NachrichtenMakroPolizei: Vermisste Frau auf Jeju starb wahrscheinlich wenige Stunden nach ihrem Verschwinden

Polizei: Vermisste Frau auf Jeju starb wahrscheinlich wenige Stunden nach ihrem Verschwinden

Autor: The Korea Times Business·

Wichtige Erkenntnisse

  • Jang Mi-rans Leiche wurde in einem Wald in der Nähe der Unterkunft auf Jeju gefunden, in der sie vor ihrem Verschwinden gewohnt hatte.
  • Die Polizei geht aufgrund von Telefondaten, die nach ihrem Verschwinden keine Standortveränderungen oder Anrufe zeigten, davon aus, dass sie wahrscheinlich am 13. Mai starb.
  • Die Ermittler erklärten, dass vorläufige Autopsieergebnisse auf Erhängen hindeuten; ein Fremdverschulden hielten sie für unwahrscheinlich, wollen aber alle Möglichkeiten offenlassen.
  • Einem Polizeibeamten wird vorgeworfen, den ursprünglichen Vermisstenfall kurz nach der Anzeige abgeschlossen und dem Freund falsche Informationen über Jang gegeben zu haben.
  • Ein örtliches Gericht erließ einen Haftbefehl gegen den Beamten, nachdem der Fall landesweit auf Prüfung und Aufmerksamkeit gestoßen war.
Polizei: Vermisste Frau auf Jeju starb wahrscheinlich wenige Stunden nach ihrem Verschwinden

Die Polizei teilte am Mittwoch mit, dass eine Frau, die in einem viel beachteten Vermisstenfall auf der südlichen Ferieninsel Jeju in Südkorea tot aufgefunden wurde, wahrscheinlich kurz nach ihrem Verschwinden im Mai starb.

Die Leiche der 37-jährigen Jang Mi-ran wurde am Montag in einem Wald in der Nähe der Langzeitunterkunft entdeckt, in der sie bis zu ihrem Verschwinden am 12. Mai gewohnt hatte – drei Tage, bevor sie erstmals als vermisst gemeldet wurde. Am Dienstag untersuchte die Polizei die Palmfarm auf Jeju, auf der die Leiche am Vortag gefunden worden war.

Laut einer Information der Polizeibehörde der Provinz Jeju gab es von der Nacht ihres Verschwindens bis zum Abschalten ihres Telefons keine Veränderungen des Telefonstandorts und keine geführten Anrufe. Aufgrund dieser Umstände gehen die Beamten davon aus, dass sie wahrscheinlich in den frühen Morgenstunden des 13. Mai starb.

Die Ermittler betonten erneut die geringe Wahrscheinlichkeit eines Fremdverschuldens und verwiesen auf den Fundort und die Position von Jangs Leiche sowie auf vorläufige Autopsieergebnisse, die auf einen Tod durch Erhängen hindeuten. Sie erklärten, dass am Fundort außerdem ein Jang gehörendes Seil sichergestellt wurde, betonten aber, dass im weiteren Verlauf der Ermittlungen alle Möglichkeiten offenbleiben.

Der Fall hat landesweit Aufsehen erregt, nachdem bekannt wurde, dass ein Polizeibeamter Jangs Vermisstenfall nur wenige Stunden nach der Vermisstenmeldung ihres Freundes am 15. Mai abschloss. Dem Beamten wird vorgeworfen, den Freund angelogen zu haben, indem er angab, mit ihr gesprochen zu haben, sie ihm aber untersagt habe, ihren Aufenthaltsort weiterzugeben. Ein örtliches Gericht erließ am Dienstag einen Haftbefehl gegen den Beamten.

Jangs Leiche wurde erst entdeckt, nachdem die Polizei in der vergangenen Woche auf Grundlage einer neuen, von ihrer Familie eingereichten Vermisstenanzeige eine intensive Suche nach ihr eingeleitet hatte. Die Abfolge der Meldungen, die frühzeitige Einstellung des ursprünglichen Falls und der spätere Haftbefehl haben den Umgang mit dem Verschwinden in den Fokus der Prüfung gerückt, auch wenn die Ermittler weiterhin betonen, alle Möglichkeiten offenzuhalten.

Quelle: The Korea Times