NachrichtenKryptoJordi Visser sagt, der KI-Trade könnte seinen Höhepunkt erreicht haben – Ist Krypto die nächste Rotation?

Jordi Visser sagt, der KI-Trade könnte seinen Höhepunkt erreicht haben – Ist Krypto die nächste Rotation?

Autor: AI Crypto Core·

Wichtige Erkenntnisse

  • Jordi Visser argumentiert, dass die Phase mit den höchsten Renditen des KI-Trades möglicherweise bereits abgeschlossen ist, auch wenn die KI-Technologie selbst weiter voranschreitet.
  • Visser unterscheidet zwischen der langfristigen KI-Adoption als Technologie und der kurzfristigeren Profitabilität von KI als Marktposition und stellt fest, dass die Positionierung von Investoren typischerweise vor den Fundamentaldaten ihren Höhepunkt erreicht.
  • Er erwartet, dass Bitcoin und Ethereum Kapital anziehen könnten, das von einem reifenden KI-Thema abwandert, während Investoren nach der nächsten High-Beta-Wachstumserzählung suchen.
  • Visser hat Bitcoin zudem als einen KI-Trade bezeichnet, den KI selbst nicht eliminieren kann, und verbindet damit die beiden dominierenden Markterzählungen des aktuellen Zyklus.
  • Erhebliche Hindernisse für eine Krypto-Rotation umfassen über 1 Milliarde Dollar an Sicherheitsverlusten im Sektor in der ersten Hälfte 2026 sowie ungelöste regulatorische Fragen zu neuartigen Produkten wie Prognosemärkten.
Jordi Visser sagt, der KI-Trade könnte seinen Höhepunkt erreicht haben – Ist Krypto die nächste Rotation?

Der Makro-Investor Jordi Visser argumentiert, dass die profitabelste Phase des KI-Trades möglicherweise bereits hinter dem Markt liegt, was die Frage aufwirft, ob Krypto das nächste Ziel der Kapitalrotation werden wird. KI und Krypto waren die beiden dominierenden Wachstumserzählungen des aktuellen Zyklus, und Vissers These rückt das Verhältnis zwischen beiden ins Rampenlicht – in einem Moment, in dem sie um denselben Pool an risikofreudigem Kapital konkurrieren.

Warum Jordi Visser glaubt, dass sich das beste KI-Trade-Fenster möglicherweise schließt

Visser legte seine These in einem Video-Interview-Ausschnitt dar, der auf YouTube veröffentlicht wurde und in dem er erklärt, dass die Phase mit den höchsten Renditen des KI-Trades möglicherweise vorbei ist.

Die entscheidende Unterscheidung, die er trifft, betrifft die langfristige Adoption von KI als Technologie einerseits und die kurzfristigere Profitabilität des KI-Trades als Marktposition andererseits. Erstere kann sich weiter ausdehnen, während letztere reift und abnehmende Renditen erbringt.

Diese Einordnung ist bedeutsam, weil Investorenerwartungen und Positionierungen tendenziell ihren Höhepunkt erreichen, bevor die Fundamentaldaten dies tun. Sobald ein Thema weit verbreitet und eingepreist ist, sind die überproportionalen Gewinne aus früher Positionierung weitgehend ausgeschöpft – selbst wenn die zugrunde liegende Technologie weiter voranschreitet. Dieses Muster hat sich in früheren Marktzyklen gezeigt, von Internetinfrastruktur bis hin zu mobilen Plattformen, wo eine breite Adoption noch lange fortgesetzt wurde, nachdem die stärksten Aktienrenditen bereits erzielt worden waren.

Vissers Argument ist nicht, dass KI am Ende sei. Vielmehr vertritt er die Ansicht, dass die Phase, in der der Trade die stärksten Renditen lieferte, bereits vergangen sein könnte. Für diejenigen, die marktübergreifende Rotationserzählungen verfolgen, stellt dies eine Einschätzung darüber dar, wohin das marginale Kapital als Nächstes fließt – kein Urteil über KI selbst.

Wenn die Vormachtstellung von KI schwindet – Was macht Krypto zum nächsten Beobachtungsbereich?

Die sich anschließende Frage ist, ob Krypto zum nächsten Ziel für Risikokapital wird, das ein High-Beta-Wachstumsthema sucht. Visser hat unabhängig davon argumentiert, dass Bitcoin de facto selbst ein KI-Trade ist – er bezeichnete es als den einen KI-Trade, den KI selbst nicht zerstören kann, wie TradingView berichtete.

Berichte über seinen breiteren Ausblick deuten darauf hin, dass er eine Hinwendung zu Bitcoin und Ethereum erwartet, wenn der KI-Trade abkühlt, laut Benzinga. Die zugrunde liegende Logik verbindet Makro-Sentiment und Risikoappetit mit Erzählungsmomentum: Wenn sich ein Thema sättigt, sucht Kapital nach dem nächsten. Die beiden Themen überschneiden sich bereits auf Produktebene – KI-adjazente Krypto-Token, dezentrale Rechenprojekte und On-Chain-Datenmarktplätze haben während des gesamten Zyklus Wagniskapital und die Aufmerksamkeit von Privatanlegern angezogen.

Damit diese Rotation zustande kommt, müssten mehrere Signale zugunsten von Krypto zusammenkommen: ein steigender Risikoappetit, eine glaubwürdige neue Erzählung und Kapitalflüsse, die dieser folgen. Marktstrukturereignisse veranschaulichen, wie schnell sich Positionierungen verändern können – etwa die Art und Weise, wie sich die Liquidität verlagerte, nachdem der BitMEX-Ausfall am 12. März die Dynamik an den Handelsplätzen neu geordnet hatte.

Der Gegenfall verdient gleiche Aufmerksamkeit. Erhöhte Sicherheitsverluste im gesamten Sektor, hervorgehoben in einem Blockaid-Bericht über Krypto-Verluste in der ersten Hälfte 2026, und die sich noch entwickelnde regulatorische Landschaft – einschließlich Schritten von Handelsplätzen in CFTC-regulierte Prognosemärkte – stellen Reibungsverluste dar, die das Argument für Krypto als nächsten Trade schwächen könnten.

Als Szenarioanalyse und nicht als Prognose betrachtet, positioniert Vissers These Krypto als einen bedingten nächsten Trade. Die Chance hängt davon ab, ob Kapital tatsächlich aus einem reifenden KI-Thema in digitale Vermögenswerte rotiert – ein Ergebnis, das auf Basis der derzeit verfügbaren Erkenntnisse ungewiss bleibt.

Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine finanzielle oder Anlageberatung dar. Kryptowährungs- und digitale Vermögenswertmärkte bergen erhebliche Risiken. Führen Sie vor Entscheidungen immer Ihre eigenen Recherchen durch.