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Irland schließt Krypto aus neuen staatlich geförderten Investmentkonten aus, die 2027 starten

Autor: Coincentral·

Wichtige Erkenntnisse

  • Irlands neue staatlich geförderte persönliche Investmentkonten, die 2027 starten, schließen Kryptowährungen und komplexe Derivate aus, während börsennotierte Aktien, Anleihen, ETFs und andere regulierte Instrumente zulässig sind.
  • Steuerfreie Freibeträge, die Jahresabgabe und die Einzahlungslimits für die Konten werden im Oktober im Haushalt 2027 bekannt gegeben.
  • Die Konten ersetzen die 33 % Kapitalertragssteuer und die 41 % Fonds-Exit-Steuer für im Programm gehaltene Vermögenswerte und beseitigen die achtjährige Deemed-Disposal-Regel.
  • Irische Haushalte halten rund 38 % ihrer Finanzanlagen in Bargeld gegenüber einem EU-Durchschnitt von 30 %, und die direkte Beteiligung von Privatanlegern am Markt von etwa 2,3 % liegt deutlich unter den 7,5 % der EU.
  • Krypto bleibt in Irland legal zu kaufen und direkt zu halten, aber registrierte Krypto-Firmen müssen gemäß MiCA-bezogenen Regeln verschärfte Identitätsprüfen für Selbstverwahrungs-Wallet-Transfers über rund 1.150 USD anwenden.
Irland schließt Krypto aus neuen staatlich geförderten Investmentkonten aus, die 2027 starten

Irland plant, Kryptowährungen und komplexe Derivate aus seinen neuen staatlich geförderten persönlichen Investmentkonten auszuschließen, die 2027 eingeführt werden sollen. Diese Entscheidung bedeutet, dass Krypto innerhalb des Programms verboten wird, während börsennotierte Aktien, Anleihen, börsengehandelte Fonds und andere regulierte Anlagen weiterhin zulässig bleiben.

Die Regierung beabsichtigt mit den Konten, Haushalte zu ermutigen, mehr Ersparnisse von Bankeinlagen in die Kapitalmärkte zu verlagern – als Teil einer breiteren EU-Initiative zur Vertiefung der Kapitalmarktunion und zur Lenkung von Haushaltsersparnissen in produktive Investitionen. Die steuerfreie Grenze, die Jahresabgabe und die Einzahlungslimit werden die Beamten im Oktober im Haushalt 2027 verkünden – der nächste konkrete Meilenstein für künftige Kontoinhaber und Anbieter.

Krypto von neuen Investmentkonten ausgeschlossen

Die geplanten Konten lassen keine Kryptowährungen oder komplexen Derivate zu, die die Regierung als Hochrisikoprodukte einstuft. Der Ansatz spiegelt andere europäische Programme wider: Die steuerbegünstigten Piani Individuali di Risparmio in Italien beschränken die Förderfähigkeit beispielsweise ebenfalls auf regulierte Instrumente statt auf Krypto. Tokenisierte Versionen von Finanzinstrumenten können weiterhin qualifiziert sein, wenn das zugrunde liegende Asset den Regeln des Programms entspricht – dies eröffnet einen möglichen Weg für Blockchain-basierte Abbildungen konventioneller Anlagen, auch wenn direkte Kryptobestände ausgeschlossen sind.

Zu den förderfähigen Produkten gehören börsennotierte Aktien, Unternehmensanleihen, Instrumente regulierter Märkte, Retail-Investmentfonds, ETFs und versicherungsbasierte Anlageprodukte. Steuerpflichtige ab 18 Jahren können die Konten eröffnen, sobald das Programm beginnt.

Unterhalb einer Schwelle, die die Regierung noch nicht festgelegt hat, zahlen Anleger keine Steuern. Oberhalb dieser Schwelle erheben die Anbieter einen niedrigen jährlichen Pauschalsteuersatz auf den durchschnittlichen Kontowert, einschließlich der Einzahlungen.

Das neue System wird die derzeitige Kapitalertragssteuer von 33 % und die Fonds-Exit-Steuer von 41 % für im Konto gehaltene Vermögenswerte ersetzen. Zudem entfällt die Deemed-Disposal-Regel, die bestimmte unrealisierte Fonds­gewinne alle acht Jahre besteuert – eine lange kritisierte Regelung, die Fondsinvestitionen in Irland für Privatanleger verwaltungstechnisch belastend gemacht hat. Die Kontenanbieter berechnen die anfallenden Steuern und zahlen diese im Auftrag der Anleger direkt an die Revenue Commissioners.

Kryptoregeln verschärfen sich parallel zum neuen Programm

Irische Haushalte halten rund 38 % ihrer Finanzanlagen in Bargeld und Einlagen, verglichen mit einem EU-Durchschnitt von 30 %. Die direkte Beteiligung von Privatanlegern an börsennotierten Märkten liegt bei etwa 2,3 % und damit unter dem EU-Durchschnitt von 7,5 % – ein Beleg für die Lücke, die das Programm schließen soll.

Vizepremierminister und Finanzminister Simon Harris sagte, das Konto biete den Haushalten eine einfachere Möglichkeit zu investieren. Die Regierung hat Teile des Plans an Schwedens steuerbegünstigtem Investeringssparkonto-Modell ausgerichtet.

Der Ausschluss von Krypto entspricht zudem breiteren nationalen Bemühungen, die Kontrolle über digitale Assets zu verschärfen. Irland hat kürzlich eine Anti-Geldwäsche-Strategie gestartet, die Krypto-Transfers und Offshore-Geldflüsse stärker überwacht.

Registrierte Krypto-Firmen müssen strengere Identitätsprüfen bei Transfers mit selbstverwahrten Wallets anwenden. Bei Transfers über rund 1.150 USD müssen Anbieter den Wallet-Besitz verifizieren, während empfangende Firmen fehlende Transaktionsdaten erkennen und nicht konforme Transfers einfrieren oder zurücksenden können. Die Kontrollen folgen EU-Regeln gemäß MiCA und der Transfer of Funds-Verordnung. Krypto bleibt in Irland legal zu kaufen und direkt zu halten; die Beschränkung gilt nur für das, was innerhalb der neuen steuerbegünstigten Konten gehalten werden darf.