MMI-Tagesbericht zum Eisenerzindex vom 29. Juli 2026
Wichtige Erkenntnisse
- •Der Hauptkontrakt I2609 an der Dalian Commodity Exchange schloss bei 739 Yuan pro Tonne, 0,27% unter dem Vortag.
- •Die Spotpreise für Eisenerz am Hafen von Qingdao fielen im Tagesverlauf um 1 bis 3 Yuan pro Tonne.
- •Die Auslastung der Hochofenkapazitäten in den befragten Stahlwerken lag bei 88,90% und damit 0,59 Prozentpunkte unter dem Vormonat.
- •Die durchschnittliche tägliche Roheisenproduktion sank um 16.000 Tonnen auf 2,4087 Millionen Tonnen.
- •Aufgrund hoher Bestände und anhaltender Marktunsicherheit dürfte sich der Eisenerzpreis kurzfristig in einer engen Spanne bewegen.

MMI-Tagesbericht zum Eisenerzindex vom 29. Juli 2026
Heute zeigte der Eisenerzmarkt an der Dalian Commodity Exchange (DCE) einen schwächeren Trend. Der Hauptkontrakt I2609 schloss bei 739 Yuan pro Tonne, 0,27% unter dem vorherigen Handelstag. Die Spotpreise am Hafen von Qingdao fielen gegenüber dem Vortag um 1 bis 3 Yuan pro Tonne.
Händler zeigten eine moderate Bereitschaft, Preise zu stellen, während Stahlwerke überwiegend nur für den unmittelbaren Bedarf kauften, was insgesamt zu einer schwachen Spot-Transaktionsstimmung führte. Kurzfristig hat sich die Eisenerznachfrage etwas abgeschwächt, dürfte aber ab nächster Woche anziehen, da Umweltauflagen gelockert werden und mehr Hochöfen nach Wartungsstillständen die Produktion wieder aufnehmen. Damit wird das Tempo der Fertigstahlproduktion und der Rohstoffauffüllung zu einem wichtigen Faktor für die kurzfristigen Rahmenbedingungen bei Hafenbeständen und Spot-Handelsaktivität.
Laut SMM-Umfragedaten lag die Auslastungsrate der Hochofenkapazitäten in den befragten Stahlwerken bei 88,90%, 0,59 Prozentpunkte unter dem Vormonat, während die durchschnittliche tägliche Roheisenproduktion um 16.000 Tonnen auf 2,4087 Millionen Tonnen zurückging. In der kommenden Woche dürfte die Roheisenproduktion mit dem Auslaufen von Umweltauflagen und der Wiederaufnahme der Produktion in den meisten Hochöfen im Wartungszustand in eine Wachstumsphase eintreten.
Allerdings dürften die Preise angesichts hoher Eisenerzbestände und anhaltender Marktunsicherheit kurzfristig den Widerstand nach oben nicht überwinden und weiter in einer engen Spanne schwanken.
Quelle: Metals Market Index (MMI)