NachrichtenAktienIndische Privatanleger rufen 'No Trade Day' aus, um gegen Closing Auction Session und Änderungen der Marktregeln zu protestieren

Indische Privatanleger rufen 'No Trade Day' aus, um gegen Closing Auction Session und Änderungen der Marktregeln zu protestieren

Autor: Economic Times Markets·

Wichtige Erkenntnisse

  • Privatanleger in Indien begehen am 12. August einen 'No Trade Day', um gegen die Closing Auction Session, höhere Wertpapiertransaktionssteuern und häufige Änderungen der Marktregeln zu protestieren.
  • Der CAS-Mechanismus ermittelt Schlusskurse durch ein Auktionsverfahren anstelle der bisherigen Methode des 30-minütigen gewichteten Durchschnitts und orientiert sich an Praktiken großer globaler Märkte, darunter den Vereinigten Staaten und London.
  • SEBI hat erklärt, dass CAS darauf ausgelegt ist, die Preisfindung zu verbessern und Manipulationen bei Schlusskursen zu reduzieren, obwohl zahlreiche Händler von Verwirrung und gestörten Strategien während der anfänglichen Einführung berichten.
  • Der Protest richtet sich auch gegen Erhöhungen der Wertpapiertransaktionssteuer, die nach dem Unionsbudget vom Juli 2024 umgesetzt wurden, sowie gegen schlecht kommunizierte regulatorische Änderungen durch Börsen und Aufsichtsbehörden.
  • Marktmittler und Handelsverbände haben klarere Leitlinien und möglicherweise eine längere Anpassungsfrist von den Börsen gefordert, um die mit der CAS-Einführung verbundenen Umstellungsbedenken zu adressieren.
Indische Privatanleger rufen 'No Trade Day' aus, um gegen Closing Auction Session und Änderungen der Marktregeln zu protestieren

Privatanleger in Indien begehen am 12. August einen 'No Trade Day', um gegen die neu eingeführte Closing Auction Session (CAS), eine höhere Wertpapiertransaktionssteuer und eine Reihe geänderter Marktregeln zu protestieren, die ihrer Aussage nach Handelsstrategien gestört und die Marktvolatilität erhöht haben.

Die Basisbewegung hat unter Privatanlegern an Zugkraft gewonnen, die ihre Frustration über die Abweichungen bei Schlusskursen seit der Einführung von CAS geäußert haben. Händler argumentieren, dass der neue Schlusskurs-Mechanismus unvorhersehbare Preisbewegungen in den letzten Minuten der Handelssitzung verursacht hat, was es erschwert, Strategien umzusetzen, die auf stabilen Schlusskursen angewiesen sind. Der Protest findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem sich die Basis an Privatanlegern in Indien rasch erweitert hat, wobei in den letzten Jahren zig Millionen neuer Demat-Konten hinzugekommen sind, was die Auswirkungen jeder Regeländerung auf die täglichen Handelsvolumina verstärkt.

Was ist CAS?

Die Closing Auction Session ist ein Mechanismus, der von indischen Börsen eingeführt wurde, um den Schlusskurs einer Aktie durch ein Auktionsverfahren zu ermitteln, anstatt der zuvor verwendeten Methode des gewichteten Durchschnittspreises über die letzten 30 Handelsminuten. Im Rahmen von CAS werden Kauf- und Verkaufsaufträge während eines festgelegten Schlusszeitraums gesammelt und zu einem einzigen Gleichgewichtspreis ausgeführt – ein System, das an Praktiken mehrerer großer globaler Märkte angelehnt ist, darunter Börsen in den Vereinigten Staaten und in London.

Schlusskurse dienen als Referenzwert für die Berechnung der Net Asset Value von Investmentfonds, die Abwicklung von Derivatkontrakten und das Index-Tracking, sodass die Genauigkeit und Stabilität des Schlusskurs-Mechanismus auch über den Intraday-Handel hinaus von Bedeutung ist. Die Securities and Exchange Board of India (SEBI), die indische Aufsichtsbehörde für die Kapitalmärkte, hat erklärt, dass CAS darauf ausgerichtet ist, die Preisfindung zu verbessern und Manipulationen zum Handelsschluss zu reduzieren. SEBI hat Vertrauen geäußert, dass sich das System mit steigender Beteiligung verbessern wird, trotz weit verbreiteter Verwirrung unter den Marktteilnehmern während der anfänglichen Einführungsphase.

Widerstand der Händler und Boykottaufrufe

Seit der Einführung von CAS haben zahlreiche Privatanleger berichtet, dass bewährte Strategien – insbesondere solche, die Optionsabsicherungen und indexbasierte Geschäfte kurz vor Handelsschluss umfassen – durch starke Kursschwankungen während des Auktionszeitraums zunichtegemacht wurden. Die 'No Trade Day'-Kampagne ist die bislang sichtbarste Form des Protests, wobei Teilnehmer andere Händler dazu aufrufen, am 12. August keine Aufträge zu erteilen, um ihren Unmut auszudrücken.

Der Protest umfasst auch weitergehende Beschwerden, darunter Erhöhungen der Wertpapiertransaktionssteuer, die nach dem Unionsbudget vom Juli 2024 in Kraft traten, sowie das von Händlern beschriebene Muster häufiger und schlecht kommunizierter Regeländerungen durch Börsen und Aufsichtsbehörden.

Reaktion der Branche

Marktmittler und Handelsverbände haben die Börsen auf die Umstellungsprobleme aufmerksam gemacht und klarere Leitlinien sowie möglicherweise eine längere Anpassungsfrist gefordert. Die Bedenken konzentrieren sich darauf, ob die anfänglichen Umsetzungsprobleme kurzfristige Anlaufschwierigkeiten darstellen oder auf strukturelle Mängel im Design von CAS hindeuten.

Quelle: Economic Times Markets