Japan richtet eigenständige FSA-Abteilung für Krypto ein, während die Regeln für digitale Vermögenswerte verschärft werden
Wichtige Erkenntnisse
- •Die Financial Services Agency wird am 7. August innerhalb des Asset Utilization and Insurance Supervision Bureau eine Cryptocurrency and Stablecoin Division einrichten.
- •Die neue Abteilung ersetzt mehrere kleinere Einheiten und bündelt die Verantwortung für Krypto-Regulierung, Überwachung, Innovationspolitik und Zahlungsplanung.
- •Japans überarbeiteter Financial Instruments and Exchange Act behandelt Krypto-Assets nun als Finanzinstrumente und führt Insiderhandelsbeschränkungen sowie Offenlegungspflichten ein.
- •Die Strafen für Tätigkeiten ohne Registrierung werden erhöht; Freiheitsstrafen steigen auf zehn Jahre und Geldstrafen auf 10 Millionen Yen.
- •Japan bereitet außerdem einen separaten Krypto-Steuerrahmen vor und prüft Regeln, die inländische Bitcoin-ETFs ermöglichen könnten.

Japan hat innerhalb der Financial Services Agency (FSA) eine eigene Regulierungsabteilung für Kryptowährungen und Stablecoins geschaffen. Die neue Struktur tritt am 7. August in Kraft und hebt die Aufsicht über digitale Vermögenswerte auf Abteilungsebene. Der Schritt verschafft Japan einen klareren Rahmen für Börsenaufsicht, Zahlungsregulierung und finanzielle Innovation, da digitale Vermögenswerte stärker in die allgemeinen Finanzregeln integriert werden.
Eigenständige Abteilung bündelt Krypto-Aufsicht
Die FSA kündigte die Cryptocurrency and Stablecoin Division am 5. August offiziell an, nachdem sie umfassendere organisatorische Änderungen genehmigt hatte. Ab dem 7. August wird die Abteilung im Asset Utilization and Insurance Supervision Bureau angesiedelt. Sie ersetzt mehrere Einheiten auf Büroebene, die zuvor innerhalb der Behörde für Krypto-Politik, Überwachung und Innovation zuständig waren.
Vor der Umstellung verwaltete das Comprehensive Policy Bureau den Großteil der Krypto-Arbeit über seine Risk Analysis Division. Zu dieser Struktur gehörten das Cryptocurrency and Blockchain Innovation Office und das Cryptocurrency Monitoring Office. Das neue Modell gibt Japan eine einzige Abteilung mit direkter Verantwortung für die Regulierung digitaler Vermögenswerte.
Unter der neuen Abteilung werden drei spezialisierte Büros die wichtigsten Politikbereiche aufteilen. Das Cryptocurrency Monitoring Office wird Börsen und andere registrierte Dienstleister überwachen. Zwei separate Büros werden sich um Innovationspolitik und die Planung digitaler Zahlungen kümmern.
Gesetzesreform erweitert Marktregeln
Die Umstrukturierung folgt auf umfassende Änderungen des Financial Instruments and Exchange Act. Gesetzgeber stufen Krypto-Assets im Rahmen des überarbeiteten Systems nun als Finanzinstrumente ein. Damit hat Japan digitale Vermögenswerte näher an die Regeln herangeführt, die in traditionellen Wertpapiermärkten gelten.
Das geänderte Gesetz führt Insiderhandelsbeschränkungen für Kryptowährungstransaktionen ein. Zudem müssen ausgewählte Emittenten jährliche Offenlegungen veröffentlichen und die Markttransparenz verbessern. Diese Maßnahmen verschärfen die Verhaltensstandards und erweitern die regulatorische Verantwortung in dem wachsenden Sektor.
Das Gesetz erhöht zudem die Strafen für Tätigkeiten ohne ordnungsgemäße Registrierung. Die Höchststrafe für Freiheitsentzug steigt von drei Jahren auf zehn Jahre. Geldstrafen werden nach Inkrafttreten ebenfalls von drei Millionen Yen auf zehn Millionen Yen erhöht.
Steuern, ETFs und Durchsetzung prägen die nächste Phase
Japan bereitet außerdem eine gesonderte Steuerstruktur für Krypto-Gewinne vor. Der vorgeschlagene Rahmen sieht einen effektiven Satz von 20% sowie einen dreijährigen Verlustvortrag vor. Nach den derzeitigen Plänen könnten die unterstützenden Steuerregeln 2028 in Kraft treten.
Die Aufsichtsbehörden bereiten zudem Änderungen vor, die inländische Bitcoin Exchange-Traded Funds unterstützen könnten. Die FSA überprüft die Regeln für Investmentfonds, bevor sie den erforderlichen rechtlichen Rahmen abschließt. Diese Schritte würden Japan regulierten Anlageprodukten auf Basis digitaler Vermögenswerte näher bringen und Marktteilnehmern einen klareren Weg für Produkte geben, die zwischen klassischen Fonds und Krypto-Exponierung liegen.
Auch die Durchsetzung gegenüber Offshore-Börsen wurde im Zuge des breiteren Kurswechsels verschärft. Bitget wird japanische Konten ab dem 1. November einschränken und verbleibende Positionen am 31. Dezember schließen. Die neue Abteilung verschafft Japan stärkere Möglichkeiten, Registrierungsregeln durchzusetzen und zugleich regulierte Innovation zu unterstützen.