Japan rückt Bitcoin-ETFs näher, während die Kryptoaufsicht verschärft wird
Wichtige Erkenntnisse
- •Japans Financial Services Agency überarbeitet die Regeln für Investmentfonds, damit Investment Trusts und ETFs digitale Vermögenswerte direkt halten können.
- •Ein japanischer Bitcoin-ETF könnte möglicherweise 2028 starten, doch vor einer Genehmigung sind weiterhin zusätzliche regulatorische Überarbeitungen erforderlich.
- •Im Artikel zitierte Schätzungen deuten darauf hin, dass Bitcoin-ETFs in Japan bis zum Fiskaljahr 2028 bis zu JPY 3 Billionen anziehen könnten.
- •Die neue Gesetzgebung erhöht die maximale Freiheitsstrafe für nicht registrierte Kryptoanbieter von drei Jahren auf 10 Jahre und hebt die Höchststrafe auf 10 Millionen Yen an.
- •SBI VC Trade erklärte, dass mehr japanische Unternehmen Bitcoin und XRP in ihre Treasury-Bestände aufnehmen, da der schwächere Yen die Diversifizierung von Reserven fördert.

Japan kommt der Zulassung von Bitcoin Exchange-Traded Funds (ETFs) näher. Das erste entsprechende Produkt des Landes könnte 2028 auf den Markt kommen, falls die geplanten regulatorischen Änderungen voranschreiten, heißt es in einem Nikkei-Bericht.
Der Schritt folgt auf von Gesetzgebern gebilligte Änderungen, durch die Kryptoassets unter das Financial Instruments and Exchange Act fallen. Die Änderungen haben Japans Financial Services Agency (FSA) dazu veranlasst, mit der Überarbeitung der Regeln für Investmentfonds zu beginnen, damit Investment Trusts und ETFs digitale Vermögenswerte direkt halten können.
Mit der Umstellung wird die Kryptoaufsicht außerdem vom Payment Services Act wegverlagert, was eine bedeutende Änderung der Regulierung des Sektors in Japan darstellt. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil die Genehmigung von ETFs nicht nur von der Nachfrage nach Kryptoengagement abhängt, sondern auch davon, ob regulierte Fondsstrukturen im Rahmen des japanischen Finanzmarktrechts Positionen in digitalen Vermögenswerten halten, bewerten und offenlegen dürfen.
Dynamik für Bitcoin-ETFs in Japan nimmt zu
Einigen Schätzungen zufolge könnten japanische Bitcoin-ETFs bis zum Fiskaljahr 2028 bis zu JPY 3 Billionen anziehen. Allerdings wurde bislang kein solches Anlagevehikel für den Start genehmigt. Bevor ein Produkt auf den Markt kommen kann, muss Japan weitere regulatorische Überarbeitungen abschließen, die Fonds ein Engagement in Kryptoassets ermöglichen.
Große Finanzunternehmen, darunter SBI Holdings und Nomura, arbeiten Berichten zufolge an Kryptoanlageprodukten. Die Reaktion der Community folgte rasch, darunter ein X-Beitrag, der die Entwicklung als „quiet policy U-turn“ für Japan beschrieb, das nach dem Zusammenbruch von Mt. Gox eine vorsichtige Haltung gegenüber der Branche beibehalten hatte.
Ein regulierter Spot-Bitcoin-ETF könnte asiatischen Anlegern einen leichter zugänglichen Weg zu einem Bitcoin-Engagement bieten und möglicherweise andere Länder in der Region beeinflussen, darunter Südkorea, das sich bei der Ausgestaltung der Finanzpolitik häufig an Tokio orientiert. Für private und institutionelle Anleger würden solche Produkte zudem ein fondsgebundenes Engagement von der direkten Kryptoverwahrung trennen und den Zugang in eine vertraute regulierte Anlagehülle verlagern, statt von Nutzern zu verlangen, Token selbst zu halten.
Gleichzeitig verschärft die neue Gesetzgebung die Strafen für nicht registrierte Kryptoanbieter. Die maximale Freiheitsstrafe wurde von drei Jahren auf 10 Jahre erhöht, während die Höchststrafe von 3 Millionen Yen ($18,500) auf 10 Millionen Yen gestiegen ist. Das Gesetz erweitert außerdem die Offenlegungspflichten und führt strengere Regeln gegen Insiderhandel ein.
Unternehmensakzeptanz
Der regulatorische Vorstoß erfolgt, während das Interesse von Unternehmen an digitalen Vermögenswerten in Japan weiter zunimmt. Anfang dieses Monats erklärte SBI VC Trade, dass mehr Unternehmen nicht nur Bitcoin, sondern auch XRP in ihre Treasury-Bestände aufnehmen, da der schwächere Yen Firmen dazu veranlasst, ihre Reserven zu diversifizieren.
Die Börse berichtete außerdem von einer breiteren Nutzung von Krypto in Aktionärsbenefit-Programmen und einer steigenden Nachfrage nach ihren institutionellen Dienstleistungen.
Japan bleibt einer der stärksten Märkte für XRP, wobei SBI durch seine Partnerschaft mit Ripple im Bereich grenzüberschreitender Zahlungen eine wichtige Rolle spielt. SBI brachte kürzlich nach Erhalt der regulatorischen Genehmigung Ripples Stablecoin RLUSD auf den Markt und hat ein Produkt beantragt, das Japans erster XRP-ETF werden könnte.