seien und daher unter die durch den Commodity Exchange Act begründete Bundeszuständigkeit fallen.
Breiterer Regulierungsstreit
Das Urteil ist eine weitere Entwicklung in dem wachsenden Konflikt zwischen Landesregierungen und Betreibern von Prediction Markets. Mehrere Bundesstaaten haben versucht, diese Plattformen mithilfe von Glücksspielgesetzen einzuschränken oder zu verbieten, während die Unternehmen stets argumentiert haben, dass Bundesrecht die staatliche Regulierung außer Kraft setzt.
Minnesotas Gesetz galt als bislang aggressivster Vorstoß eines Bundesstaates, da es den Betrieb oder die Bewerbung vieler Prediction Markets unter Strafe gestellt hätte. Die einstweilige Verfügung setzt diese Bestimmungen bis zu einer endgültigen Entscheidung des Gerichts aus.
Der Ausgang des Verfahrens könnte weit über Minnesota hinaus Auswirkungen haben. Da Prediction Markets in Bereiche wie Wahlen, Sport, Wetter und wirtschaftliche Ereignisse expandieren, werden Gerichte zunehmend gefragt, die Grenze zwischen bundesrechtlich regulierten Finanzprodukten und staatlich reguliertem Glücksspiel zu ziehen. Ein endgültiges Urteil könnte prägen, wie Prediction Markets in den gesamten Vereinigten Staaten reguliert werden, und ähnliche bereits laufende Rechtsstreitigkeiten in anderen Bundesstaaten beeinflussen.