Salmonellen-Ausbruch durch Jalapeños mit mexikanischen Restaurantketten verbunden; Chipotle-Aktien stürzen um fast 10 % ab
Wichtige Erkenntnisse
- •Mindestens 345 Menschen in 27 Bundesstaaten sind an Salmonellen erkrankt, die mit kontaminierten Jalapeño-Chilis in Verbindung stehen, was zu 36 Krankenhauseinweisungen und keinen Todesfällen führte.
- •Die betroffenen Chilis wurden zu einem Erzeuger in Sinaloa, Mexiko, zurückverfolgt und über Coast Citrus Distributors importiert, das einen Rückruf des Produkts eingeleitet hat.
- •Chipotle entfernte Jalapeños aus ausgewählten Filialen und Qdoba aus allen Restaurants, wobei die CDC bestätigte, dass keine der beiden Ketten derzeit ein fortdauerndes Risiko für Verbraucher darstellt.
- •Die FDA untersucht, ob kontaminierte Jalapeños auch an Lebensmittelgeschäfte geliefert wurden — eine Entwicklung, die den Rahmen der potenziellen Exposition erheblich ausweiten könnte.
- •Chipotles Aktien fielen nach der Bekanntgabe des Ausbruchs um fast 10 %, was die Sorgen der Anleger angesichts der dokumentierten Geschichte des Unternehmens mit Lebensmittelsicherheitsvorfällen widerspiegelt.

Jalapeño-Chilis, die mit einem Salmonellen-Ausbruch in mehreren Bundesstaaten in Verbindung stehen, wurden laut Bundesbehörden zu einem Erzeuger in Sinaloa, Mexiko, zurückverfolgt.
Mindestens 345 Menschen in 27 Bundesstaaten sind an dem Salmonellen-Stamm erkrankt, der mit den Jalapeños in Verbindung gebracht wird, wobei die Mehrheit der Fälle in Minnesota und Colorado auftrat. Es wurden keine Todesfälle gemeldet, jedoch mussten 36 Personen im Krankenhaus behandelt werden.
Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) gaben am Mittwoch bekannt, dass die Chilischoten von Coast Citrus Distributors in die Vereinigten Staaten importiert worden waren. Das Unternehmen hat inzwischen einen Rückruf der betroffenen Chilis eingeleitet und informiert seine Kunden, zu denen mehrere namhafte Restaurantketten im mexikanischen Stil gehören. Der Ausbruch veranschaulicht, wie eine Kontamination bei einem einzigen Erzeuger sich über konkurrierende Restaurantmarken ausbreiten kann, die gemeinsame Lieferanten für landwirtschaftliche Erzeugnisse nutzen.
Coast Citrus Distributors reagierte nicht umgehend auf eine am Donnerstag hinterlassene Sprachnachricht mit der Bitte um Stellungnahme.
Die Food and Drug Administration (FDA) berichtete, dass von den 191 im Rahmen der Ausbruchsuntersuchung befragten Personen 177 — approximately 93 % — angaben, zwischen dem 14. Juni und dem 14. Juli in einem Restaurant im mexikanischen Stil gegessen zu haben, darunter Chipotle Mexican Grill und Qdoba.
Chipotle teilte am Dienstag mit, dass Jalapeños aus ausgewählten Filialen entfernt worden seien. Qdoba folgte am Mittwoch und gab bekannt, dass das Unternehmen Jalapeños vorsorglich aus allen seinen Restaurants entfernt habe.
„Angesichts ihrer Maßnahmen, das Produkt aus ihren Geschäften zu entfernen, wird keines dieser beiden Unternehmen als ein derzeitiges, fortdauerndes Risiko für Verbraucher in diesem Ausbruch eingestuft“, erklärten CDC-Beamte in einer Stellungnahme.
Die FDA prüft weiterhin, ob betroffene Jalapeños auch an Lebensmittelgeschäfte geliefert wurden, und kündigt möglicherweise weitere Maßnahmen auf ihrer Rückruf-Webseite an. Ob sich der Rückruf auf den Einzelhandel ausweitet, ist eine wichtige Entwicklung, die es zu beobachten gilt, da dadurch die potenzielle Exposition weit über Restaurantgäste hinausgehen würde.
Die mexikanischen Gesundheitsbehörden bestätigten, dass sie eine Untersuchung eingeleitet und am Donnerstag eine Ortsbesichtigung in einer Packanlage im Bundesstaat Nuevo León im Norden des Landes durchgeführt hätten.
Laut CDC sind Salmonellen-Bakterien jährlich für etwa 1,35 Millionen Infektionen in den Vereinigten Staaten verantwortlich. Frühere Ausbrüche standen im Zusammenhang mit verschiedenen Quellen, darunter Gurken, Eier, nicht pasteurisierte Milch, frisches Basilikum, Geckos und als Haustiere gehaltene Bartagamen.
Personen, die den Bakterien ausgesetzt waren, können innerhalb von Stunden oder Tagen Symptome entwickeln — darunter Durchfall, Fieber und Magenkrämpfe. Die Erkrankung dauert in der Regel vier bis sieben Tage an, und die meisten Menschen erholen sich ohne medizinische Behandlung. Kleine Kinder, ältere Erwachsene und Personen mit geschwächtem Immunsystem haben ein höheres Risiko für schwerere Krankheitsverläufe.
Die Aktien von Chipotle mit Hauptsitz in Newport Beach, Kalifornien, fielen am Dienstag um fast 10 % und haben sich seitdem nicht erholt. Die Burrito-Kette hat, wie auch andere Fast-Casual-Betreiber, ein Nachlassen der Kundenfrequenz bei mittel- und untereinkommensstarken Kunden angesichts der allgemeinen inflationären Entwicklungen verzeichnet, und Schlagzeilen über lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche könnten diese Herausforderungen noch verschärfen. Die Empfindlichkeit der Anleger gegenüber solchen Nachrichten spiegelt auch Chipotles gut dokumentierte Geschichte mit Lebensmittelsicherheitsvorfällen wider, darunter eine Serie von E. coli- und Norovirus-Ausbrüchen im Jahr 2015, die eine umfassende Überarbeitung der Lebensmittelsicherheitsprotokolle des Unternehmens zur Folge hatte.
Associated-Press-Reporterin Fabiola Sanchez in Mexiko-Stadt hat zu dieser Geschichte beigetragen.
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