Japan strebt ersten Spot-Bitcoin-ETF bis 2028 an, während Kryptogesetz-Reformen voranschreiten
Wichtige Erkenntnisse
- •Japan hat Kryptowährungen von Zahlungsmitteln zu Finanzinstrumenten nach dem Financial Instruments and Exchange Act umklassifiziert und damit den rechtlichen Weg für regulierte Spot-Bitcoin-ETFs geebnet.
- •Die Financial Services Agency arbeitet an überarbeiteten Investmentfonds-Regularien, wobei die ersten Spot-Bitcoin-ETFs möglicherweise bis 2027 oder 2028 an der Tokyo Stock Exchange notiert werden.
- •Inländische Finanzinstitute schätzen, dass Japans Markt für Krypto-Investmentfonds bis Ende des Geschäftsjahres 2028 bis zu 3 Billionen JPY, rund 19,5 Milliarden Dollar, anziehen könnte.
- •Japan plant, die Kryptowährungssteuern von 55 % auf 20 % zu senken, um die Beteiligung der Anleger am Markt für digitale Vermögenswerte auszuweiten.
- •Große Finanzunternehmen, darunter Nomura und SBI, bereiten bereits Bitcoin-ETF-Produkte vor der erwarteten behördlichen Genehmigung durch die japanischen Behörden vor.

Japan bereitet den Weg für die Einführung seines ersten Spot-Bitcoin-ETF bis 2028, nachdem ein wegweisendes Gesetz verabschiedet wurde, das Kryptowährungen als Finanzanlagen neu einstuft. Analysten schätzen, dass der Bitcoin-ETF-Markt des Landes bis Ende des Geschäftsjahres 2028 fast 20 Milliarden Dollar an frischen Investitionen anziehen könnte, wodurch Japan zu einem der größten regulierten Kryptofondsmärkte Asiens aufsteigen könnte.
Große Finanzinstitute, darunter Nomura und SBI, entwickeln laut lokalen Berichten bereits Bitcoin-ETF-Produkte im Vorfeld der erwarteten behördlichen Genehmigung.
Japans neues Kryptogesetz öffnet die Tür für Bitcoin-ETFs
Japans Regierung hat offiziell mit den Vorbereitungen für ihren ersten Spot-Bitcoin-ETF begonnen, nachdem ein neues Gesetz verabschiedet wurde, das Kryptowährungen als Finanzanlagen nach dem Financial Instruments and Exchange Act (FIEA) anerkennt. Die Financial Services Agency (FSA) des Landesarbeitet nun an aktualisierten Investmentfonds-Regularien, um der neuen Klassifizierung Rechnung zu tragen.
Zuvor wurden Kryptowährungen in erster Linie als Zahlungsmittel nach dem japanischen Payment Services Act behandelt. Die Neuklassifizierung verleiht Bitcoin, Ethereum, XRP und anderen digitalen Vermögenswerten einen klareren Rechtsstatus als Finanzinstrumente. Die Regelsetzung der FSA ist der zentrale Umsetzungsschritt, da das Gesetz die Klassifizierung von Krypto-Vermögenswerten ändert, während überarbeitete Fondsregeln bestimmen würden, wie regulierte Anlageprodukte Krypto-Exposures halten und anbieten können.
Japan plant außerdem, die Kryptosteuern von 55 % auf 20 % zu senken – ein Schritt, von dem weithin erwartet wird, dass er mehr Anleger in den Markt für digitale Vermögenswerte ziehen wird.
Lokalen Berichten zufolge streben die Aufsichtsbehörden an, die ersten Spot-Bitcoin-ETFs des Landes bis 2027 oder 2028 an der Tokioter Börse (Tokyo Stock Exchange) zu notieren.
Japan Could Launch Its First Bitcoin ETF as Early as 2028 Japan could introduce its first Bitcoin exchange-traded fund as early as 2028, as the Financial Services Agency prepares to revise investment-fund rules following legislation that brings crypto assets under the Financial… pic.twitter.com/yuY9Pbfcpu — Wu Blockchain (@WuBlockchain) July 23, 2026
Japans Bitcoin-ETF könnte fast 20 Milliarden Dollar erschließen
Japans ETF-Markt könnte nach Abschluss des regulatorischen Rahmens zu einem der größten in Asien werden. Schätzungen inländischer Finanzinstitute zufolge könnten Krypto-Investmentfonds – einschließlich Bitcoin-ETFs – bis Ende des Geschäftsjahres 2028 bis zu 3 Billionen JPY (ca. 19,5 Milliarden Dollar) anziehen.
Portfolio-Diversifizierung ist ein wesentlicher Treiber des institutionellen Interesses. Aiyu Kiguchi, Executive Director of Investment Management beim National Business Pension Fund, sagte, der Fonds habe bereits begonnen, in Krypto-Fonds von überseeischen Hedgefonds zu investieren, und verwies dabei auf die geringe Preiskorrelation von Bitcoin mit dem US-Dollar.
Kiguchis Pensionsfonds verwaltet Vermögenswerte im Wert von 21,5 Milliarden Yen und plant, zunächst 1 % seines Portfolios in digitale Vermögenswerte zu allocieren. Wenn inländisch Spot-Bitcoin-ETFs verfügbar werden, könnten größere Institutionen wie Japans Government Pension Investment Fund (GPIF) einen direkteren regulierten Zugang zu Bitcoin-Exposures erhalten. Für Pensionskassen und Vermögensverwalter würde eine inländische ETF-Struktur zudem den Zugang zu Bitcoin-Exposures in Japans regulierten Fondsmarkt verlagern, anstatt sich ausschließlich auf überseeische Krypto-Fondsfahrzeuge zu verlassen.
Kann Japan den Erfolg der US-Bitcoin-ETFs wiederholen?
Japans Initiative folgt auf die starke Performance der US-Spot-Bitcoin-ETFs seit deren Einführung im Januar 2024. US-Bitcoin-ETFs haben mehr als 51,68 Milliarden Dollar an kumulierten Nettozuflüssen angezogen, wobei die verwalteten Gesamtvolumina 78,81 Milliarden Dollar erreicht haben – das entspricht etwa 6,03 % des im Umlauf befindlichen Bitcoin-Angebots.
BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT) hat den Markt mit mehr als 60,6 Milliarden Dollar an kumulierten Zuflüssen angeführt.
Wenn Japan eine vergleichbare Entwicklung durchläuft, glauben Analysten, dass das Land in den kommenden Jahren zu einem der größten regulierten Bitcoin-ETF-Märkte Asiens aufsteigen könnte. Die nächsten Meilensteine sind die überarbeiteten Investmentfonds-Regularien der FSA, die geplanten Steueränderungen und ein formelles Notierungsverfahren an der Tokyo Stock Exchange für Produkte, die derzeit von Finanzinstituten vorbereitet werden.