NachrichtenAktienNominales BIP-Wachstum dürfte auf 12 % anziehen – doch die Aktienmarktrallye könnte ausbleiben: Jefferies

Nominales BIP-Wachstum dürfte auf 12 % anziehen – doch die Aktienmarktrallye könnte ausbleiben: Jefferies

Autor: Economic Times Markets·

Wichtige Erkenntnisse

  • •Jefferies schätzt, dass Indiens nominales BIP-Wachstum im FY27 11,5 %–12 % erreichen könnte, was stärkere Unternehmensgewinne stützt.
  • •Indische Aktien werden weiterhin mit einem Aufschlag gegenüber anderen Schwellenländern wie China, Brasilien und Taiwan gehandelt, was bewertungsgetriebene Kurspotenziale begrenzt.
  • •Neue Aktienemissionen durch IPOs, QIPs und Anteilsverkäufe von Promotern könnten neue Nachfrage absorbieren und Indexgewinne deckeln.
  • •Jefferies bevorzugt ausgewählte Sektoren wie Kreditgeber, Energie, Häfen und Immobilien gegenüber einer breiten Marktrallye.
  • •Der Energiesektor ist eine große, von der Umsetzung abhängige Chance, während das Potenzial der Hafenprivatisierung zeitlich und hinsichtlich der Konversion unsicher bleibt.
Nominales BIP-Wachstum dürfte auf 12 % anziehen – doch die Aktienmarktrallye könnte ausbleiben: Jefferies

Indiens nominales BIP-Wachstum – das reales Output-Wachstum mit Inflation kombiniert und ein wesentlicher Treiber des Umsatzwachstums von Unternehmen ist – könnte sich im Geschäftsjahr FY27 auf 11,5 %–12 % beschleunigen, so Jefferies. Ein Tempo, das stärkere Unternehmensgewinne am gesamten Markt stützen würde.

Trotz dieses unterstützenden makroökonomischen Umfelds warnt die Investmentbank, dass hohe Bewertungen, steigendes Aktienangebot und möglicherweise langsamer werdende inländische Geldflüsse breite Markterlöse begrenzen könnten. Inländische Geldflüsse, insbesondere systematische Anlagepläne (SIPs) in Investmentfonds, waren in den vergangenen Jahren eine wichtige Stütze für indische Aktien; jede Abschwächung dieses Zuflusses würde ein wichtiges Polster für die Bewertungen entfernen. Jefferies bevorzugt ausgewählte Sektoren – Kreditgeber, Energie, Häfen und Immobilien –, beschreibt das aktuelle Umfeld jedoch als eines für selektive Aktienauswahl statt für eine breite Marktrallye.

Indien bleibt gegenüber Schwellenländern teuer

Eine zentrale Einschränkung, die Jefferies hervorhebt, ist die Bewertung: Indische Aktien wurden historisch mit einem Aufschlag gegenüber anderen Schwellenländern wie China, Brasilien und Taiwan gehandelt, und dieser Aufschlag besteht weiterhin, womit wenig Spielraum für weitere bewertungsgetriebene Kurssteigerungen bleibt.

Aktienangebot könnte neue Nachfrage absorbieren

Ein weiterer Gegenwind ist das Aktienangebot. Ein kontinuierlicher Strom neuer Aktienemissionen – durch Börsengänge, qualifizierte institutionelle Platzierungen und Anteilsverkäufe von Promotern – könnte neue Anlegernachfrage absorbieren und das Potenzial der breiteren Indizes begrenzen, selbst wenn die Gewinne steigen.

Banken: Das Wachstum ist stark, aber eine Normalisierung steht bevor

Im Bankensektor stellt Jefferies fest, dass das Wachstum weiterhin stark ist, wobei jedoch eine Normalisierungsphase bevorsteht, was die Erwartungen an eine anhaltende Outperformance dämpft.

Energie: Eine große Chance, aber die Umsetzung entscheidet

Der Energiesektor gilt als große Chance, getragen unter anderem von Indiens steigender Stromnachfrage und laufenden Programmen zum Kapazitätsausbau. Die Investmentbank betont jedoch, dass eine erfolgreiche Projektumsetzung entscheidend sein wird, um dieses Potenzial in Ergebnisse umzuwandeln.

Häfen: Privatisierung bietet Potenzial, aber die Konversion ist unsicher

Bei den Häfen bietet die laufende Privatisierung im Rahmen von Indiens Vermögensverwertungsprogramm potenzielles Aufwärtspotenzial, doch Jefferies verweist auf Unsicherheiten darüber, wie und wann diese Chancen tatsächlich in Gewinne umgesetzt werden.

Immobilien: Starke Nachfrage, aber kein marktweiter Auslöser

Die Immobiliennachfrage wird als stark beschrieben, jedoch wird nicht erwartet, dass der Sektor allein ein Auslöser für eine marktweite Rallye sein wird.

Insgesamt deutet der Ausblick von Jefferies auf ein Umfeld hin, in dem robustes nominales Wachstum die Unternehmensgewinne stützt, Anleger jedoch selektiv vorgehen sollten,statt flächendeckende Gewinne zu erwarten. (Quelle: Economic Times Markets)