Inflationsbereinigte Löhne bis Juli: Reale Verdienste im Vergleich zum CPI
Wichtige Erkenntnisse
- •Der Artikel konzentriert sich auf die Frage, ob das Lohnwachstum mit der Verbraucherpreisinflation Schritt hält.
- •Menzie Chinn von der University of Wisconsin–Madison sagt, dass die Sorge über Inflation davon abhängt, wie schnell die Löhne im Verhältnis zu den Preisen steigen.
- •Die Grafik vergleicht durchschnittliche Stundenlöhne in 2025-Dollar auf Basis von CPI-U- und CPI-W-Daten des Bureau of Labor Statistics.
- •CPI-U erfasst etwa 93 % der US-Bevölkerung, während CPI-W etwa 29 % abdeckt und für die Anpassungen der Sozialversicherungsleistungen an die Lebenshaltungskosten verwendet wird.
- •Die in der Grafik gezeigten Daten reichen bis Juli 2026 und erfassen ausschließlich Löhne, nicht die Gesamtvergütung.

In einem Beitrag im Milwaukee Courier hob Natalie Yahr für Wisconsin Watch eine zentrale Perspektive darauf hervor, wie US-Amerikaner Inflation erleben:
„Die Sorge über steigende Preise bezieht sich nicht nur auf das Preiswachstum selbst, sondern steht vor dem Hintergrund, wie schnell die Löhne steigen. Wie viele Menschen halten Schritt, und welche Teile der Bevölkerung halten Schritt?“, sagte Chinn.
Die Aussage des Ökonomen Menzie Chinn von der University of Wisconsin–Madison unterstreicht eine zentrale Frage bei der Bewertung des Lebensstandards: Ob das nominale Lohnwachstum die Verbraucherpreisinflation übertrifft oder hinter ihr zurückbleibt. Dieser Vergleich ist nicht nur für die Haushaltsbudgets von Bedeutung, sondern auch als eine Kennzahl, die von den Politikern der Federal Reserve verfolgt wird. Sie beobachten die Entwicklung der Reallöhne als ein Signal für die Anspannung am Arbeitsmarkt und den Inflationsdruck.
Um diese Dynamik zu veranschaulichen, präsentiert der Artikel eine Grafik, die durchschnittliche, auf 2025-Dollar bereinigte Stundenlöhne anhand zweier verschiedener, vom U.S. Bureau of Labor Statistics (BLS) veröffentlichter Verbraucherpreisindices darstellt: des CPI für alle städtischen Verbraucher (CPI-U), der etwa 93 % der US-Bevölkerung abdeckt, und des CPI für städtische Lohn- und Angestellte im Büro- und Klerikalbereich (CPI-W), der etwa 29 % der Bevölkerung abdeckt und als Grundlage für die Anpassungen der Sozialversicherungsleistungen an die Lebenshaltungskosten dient. Die beiden Indizes gewichten die Ausgabenkategorien unterschiedlich, weshalb sie in Phasen, in denen bestimmte Kosten – wie etwa für Lebensmittel, Energie oder Wohnen – überproportional steigen, voneinander abweichen können.
Abbildung 1: Durchschnittlicher Stundenlohn in 2025 $ – basierend auf CPI für alle städtischen Verbraucher (blau) und basierend auf CPI für Lohn- und Angestellte im Büro- und Klerikalbereich (rot). Quelle: BLS und Berechnungen des Autors.
Reale, also inflationsbereinigte Löhne werden berechnet, indem die nominalen Stundenverdienste durch einen Preisindex deflationiert werden, was ein Maß für die Kaufkraft im Zeitverlauf ergibt. Wenn die Preise schneller steigen als die Löhne, sinken die Reallöhne; wenn die Löhne schneller steigen, nehmen die Reallöhne zu. Das BLS veröffentlicht diese Zahlen monatlich im Rahmen seines Employment-Situation-Berichts und der Consumer-Price-Index-Reihe. Es ist erwähnenswert, dass die durchschnittlichen Stundenverdienste nur Löhne erfassen – keine Sozialleistungen, Boni oder sonstigen Vergütungen – und aus der Current-Employment-Statistics-Erhebung des BLS für private Landwirtschaftsbetriebe außerhalb der Landwirtschaft stammen.
Die in der Grafik gezeigten Daten umfassen die durchschnittlichen Stundenverdienste bis Juli 2026.
Quelle: Milwaukee Courier / Wisconsin Watch; BLS und Berechnungen des Autors über Econbrowser.